Sensengewerkschaft Kleinglödnitz

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Die Sensengewerkschaft Kleinglödnitz, auch Spitzer-Betrieb genannt, war eine Sensenfabrik, die bis zum Ersten Weltkrieg in Betrieb war. Sie gilt als die bedeutendste Sensenfabrik des Gurktal.

Die Sensenfabrik

Die Sensengewerkschaft Kleinglödnitz befand sich in Kleinglödnitz (heute Teil der Gemeinde Glödnitz[A 1]). Sie erlebte ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert, als sie sich im Besitz von Johann Spitzer und seinem Sohn Max Spitzer befand.[1]

Geschichte

Das Unternehmen dürfte aus einer Mühle hervorgegangen sein. Diese befand sich zusammen mit einer Säge und einem Hammerwerk in Kleinglödnitz an jener Stelle, wo damals der Glödnitz-Bach in die Gurk mündete. Im Mai 1607 wurden diese Unternehmen von Melchior Ettinger erworben. Sie verblieben fast 200 Jahre im Besitz seiner Familie. Das Unternehmen bildete im 17. Jahrhundert gemeinsam mit dem Poitschacher und fünf Himmelberger Sensenproduzenten die Himmelberger Sensenschmiedezunft, die im Juli 1700 von Kaiser Leopold I. ein Zunftprivileg zum Schutz des Gewerbes auf dem Land und zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen erhielt.[2]

1804 tauschte Johann Ettinger, ein Nachfahre von Melchior Ettinger, die Unternehmung gegen drei im Gebiet des heutigen Glödnitz gelegene Höfe, darunter den Amthof. So gelangte sie in den Besitz von Peter Mayerhofer (dem Älteren). Nach dessen Tod erbte sie dessen gleichnamiger Sohn. Unter ihm dürfte es zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten gekommen sein, weswegen er das Sensenwerk mit den dazugehörigen Gütern 1854 an Johann Spitzer verkaufte (Eintrag ins Grundbuch am 9. Februar 1855). Peter Mayerhofer (der Jüngere) war danach im Sensenwerk Zeilinger in Liebenfels beschäftigt.[2]

Unter Johann Spitzer und seinem Sohn Max galt die Unternehmung als wichtigste und größte Sensenfabrik des Gurktals. Unter Max Spitzer entwickelte sie sich durch die Errichtung weiterer Betriebe wie Sägewerke und eine Mautmühle zu einem Industriebetrieb. 1918 wurde die Sensenerzeugung eingestellt..[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 58f.
  2. 2,0 2,1 vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 58

Anmerkungen

  1. Kleinglödnitz ist heute Teil der Gemeinden Glödnitz und Weitensfeld