Nutztierhaltung der Herrschaft Königshof

Aus Regiowiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ob es im Stall der Maria Hoferin mit ihren 5 Kühen 1640 so ausgesehen hat ? Anders Askevold, National Museum of Art, Architecture and Design

Nutztierhaltung der Herrschaft Königshof, mit den Worten Sie haben kein Vieh zu halten, keine Schwein zu halten aber auch Sie viel Vieh halten und keine eigene Weide haben legte die Herrschaft Stift Heiligenkreuz die Lebensbedingungen sehr streng fest. Es war ja eine Steinbrüche-Siedlung mit Abraumhügeln, nicht die Ebene der Neusiedlersee Gemeinden, hier wohnten die Menschen auf engstem Raum miteinander, Die Arbeitswege sollten kurz sein, und die Herrschaft verpachtete die Hutweide im Ort, quer durch die Zeiten sind Hirten belegt.

Inhaltsverzeichnis

Jurisdiction des Dorfes

Belanget es von alters her auf die Abhandlungen, Contracte, Testamente, Clagen und „Umbschaidung“, dass sie alle Gehorsamben haben müssen dem Verwalter zu Königshofen und Herrn Abt zu Heiligenkreuz.

  • Sie haben kein Vieh zu halten, kein Schwein zu halten.

Banntaiding 29. Juni 1647

Andre Roffin (1590-1648)

Steinmetzmeister und Richter in kaiserlich Steinbruch

Es ist bei dieser Banntaiding geschlossen worden, weilen Sie viel Vieh halten und keine eigene Weide haben (!) dadurch dann großer Schaden öfters geschehen, dass Ihnen Ihre Gnaden ein Viehweide im Traxlgraben wollen auswiegen lassen, dass Sie doch den jungen Mais und Wald bei Strafe kein Schaden zufügen zu einer Erkenntnis und Recognition (als Anerkennung) sollen Sie jährlich deswegen am St. Bernhards-Fest ein gutes Kalb nach Heiligen Kreuz liefern.
  • Die Schweine sind in Steinbruch ganz schädlich, daher völlig abzuschaffen, oder in den Ställen zu ernähren.

Gerichtsverfahren 25. Juni 1701

Über die Beschwernisse und Klagen bei gehaltener Banntaiding (Gerichtstag) in Steinbruch am Leythaberg.

  • Weil große Ungleichheit in der Viehhaltung allda beobachtet wurde, solle künftighin ein Hausgesessener nicht mehr als 3 Stück Rindvieh halten und diese nicht in die junge Mais getrieben werden, bei Strafe der Herrschaft.

Für die Schwein solle ein Halter (Hirte) zur Verhütung des großen Schadens, so bisher auf den Wiesen geschieht, gehalten, widrigenfalls der Austrieb gänzlichen abgeschafft werdten.

Weideflächen

Mathias Cremser 1660-

Fleischhauermeister in Steinbruch, verheiratet mit Elisabeth

Sie kauften sich 1660 gemeinsam im kaiserlichen Steinbruch ein, um 550 Gulden erwarben sie vom Berufskollegen Hans Wurmb und Frau Gertraud, eine Behausung am Friedhof der Kirchen St. Rochi anstoßend, samt einem eingezäunten Viehhof hinter dem Haus gegen den Brunnen gelegen.

Valentin Paumann sen. 1660-1732

Fleischhauermeister allhier, Ehefrau Anna. 1713 kaufen sie den Grund für einen Viehstand.  4. Aug. 1732 Valentin, 72 J

Valentin Paumann jun. 1738-

Fleischhauermeister in Steinbruch, Sohn des Valentin Paulann, Fleischhauer in Steinbruch und Anna, ehelichte 1738 Catharina Naglin, Tochter des Joseph Nagler, Müller in Wieselburg und Eva. Zeugen waren Herr Richter und Steinmetzmeister in Steinbruch Joseph Winkler, der herrschaftliche Jäger Franz Abt, und Steinmetzmeister Martin Hilger von Wolfsthal. Im Grundbuch 1742 gemeinsam mit einem Haus, einem Grund zu einer Viehweide, worauf ein Haus erbaut worden und einige Krautgarten eingetragen.

