Otto Wolfsauer

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Die Burg Klöch im Jahr 1681, Quelle: Topographia Ducatus Stiriae von Georg Matthäus Vischer (1628–1696).
Otto Wolfsauer gilt als Erbauer dieser Burg.

Otto Wolfsauer (* im 14. Jahrhundert; † im 14. Jahrhundert, vor / um 1375), auch Otto von Wolfsau, war ein Adliger des Herzogtums Steier. Er gilt als Erbauer der Burg Klöch.

Herkunft und Familie

Otto Wolfsauer war Angehöriger einer im Herzogtum Steier reich begüterten Adelsfamilie.[1] Die Wolfsauer waren ursprünglich Dienstleute des Erzbistums Salzburg und als solche auf dem Auhof, einem Sitz östlich von Ragnitz bei Wildon ansässig, nachdem sie sich benannten. Sie erwarben Lehensbesitz und Pfandschaften des Erzbistums Salzburg und des Herzogtums Steier, darunter die Herrschaften Wildon und Klöch, und leisteten Hofdienste.[2]

Otto Wolfsauer war mit einer Frau namens Gertrude († nach 1375) verheiratet, die nach seinem Tod eine Stiftung tätigte.[3]. Zu seinen Nachfahren zählen Sigmund Wolfsauer und Christoff Wolfsauer (beide 15. Jahrhundert), welche die beiden "Wolfsauer Fehden" (eine gegen das Erzstift Salzburg, die andere gegen Kaiser Friedrich III.) führten.

Leben

Otto Wolfsauer gilt als Erbauer der Burg Klöch (heute Teil der gleichnamigen Gemeinde).[4] Es gibt Theorien, wonach er die Burg mit der dazugehörigen Herrschaft ursprünglich als "freies Eigen" besaß, eher oder seine Erben sie an die Herzöge von Österreich (Habsburger) gaben und danach von ihnen als Lehen zurückerhielten. Belegt ist im Jahr 1365 die Belehnung von Friedrich Wolfsauer von Herzog Rudolf (IV.) "dem Stifter" mit einem Teil der Burg Klöch, wobei diese erstmals urkundlich genannt ist.[4] Um 1375 gerieten die Wolfsauer offensichtlich in wirtschaftliche Schwierigkeiten, in der Folge gelangte die Herrschaft Klöch an die Truchsesse von Emmerberg.

Einzelnachweise

  1. vgl. Geschichte, Winkler-Hermaden.AT, abgerufen am 1. Februar 2020
  2. vgl. Gerhard Pferschy: Ein Überfall auf Fürstenfeld 1441, 2010, S. 101
  3. vgl. Karl Schmutz (Hrsg.): Historisch-topographisches Lexicon von Steyermark. Verlag Kienreich, Graz, 1822. Bd. 3, S. 330
  4. 4,0 4,1 vgl. Kloech, Wehrbauten.AT, abgerufen am 3. Mai 2020