Sigismund von Neuberg

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Das Stift Neuberg an der Mürz, dem Abt Sigismund vorstand, heute

Sigismund von Neuberg (* im 14. Jahrhundert; † im 15. Jahrhundert, um 1428)[A 1] war der siebte Abt des Zisterzienserstiftes Neuberg an der Mürz. Im Verzeichnis der Neuberger Äbte von Bruder Heinrich Schäbel wird er als der "zweite Gründer" und "Reparator" des Klosters Neuberg bezeichnet[1] .

Herkunft und Familie

Über die Herkunft von Abt Sigismund von Neuberg ist nicht viel bekannt. Nach den Angaben von Heinrich Schäbel führte er ursprünglich den Beinamen "Ortus" beziehungsweise Gärtner und stammte aus Krieglach.[1]

Leben

Nach dem Tod des Abtes Christian von Neuberg wurde Sigismund 1418 zu dessen Nachfolger gewählt. In seiner Amtszeit wurden die meisten der heute noch erhaltenen gotischen Teile der Klosteranlage errichtet.[1] Mit dem Bau der Klostermauer wurde die Errichtung des Stiftes nach fast 100 Jahren zu einem gewissen Ende gebracht.[2] Zudem gelang es ihm wesentlichen Besitz, der dem Kloster seit seiner Gründung geschenkt oder von dessen bisherigen Äbten gekauft worden war, für dieses zu sichern.[1] Auch die Anzahl der Klostereintritt verzeichnet erstmals einen leichten Anstieg. Unter den damals neu ins Kloster eingetretenen Brüdern, deren Namen überliefert sind, findet sich August Gerstner aus Ebenfurt, der 1453-1469 Abt des Stiftes Neuberg wurde. Mit Abt Sigismund begann eine Blütezeit für das Kloster Neuberg, unter seinen Nachfolgern konnte endlich der Bau der noch immer unvollendeten Stiftskirche fortgeführt und schließlich beendet werden.[2]

Literatur

  • Othmar Pickl: Zur älteren Geschichte des Klosters Neuberg. In: Zeitschrift des historischen Vereins für die Steiermark 46, 1955, S. 125-149 digital

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 vgl. Othmar Pickl: Zur älteren Geschichte des Klosters Neuberg, 1955, S. 145
  2. 2,0 2,1 vgl. Othmar Pickl: Zur älteren Geschichte des Klosters Neuberg, 1955, S. 146

Anmerkungen

  1. Geburts- und Sterbedaten, vgl. Othmar Pickl: Zur älteren Geschichte des Klosters Neuberg, 1955, S. 145