Besitz von Nutztieren auf dem eigenen (gepachteten) Grundstück

Eine Auswahl:

Kaisersteinbruch 1842, Gemälde von Theodor Festorazzo, das Stift Heiligenkreuz hat die Hutweide sehr groß, mit so wenigen Tieren dargestellt.

Vinzenz Schmidl 1596

Steinmetz am Leithaberg, Inventur am 5. März 1596:.. Item 2 Kühe und ein Kalb .... 12 fl ..

Maria Hoferin 1640

Inventur der Maria Hoferin, Christoff Hoffer sel. hinterlassene Wittib, vom 29. Okt. 1640:.. ist das Haus samt dem Keller und Stall wie auch der Garten dabei, geschätzt worden 120 fl, dann 5 Stück Rindvieh 30 fl, mehr ein Krautgarten in langen Öhreln 3 fl, mehr ein Zuchtschwein 4 fl, dann 4 Hühner 24 kr..

Elisabeth Regondin 1642

Elisabeth war eine Tochter des kaiserlichen Steinmetzmeisters Antonius Bregno, heiratete Pangratz Rosso (Roth), nach dessen Tod ehelichte sie den Steinmetzmeister Ambrosius Regondi. Inventur am 19. August 1642:.. mehr 3 Kühe, zwai Kälber 10 R, item 11 Schwain 21 R 30 H..

Michael Partschaffer 1646

Maurer, Inventur am 21. April 1646:.. Haus samt Keller, Stall und Garten, geschätzt 120 fl, item 2 Kühe samt ein Kalb einjährig 18 fl, item 3 Mutter Zuchtschweine 5 fl ..

Mathias und Cunigunde Edlinger 1646

Beide waren an der Pest gestorben, Inventur Mathias Edlingers und Cunigunde seiner Hauswirthin sel. vom 24. Mai 1646:[1].. es waren vorhanden 3 Stuckh Ründvieh, 3 Schweinl ..

Martin Penn 1657

Hufschmiedmeister, nach seinem Tod Inventur am 18. Jänner 1657:.. Das obere Haus samt einem Baumgarten ist geschätzt worden ... 120 fl; 2 Garten ... 23 fl; item 3 Kühe ... 21 fl; item 2 Kälber … 2 fl 30 kr; item 2 Schweinl … 1 fl 30 kr..

Catharina Lorentischin 1660

Ehefrau des Steinmetzmeisters Johann Lorentisch, nach dem Tod die Inventur am 2. Dezember 1660: ..item 3 Ross samt einem Callesh und Baumwagen 60 fl; item 4 Rinder 28 fl ..

Margaretha Annonin 1665

Witwe des Steinmetzmeisters Thomas Ruffini, heiratete 1655 den Steinmetz Benedict Annon. Nach ihrem Tod die Inventur am 26. Juli 1665:[2] .. ein Garten 10 fl, item 2 Ross und ein Wagen 25 fl, zwei Kühe 16 fl, 2 jährige Fahrln 2 fl ..

Die Schweizer- und die Schwarze Kuh der Brüder Regondi? 1670 - Aelbert Jacobsz.Cuyp (1620-1691), Metropolitan Museum of Art

Vergleich der Brüder Ambrosius Regondi und Hans Georg Regondi, Steinmetzmeister 1670

(auszugsweise) Die Gebrüder und Steinmetzmeister arbeiteten 18 Jahre lang auf gleichen Teil miteinander, Geld und erarbeitetes Gut wurden in den unzerteilten Beütel gelegt und sollten gemeinsames Gut sein. Nun aber sich zwischen ihnen beiden Gebrüdern .. ein Streit und Uneinigkeit ereignet, dass sie sich mit ihren Familien voneinander zu scheiden, als auch alles bisher erarbeitete Gut zu teilen entschlossen.

