Otto III. von Perchtoldsdorf

Aus Regiowiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Burg Kammerstein, die angeblich von Ottos Vater erbaut und bei seinem Sturz zerstört wurde, heute

Otto III. von Perchtoldsdorf (* im 13. Jahrhundert; † vermutlich im 13. Jahrhundert, nach 1295/96), auch Otto von Kammerstein, war Kämmerer des Herzogtums Österreich.

Herkunft

Über die Herkunft und die Familienverhältnisse von Otto (III.) von Kammerstein gibt es kaum gesicherte Fakten. Die Burg von Perchtoldsdorf, nach der sich seine Familie benannte, soll unter Herzog Friedrich (II.) "dem Streitbaren" als Folge eines Aufstandes, als sie im Besitz eines Ottos (I.) von Perchtoldsdorf war, zerstört worden sein. Wenige Jahre später soll ein weiterer Otto (II.) von Perchtoldsdorf (beigesetzt im Stift Lilienfeld) die Gunst des Herzogs wiedererlangt haben. Dieser Otto ließ um um 1240/50 die Burg Kammerstein erbauen. Otto (III.) von Perchtoldsdorf, der sich auch nach der Burg Kammerstein benannte, gilt als dessen Sohn. Mit ihm dürfte die Familie ausgestorben sein.[1]

Leben

Otto (III.) von Perchtoldsdorf war Kämmerer des Herzogtums Österreich und gehörte zu jenen Landherren, welche die Stiftung des Dominikanerklosters zu Tulln durch König Rudolf I. beurkundeten.[2] Im Oktober 1284 verzichtete zugunsten von Herzog Albrecht (I.) auf jene seiner Lehen, welche ihm dessen Vater als Reichslehen bestätigt hatte. Die genauen Umstände für diesen Verzicht sind bisher nicht geklärt. In der Geschichtsforschung wird inzwischen ein Zusammenhang mit der Zerstörung von Ottos Burg Kammerstein für möglich gehalten, worüber aber nur die "Chronica Austriae" von Thomas Ebendorfer († 1464) berichtet. Hier ist die Zerstörung der Burg die Folge eines Adelsaufstandes gegen Herzog Albrecht und findet erst 1295/96 statt.[3]

Historistische Quelle

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vgl. Ruine Kammerstein, Burgenkunde.DE, abgerufen am 8. August 2021
  2. vgl. Brigitte Rigele: Die Maissauer. Landherren im Schatten der Kuenringer. (Ungedruckte) Dissertation, Universität Wien, 1990. S. 58
  3. vgl. Brigitte Rigele: Die Maissauer. Landherren im Schatten der Kuenringer. (Ungedruckte) Dissertation, Universität Wien, 1990. S. 179, mit Fußnote 138