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Rudolf Angerfelder

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Rudolf Angerfelder (* um 1365, in Großmugl, heute Bezirk Korneuburg; † nach dem 25. August 1419, in Wien[1]) war Bürgermeister der Stadt Wien. Er gilt als der Letzte aus dem Kreis der Wiener Erbbürger, der es in dieses Amt brachte[1].

Herkunft und Familie

Rudolf Angerfelder entstammte einer Familie, die zwischen 1380 und 1470 mit verschiedenen Mitgliedern in Wien nachgewiesen ist.[1] Sein Wappen trägt Schild und Flug, die zweimal gespalten und geteilt sind.[1]

Rudolf Angerfelder war zweimal verheiratet,
∞ in erster Ehe mit Anna, der Witwe[2] von Michael Fink († 1393)[1],
∞ in zweiter Ehe mit Agnes Geukramer (urkundlich belegt 1400-1423), die sich nach seinem Tod mit dem Goldschmied Leupold Weiler († um 1427/28), einem anderen Wiener Ratsherr, der 1421, 1424 und 1425 auch als Grundbuchsverweser belegt ist[3], verheiratete[1]. Ihr Vater Michael Geukramer war 1386 bis 1395 ebenfalls Bürgermeister von Wien[4].

Aufstieg

Rudolf Angerfelder war vor / um 1392 ein Diener des Ratsherrn[5] Michael Fink, dessen Witwe er wenig später heiratete. Diese hinterließ ihm einen Hof mit Weingarten in Grinzing. Angerfelder war Kaufmann und wohnte 1391-1393 am Bauernmarkt 5 und 1398-1419 in der Rotenturmstraße 4[5]. Dieses Haus war zuvor im Besitz von Michael Fink gewesen.</ref>. Er war im Besitz von Häusern in der damaligen Münzerstraße (Bauernmarkt) und am Lichtensteg, außerdem gehörte ihm ein Hof mit Äckern, Wiesen, Gärten und Weingärten in der Vorstadt Wieden auf dem Areal der späteren Favorita (heute: Theresianum), ein Weingarten im Kaswassergraben und eine Wechselbank auf der Brandstatt gegenüber dem Stephansfreithof.[1]

Politische Laufbahn

Seit 1396 ist er in städtischen Funktionen in Wien nachgewiesen: zunächst als Ratsherr (mehrmals zwischen 1396 und 1408), als Grundbuchsverweser (1395/96) und als Münzmeister (1413-1419). Vom 23. November 1405 - 10. September 1406 und 8. Juni 1411[6] - 25. August 1419 war er Bürgermeister der Stadt Wien.[1]

Angerfelder wurde mehrmals Opfer seiner politischen Tätigkeit, so wurde er 1399 von dem mit der Stadt Wien in Fehde liegenden "böhmischen Raubritter" Pott von Skall gefangengesetzt und gehörte 1408 zu den Opfern des Überfalls in Gablitz auf die "Parteigänger" von Herzog Leopold (IV.) dem Stolzen) durch Hans Laun von Grünau. Wenig später war er als "Parteigänger" von Herzog Ernst (I.) dem Eisernen bzw. als Albertiner[A 1] in die Verhaftung und Hinrichtung des Bürgermeisters Konrad Vorlauf verwickelt und wurde von Herzog Leopold (IV.) in Haft genommen, aus der er erst nach der Zahlung eines enormen Lösegeldes entlassen wurde[7]. Erst nach dem Regierungsantritt von Herzog Albrecht V. erlangte er wieder politischen Einfluss. In seine Amtszeit als Bürgermeister und Münzmeister fällt die Bestätigung der Wiener Stadtrechte durch diesen (25. Juli 1412).[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Angerfelder Rudolf. In: Historisches Lexikon Wien. Band 1, Kremayr & Scheriau, Wien 1992, ISBN 3-218-00543-4, S. 106.
  2. vgl. Rotenturmstraße 4, WienWiki.At, eingesehen am 29. Oktober 2017. Hier wird Michael Fink als Vater von Anna bezeichnet.
  3. vgl. Leupold Weiler, WienWiki.At, eingesehen am 29. Oktober 2017
  4. vgl. Stadt Wien, Wiener Bürgermeister - Lebensdaten, eingesehen am 2. November 2017
  5. 5,0 5,1 vgl. Rotenturmstraße 4, WienWiki.At, eingesehen am 29. Oktober 2017
  6. Offiziell trat er seine zweite Amtszeit mit 13. Oktober 1411 an, vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Albrecht V. (Österreich). In: Historisches Lexikon Wien. Band 1, Kremayr & Scheriau, Wien 1992, ISBN 3-218-00543-4, S. 43.
  7. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 115

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