  • 20. Juni 1670 Vergleich:.. das Vieh betreffend solle dem Meister Hans Georg 3 Kühe und 2 Kalben so jetzt in seinem Haus stehen, verbleiben, die 4., es seie die Schweizerische oder die Schwarze dem Meister Ambrosy überantworten. Von den 3 vorhandenen Rossen soll dem Meister Georg die Stute samt dem Füllen, die anderen 2 aber Meister Ambrosy verbleiben. Von den Schweinen will Meister Ambrosy seinem Bruder 4 kleinere und ein größeres samt dem Bock überlassen, der alte und neue Wagen soll samt den Ketten geteilt werden, das Callesh aber dergestalt dem Meister Ambrosius verbleiben, das er seinen Bruder zu seiner Notdurft auf Begehren nicht versagen, etc. Beide unterschrieben abschließend eine Ehrenerklärung.

Steuerliste 1699/1700:

Bei dieser Feststellung wurde auch der gesamte Viehbestand erhoben:[3]6 Pferde, 28 Kühe, 2 Ochsen.

Martin Trumler 1706

Steinmetzmeister Martin Trumler heiratete Maria Elisabetha Ferrethin Tochter des kaiserlichen Meisters Ambrosius Ferrethi. Inventur am 13. September 1706:[4]... 2 Zug Pferde samt dem Geschirr 50 fl; 4 MelkKühe 28 fl; ein Zuchtschwein 5 fl...

Blasius Markowitsch 1730

Schmiedmeister, nach dem Tod die Inventur am 20. Juli 1730:.. mehr eine Kuh mit 10 fl, item ein jähriges Kaibl .. 2 fl 45 kr.

Pferdestall um 1870, hat es bei Meister Winkler so ähnlich ausgesehen Wouterus Verschuur (1812–1874)

Steuerliste 1822/23

Bei dieser Feststellung wurden 5 Pferde, 27 Kühe erhoben.

Franz Winkler 1873

Steinmetzmeister Franz Winkler, Richter, Inventur 1873:.. 4 Steinwagen, 12 Stück Pferde, 3 Fohlen, sämtliches Pferdegeschirr, 4 Stück Kühe, 3 Kälber, 7 Stück Schweine, sämtliches Federvieh....

Kaisersteinbrucher Parzellen-Protokoll mit Plan von 1856

Weideland der Herrschaft Königshof: Nr. 22, 36/37, 80.

Erhebung des Viehstandes von der Gemeindevertretung am 16. Dezember 1921:

Der Auskunftsbogen ist binnen 8Tagen, von der Gemeindevertretung ausgefüllt, dem Bezirks-Verwaltungsamt einzusenden. Die Ziffern müssen den tatsächlichen Vorräten entsprechen. Fragebogen am 2. Jänner 1922 eingesendet.

  • Gesamt-Viehstand: 95 Rinder, davon 42 Kälber, 47 Kühe- mit einer Tagesproduktion von 230 l Milch, 120 Schweine, 23 Pferde und Fohlen, 33 Gänse und Enten, 605 Hühner.

Hirten in Kaisersteinbruch und Königshof

Blasius Ostermaier 1619-

Im „Register“ 1619. Viehhalter, Ehefrau Ursula. Sie erwarben ein Grundstück für einen Garten. [5]

Mathias Leibinger 1692

Kühehalter in Steinbruch, verheiratet mit Rosina.

„Hat die erste österliche Taufe empfangen Maria, Tochter des Mathias Leibinger, Khüehhalter und eheliches Weib Rosina. Taufpaten Sebastian Hammer samt seinem Weib Eva.“

Maria Leibinger " 24. Mai 1692

Wolfgang Appel + 1693

Kälber-Hirte in der Königshofer Mühle

„Den 28. October 1693 ist in Freudthoff zu Stainbruch Wolfgangus Appel, gewester Kölberhalter in der Mühle zu Königshoffen nach fünfwochenlicher Krankhheit mit der hl. Beichte und Communion, doch ohne letzte Ölung versehen, begraben worden.“

Wolfgang Appel 1693

Maria Mayrin + 1693

Schweinehalterin in der Königshofer Mühle

„In den Freudthoff in Steinbruch Maria, des Johann Mayr selig hinderlassene Wittib vov Lausdorf im Schwabenland geboren, mit allen Sacramenten versehen, wohl disponiert mit aller Ihrer Befreundten consolation, begraben worden, war in der Mühle zu Königshoffen S. V. Schweinehalterin.“

Totenbuch 30. October 1693

Michael Sommer 1670-1720

Hirte in Steinbruch, verheiratet mit Regina, sie starb 1713 mit 42 Jahren. Der Witwer ehelichte im selben Jahr Margaretha Sprihlerin, Tochter des Johann und der Catharina vom Semmering in Österreich. Er starb 1720 mit 50 Jahren.

