Lothar Kodeischka

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Lothar Kodeischka (* 14. September 1905; † 19. Dezember 1994)[1] war römisch-katholischer Geistlicher in der Erzdiözese Wien

Wirken

Lothar Kodeischka war in der Dompfarre St. Stephan in Wien von 1933 bis 1945 als Domvikar tätig. Bekanntheit erlangte er, da er während des Brandes des Stephansdom in Wien zu Kriegsende als Sakristeidirektor tätig war. Er war einer der weniger zu der Zeit verfügbaren Helfer, die sich an den ersten Löschversuchen, die sich als erfolglos herausstellten, am Dom unternahmen.[2]

Erst 40 Jahre später legte er ein Tagebuch über die damaligen Vorgänge an, das auch etwas Licht in die bis heute nicht geklärten Umstände, die zum Brand führten, bringen soll. weitere Kronzeugen waren Leopold Meister, als Feuerwehrmann und Türmer von St. Stephan für die Feuerwache zuständig, und Christl Guggenberger, Tochter des Wirtschaftsdirektors des Erzbischöflichen Palais und dort wohnhaft, die mit einer Handvoll anderer bei den Löscharbeiten im Dom mithalf.[3]

Von 1945 bis 1961 war er Pfarrer in der Pfarre Kirchschlag, die auch die Passionsspiele organisiert, tätig.[4] In der Filialkirche Maria Hilf in Stang, die 1962 eingeweiht wurde, steht hinter dem Hochaltar eine Madonnenstatue von Kanonikus und damaligen Dechant Lothar Kodeischka gestiftet wurde.[5] Kodeischka starb 1994. Begraben wurde er am Ober-St. Veiter Friedhof in Wien.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Lebendaten auf Ancestry abgerufen am 15. April 2020
  2. Als der Stephansdom zwei Tage lang in Flammen stand in der Presse vom 16. April 2019 abgerufen am 15. April 2020
  3. ORF-Doku bringt neue Erkenntnisse zum Brand des Stephansdoms auf Kathpress vom 14. April 2020 abgerufen am 15. April 2020
  4. Pfarrhof / Pfarrer in der Pfarre Patzmannsdorf abgerufen am 15. April 2020
  5. Filialkirchen der Pfarre Kirchschlag in der Pfarre Kirchschlag abgerufen am 15. April 2020