Otto II. von Zelking

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Otto (II.) von Zelking (* im 13. oder 14. Jahrhundert; † im 14. Jahrhundert) war Adliger des Herzogtums Österreich[A 1].

Herkunft und Familie

Otto (II.) von Zelking war ein Enkel von Ludwig (I.) von Zelking.[1]

Leben

Otto (II.) von Zelking geriet 1338 als Besitzer der Feste Tulbing wegen der Vogteirechte über die Herrschaft Tulbing in einen Konflikt mit dem Benediktinerstift in Seitenstetten, das über einen Enkel von Reginbert von Hagenau-Zelking zu umfangreichen Besitzungen in Tulbing gekommen war. In diesem griffen die Herzöge von Österreich, Albrecht (II.) der Lahme und Otto der Fröhliche, als Schlichter ein. Als es 1393 wegen dieser Vogteirechte mit Benediktinerstift zu einem neuerlichen Streit kam, änderte dies aber nichts an der herzoglichen Entscheidung von 1338.[2] 1393 verkauften die Zelkinger ihre Anteile an Burg und Herrschaft Tulbing an Johann von Liechtenstein.[3]

Literatur

  • Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9[A 2]

Einzelnachweise

  1. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 325
  2. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 325f.
  3. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 327

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Österreich war aus der Markgrafschaft Österreich, die ursprünglich zum Stammesherzogtum Baiern gehört hatte und 1156 von diesem gelöst worden war, entstanden. Damals erfolgte die Erhebung der Markgrafschaft Österreich zum eigenständigen Herzogtum Österreich. Das Herzogtum umfasste ursprünglich nur das heutige Bundesland Wien und einige Teile des heutigen Bundeslandes Niederösterreich sowie drei Siedlungen im heutigen Bundeslandes Oberösterreich. Im Spätmittelalter vergrößerte sich das Herzogtum Österreich um weitere Teile der späteren Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Erst 1417 kam die Stadt Steyr mit der gleichnamigen Herrschaft, die zuvor zum Herzogtum Steier gehört hatte, endgültig zum Herzogtum Östereich. Im 15. Jahrhundert spaltete sich das damalige Herzogtum Österreich in zwei Teilherzogtümer auf: Österreich ob der Enns (heute im Wesentlichen: Oberösterreich, ohne das Innviertel) und Österreich unter der Enns (heute im Wesentlichen: Niederösterreich, ohne Pitten und Wiener Neustadt]])
  2. Publikation von Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. Dissertation, Universität Wien, 2015 digital