Melchior Roll 1696-1751

Hirte in Steinbruch, er starb am 13. September 1751 mit 55 Jahren.

Anton Daneckh 1702

Ehemals Schweinehirt im Gut Königshof, jetzt Taglöhner in Steinbruch, Sohn des Anton Daneckh und Maria von St. Udalricum in Kärnten. Er heiratete 1702 Maria Hueberin von Buech im Schwabenland, Tochter des Georg Huber und Anna. Zeugen waren Johann Warneckh und Michael Hutter, beide Taglöhner in Steinbruch.

Mathias Schmidt 1703-1747

Schweinehirt im Gut Königshof, er starb 1747 mit 44 Jahren.

Jacob Mayr 1704-

Hirte in Steinbruch, Sohn Georg in seiner ersten Ehe starb 1723 mit 19 Jahren. Der Witwer ehelichte 1737 Maria Pelmayrin, Tochter des Johann Pelmayr aus Regensburg und Maria. Ihr Sohn Michael, 1739 geboren, Pate war der Hirte von Winden am See Martin Gritsch und Maria.

Laurenz Gritsch 1723-

Hirte im Gut Königshof, heiratete 1723 Gertrude Thomanin, von Neudörfl stammend.

Adam Schindlauer 1726

Hirte in Steinbruch, ehelichte Anna Maria. Sohn Mathias starb 1726 mit einem Jahr.

Michael Pösser 1730

Hirte für Zugtiere in Kaisersteinbruch, Ehefrau Elisabeth. Sohn Caspar, 1730 geboren, Taufpate war Caspar Langbauer, Kälber-Hirte im Gut Königshof.

Gallus Gritsch 1731-

Hirte in Steinbruch, verheiratet mit Magdalena. Taufpaten für Tochter Maria, 1731 geboren, waren Thomas Koch und Gertrude aus Winden.

Elias Leiser vor 1735

Kuhhirte im Gut Königshof, verheiratet mit Barbara, von Sarasdorf. Sohn Gregor Leiser ehelichte 1735 Maria Geierin, Tochter des Michael Geier von Pachfurth und Maria, jetzt Wilfleinsdorf.

Thomas Böck 1737

Hirte in Steinbruch, verheiratet mit Maria. Bei ihren Söhnen Petrus und Georg, 1737 und 1739 geboren, waren Steinmetzmeister Simon Sasslaber und Frau Anastasia die Taufpaten.

Johann Hellendorfer 1744-1784

Schafhirte im Gut Königshof, aus Kremsmünster in Oberösterreich stammend, ledig. Er starb 1784 mit 40 Jahren.

Jacob Leister 1752-

Viehhirte, verheiratet mit Elisabeth, ab 1752 wurden ihre Kinder geboren. Tochter Anna Maria ehelichte 1777 den Maurergesellen Joseph Meidl. Ein Trauzeuge war Laurenz Pansipp, Steinmetz von hier.

Johann Spitzhütel 1775-1793

Schafhirte im Gut Königshof, Sohn des Andrea Spitzhütel, einstmals Ochsenknecht in Stixneusiedl, und Anna Maria, hinterlassene Witwe, nun in Fischamend, mi Georg Mogaschitz verheiratet. Der junge Schafhirte starb 1793 mit 18 Jahren.

Joseph Blümel 1775-

Kuhhirte in Steinbruch, verheiratet mit Frau Elisabeth. Sie starb 1805 mit 63 Jahren. Als Witwer mit 31 Jahren heiratete er im selben Jahr Catharina Edlichin, Tochter des Simon Edlich und Helena. Zeugen waren Wenceslaus Pollak und Joseph Weidbacher, beide Steinmetzgesellen in Steinbruch. Bei ihren Kindern Gregor und Barbara waren der Töpfermeister Gregor Schmalznapf und Frau Barbara die Taufpaten. Hebamme war Elisabeth Fernbacherin.

Georg Ecker 1778-1854

Hirte in Steinbruch, verheiratet mit Elisabeth Baumbüglerin. Nach ihrem Tod ehelichte der Witwer Anna Mara Kombichlerin. Bei ihren gemeinsamen Kindern, ab 1820 geboren, waren der Schmied Jacob Wachtler und Frau Rosina Paten. Er starb 1854 mit 76 Jahren, seine Witwe 1855 im selben Alter.

Johann Gegenhuber 1799

Hirte in Steinbruch, verheiratet mit Rosina Gritschin. Sohn Augustin, 1799 geboren, Taufpaten waren der Steinmetzgeselle Augustin Pollak und Frau Anna Maria.

Simon Edlich vor 1817

Hirte in Steinbruch, verheiratet mit Helena Moysin, ab 1785 wurden die Kinder geboren, Taufpaten waren der Fuhrmann Caspar Radschödl und Catharina. Gemeinsam mit dem Webermeister Leopold Illinger war er in der Kaisersteinbrucher Kirche 1798 Trauzeuge für den Fuhrmann Joseph Schiefer von Inzenhoff hinter Wiener Neustadt und der Witwe Catharina Radschödlin. Tochter Catharina heiratete 1805 den Kuhhirten Joseph Blümel.

Florian Perautka 1821-

Hirte in Kaisersteinbruch, 1821 in Neuhaus, Böhmen geboren, seine Mutter Maria Perautka. Er ehelichte Elisabeth Bauer, sie starb 1877 mit 56 Jahren. Der Witwer ehelichte 1877 Anna Spreitzenhofer, Tochter des Joseph Spreitzenhofer von Deutsch Wagram, Niederösterreich, und Theresia Bauer. Zeugen waren Anton Blemenschitz, Webermeister und Ludwig Buchinger, Steinmetz.

Johann Gegenhuber 1847-1881

Hirte in Steinbruch, verheiratet. Er starb 1881 durch einen Sturz im Steinbruch mit Gehirnerschütterung und war sofort tot. Er wurde 34 Jahre alt.

Stephan Korbélyi 1877

Viehhirte im Gut Königshof, verheiratet mit Elisabeth Hofer. Ihre Tochter Theresia Korbélyi, 1877 in Moson, Pfarre Szt. Peter getauft, arbeitete später als landwirtschaftliche Gehilfin im Gut Königshof und heiratete 1897 Stephan Hofer Kuhmelker (Schweizer) in Königshof. Er war Sohn des Stephan Hofer, Ochsenknecht und Anna Gellmann, beide Königshof. Zeugen waren Martin Ratzenberger, Oberschweizer in Königshof und Joseph Korbélyi, Taglöhner in Moson, Szt. Peter.

Mathias Weiss 1876-

Gemeinde-Hirte und Fuhrmann in Kaisersteinbruch, 1876 in Ragendorf geboren, Sohn des Jacob Weiss, Fuhrmann und Anna Schalling. Er ehelichte 1915 Maria Dietl in Kaisersteinbruch, von Sommerein, Tochter der Maria Dietl, Taglöhnerin. Zeuge war Georg Zsalacz, Taglöhner und Joseph Schneider, Steinmetz, beide von hier.

Lorenz Hirmann 1891-

Viehhirte in Kaisersteinbruch, 1891 in Weiden geboren, Bezirk Neusiedl am See, Sohn des Lorenz Hirmann, Wirtschaftsbesitzer und Fleischhauer und Frau Anna. Er ehelichte 1919 in Maria Ellend Hermine Jamkeck, geborene Lahner, 1893 in Pachfurth, Bezirk Bruck an der Leitha, Tochter des Johann Lahner, Kleinhäusler und Josefa Speckl. Sohn Josef, 1931 geboren, Taufpatin war Marie Hirmann, Hausbesitzersgattin in Margarethen am Moos. Er heiratete 1955 Erna Holzapfel in Mannersdorf.

Gänse-Verzeichnis 1927

Verzeichnis der Gänse, die auf die Hutweide (Hutweiden-Pacht zu bezahlen !) getrieben wurden: Melzer 13 Stück, Horváth 12 Stück, Koresch 3 Stück, Fischer 12 Stück, Teuschl 13 Stück, Scharmer 1 Stück, Kraus 12 Stück, Hasenöhrl 7 Stück, Brunner 7 Stück, Laditsch 13 Stück, Rongitsch 16 Stück, Amelin 6 Stück, Tippner 16 Stück, Winkler 1 Stück. Aufträge wurden zugestellt am 15. September 1927 durch Alexander Heidler, Kleinrichter.[6]

Melker, Schweizer im Gut Königshof

Melken, nicht vorne sondern hinten. Richard Henry Brock (1871-1943) for Punch in 1916-1917
Kuhmelker, als Steuerzahler-Brunnen, Bildhauer Leo Wirth, Isny im Allgäu: Alles für die Katz´ (→ links!) während der Rest „den Bach nab geht“ und in einem kleinen Bachlauf entfließt

Martin Ratzenberger 1858-1903

Oberschweizer im Gut Königshof, 1858 in Moson geboren, Sohn des Johann Ratzenberger, Oberschweizer in Petronell und Anna Metzker. Er heiratete 1893 Josepha Schindelar (vulgo Heidler) in Steinbruch im Waldbruch, hier geboren, Tochter des Johann Schindelar, Taglöhner im Waldbruch und Maria Tomschik. Zeugen waren Franz Seidenspinner, Verwalter in Königshof und Ferdinand Krukenfellner, Steinmetzmeister hier. Bei ihren Kindern, 1893-1898 geboren, waren die Taufpaten Emmerich und Anna Grössing, Wirt in Königshof. Martin Ratzenberger starb 1903 mit 45 Jahren, Tochter Maria 1953 mit 59 Jahren in Wien, Penzing.

Stephan Hofer 1867-

Kuhmelker (Schweizer) im Gut Königshof, 1867 in Moson geboren, Sohn des Stephan Hofer, Ochsenknecht in Königshof und Anna Gellmann. Er heiratete 1897 Theresia Korbélyi, landwirtschaftliche Gehilfin in Königshof, 1877 in Moson, Pfarre Szt. Peter geboren, Tochter des Stephan Korbélyi, Viehhirte und Elisabeth Hofer. Zeugen waren Martin Ratzenberger, Oberschweizer in Königshof und Joseph Korbélyi, Taglöhner in Moson, Szt. Peter. Tochter Leopoldina, 1899 geboren, Taufpatin war Juliana Hofer, Magd in Wien.

Martin Schwarzenbarth 1873-

Oberschweizer in Königshof, wohnhaft in Wilfleinsdorf, 1873 in Parndorf geboren, Sohn des Franz Schwarzenbarth, Taglöhner in Wilfleinsdorf und Maria Redl, Hausgehilfin. Er ehelichte 1900 Maria Korbélyi in Königshof, 1874 in Moson, Szt. Peter geboren, Tochter des Stephan Korbélyi, Ochsenknecht in Königshof und Elisabeth Hofer. Zeugen waren Franz Martinkovics, Bahnbediensteter in Wilfleinsdorf und Michael Tischler, Fuhrmann in Königshof. Frau Maria starb 1953 mit 78 Jahren in Wien, Liesing.

Anton Giffinger 1885-

Kuhmelker (Schweizer) im Gut Königshof, 1885 in Féltorony geboren, Sohn des Joseph Giffinger, Pferdeknecht und Elisabeth Lentsch. Er heiratete 1909 Theresia Huber, Taglöhnerin in Königshof, 1888 in Mosonszentjános (deutsch St. Johann auf dem Heideboden) geboren, Tochter des Mathias Huber, Taglöhner und Maria Liszter. Zeugen waren Thomas Rongitsch, herrschaftlicher Pferdeknecht in Königshof und Bartholomäus Decker, Taglöhner.

Johann Dúbecký 1886-

Schweizer im Gut Königshof, 1886 in Radejov, Bezirk Göding in Mähren geboren, dort zuständig, Sohn des Nikolaus Dúbecký und Rosalia Kapúrek. Er heiratete 1917 in der Pfarrkirche Gießhübl, Niederösterreich Aloisia Kiss, 1896 in Podersdorf, Bezirk Neusiedl geboren, Tochter des Sylvester Kiss und Eva Happler. 1924 starb ein Söhnchen bei der Geburt, Dr. Baltzár Géza, Arzt in Bruckneudorf vollzog die Beschauung.

Ludwig Giffinger 1886

Schweizer in Königshof, Bruder des (obigen) Anton Giffinger, 1886 in Halbturn, Bezirk Neusiedl am See geboren, Sohn des Joseph Giffinger, Wirtschafter und Elisabeth Lentsch. Er heiratete 1909 in Halbturn Rosalia Àbrahám, 1886 in Schütter bei Esterhaz, Ungarn geboren, Tochter des Josef Àbrahám, Kutscher und Katharina Ätsch. Bei Sohn Ludwig, 1925 geboren, war Paulina Àbrahám, Maschinistengattin in St. Andrä, Burgenland

Adam Kucharovic 1894-1965

Melker in Königshof im Wirtschaftsgebäude, 1894 in Borsa, Tschechoslowakei geboren, zuständig nach Zurndorf, Bezirk Neusiedl am See, Sohn des Stefan Kucharovic und Katharina Krajcovic, ehelichte 1932 Antonia Slavik von Kaisersteinbruch, in Himberg geboren, Tochter des Josef Slavik, Schweizer, und Franziska Vachuta. Zeugen waren Ferdinand Slavik, Schweizer und Emmerich Risinger, beide Königshof. Adam starb 1965 mit 70 Jahren in Eichgraben.

Sigismund Horváth 1895-

Schweizer in Königshof im Wirtschaftsgebäude, 1895 in Röjtök, Comitat Ödenburg, Ungarn geboren, zuständig nach Nickelsdorf. Sohn des Sigismund Horváth und Anna Nemeth. Heirat 1921 in Röjtök mit Anna Karácsony, 1898 in Röjtök geboren, Tochter des Franz Karácsony und Elisabeth Kovacsics. Ihre Tochter Irma, 1931 hier geboren, Taufpatin Irma Keglovics, Kutschersgattin in Königshof im Wirtschaftsgebäude. Das Mädchen wurde 1943 im Stephansdom zu Wien gefirmt.

Eduard Böröcz 1906-1943

Er war, bevor Hitler in Deutschland an die Macht kam, in Kaisersteinbruch-Königshof als Schweizer (Melker) tätig. Er war es auch, der uns (> Vinzenz Böröcz[7]) bei seinen späteren Besuchen in Breitenbrunn viel von der deutschen Arbeiterbewegung erzählte, die nach dem Machtangriff Hitlers grausam zerschlagen wurde. Je unangenehmer sich die Wirtschaftslage und Arbeitslosigkeit der damaligen Zeit auswirkte, je enger wurden die Beziehungen zwischen der Bevölkerung von Kaisersteinbruch und den Gemeinden Breitenbrunn, Winden und Jois. Er war einer der ganz wenigen aus Kaisersteinbruch, die in der Meierei Königshof, in unmittelbarer Nähe seiner Gemeinde, als Schweizer seine Beschäftigung fand, während alle anderen seiner nächsten Verwandten sich weit weg von ihrem geliebten Heimatort ein neues Zuhause suchen mussten.

  • Eduard Böröcz starb am 19. November 1943 mit 37 Jahren als Unteroffizier. Er war Inhaber des EK II und des Verwundetenabzeichens, gefallen bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten.

Josef Minarik 1912

Kuhmelker im Gut Königshof, verheiratet mit Anna. Sie waren 1912 Taufpaten für Johann Horváth, Söhnchen des Petrus Horváth, Taglöhner im Gut Königshof und Anna Halász.

Johann Leidnix 1912-

Schweizer in Königshof im Wirtschaftsgebäude, 1912 in Klein-Neusiedl, Pfarre Enzersdorf an der Fischa, Sohn des Martin Leidnix und Anna Kreuscher. Er ehelichte 1934 Maria Ertler, in Neuberg bei Güssing geboren, Tochter des Johann Ertler und Maria Radosztics, Mannswörth. Sohn Erich ehelichte 1958 Renate Schricker in Wien, Oberlaa.

Johann Vasina 1922-

Schweizer in Kaisersteinbruch, aus dem Comitat Trentschin, ehelichte Katharina Kosa. Tochter Antonia Maria, 1922 geboren, Taufpatin war Maria Heidler, Taglöhnerin in Kaisersteinbruch. Sie wurde 1936 von Kardinal Theodor Innitzer gefirmt.

Alfred Auernig 1933

Oberschweizer im Gut Königshof, er war 1933 Kommandant der Heimwehrortsgruppe Königshof.[8]

Gemeindetag am 14. Jänner 1938: Gemeindestier

Anwesend: Bürgermeister Ferdinand Amelin, Vize Johann Pelzl, Vorstandsmitglied Johann Fischer, Gemeindetagsmitglieder Leopold Huber, Rudolf Kneiss, Josef Dietrich, Josef Nakowitsch und Franz Winkler. Schriftführer, Oberamtmann Rudolf Glaser.

  • Wegen Erkrankung wurde der frühere Gemeindestier abgegeben. Wir kauften einen neuen Stier beim Ökonomen Valentin Karpf in Wilfleinsdorf. Durch den Verkauf des kranken Stieres entstand der Gemeinde ein großer Schaden, war er doch vom landwirtschaftlichen Bezirksreferent in Neusiedl am See als vollwertiger Zuchtstier angepriesen worden.
  • Das Vorstandsmitglied Johann Fischer wird als Gemeindewirtschafter bestellt, ihm unterliegt die Überwachung des Gemeinde-Hirten und die richtige Wartung des Gemeindestieres.

Seit 1962 eine Versuchs- und Prüfstation für Rinder- und Schweinefleischleistung im staatlichen Bundesgut Königshof

In den 1980er Jahren hielt man rund 750 Schweine bzw. männliche Kälber und Deckstiere. Mit einem eigens erbauten Schlachthof wurden 1970 die ersten Rinderschlachtungen durch einen Fleischhauermeister und Gesellen abgehalten. An technischen Einrichtungen für die Viehwirtschaft standen auf dem Königshof ein Kälberstall mit 120 Plätzen, ein Stiermaststall mit 234 Plätzen, ein Schweineversuchsstall für über 400 Schweine .. und ein Schlachthaus mit einer Wochenkapazität von 10 – 15 Rindern und 60 – 100 Schweinen zur Verfügung.[9]

Siehe auch:

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Archiv Stift Heiligenkreuz, Protocolle Königshof ab 1630
  2. Archiv Stift Heiligenkreuz, Protocolle der Herrschaft Königshof 1661-1680
  3. Archiv Mosonmagyaróvar, Steuerpflichtige in Kaisersteinbruch 1699/1700
  4. Archiv Stift Heiligenkreuz, Protocolle Königshof ab 1694
  5. Archiv Stift Heiligenkreuz Rubr. 49 Herrschaft Königshof: Register Nr. 1 von hierin begriffene Fleckhen, Wilfersdorf, Stainbruch, Höflein, Arbesthal, und Göttlesbrunn 1603–1714
  6. Archiv Kaisersteinbruch, Gänse-Verzeichnis 1927, Kassabuch der Hutweide.
  7. Dazu verfasste Vinzenz Böröcz einen Bericht, zu lesen in: Helmuth Furch Hrsg., Mitteilungen des Museums- und Kulturvereines Kaisersteinbruch Nr. 29 vom Oktober 1993.
  8. Neue Eisenstädter Zeitung, 6. August 1933 Gründung der Heimwehrortsgruppe Königshof
  9. Herbert Brettl: Von Albrechtsfeld bis Ziegelhof. Die Meierhöfe im Bezirk Neusiedl am See. Königshof, Nutzung. Halbturn 2009. S. 210 f.