Spital für Krebsforschung

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Das Spital für Krebsforschung ist ein nicht verwirklichtes Projekt des Architekten Otto Wagner für die 1910 gegründete k.k. Gesellschaft für Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit. Der offizielle Name sollte „Kaiser Franz Josephs Stiftungslazarett“ lauten.

Das Kuratorium der Mittermayer-Stiftung beschloss am 14. Juni 1914, Otto Wagner – dessen Frau Louise 1915 an Krebs verstarb - mit der Ausführung des Baues zu betrauen, was am 24. Juli auch offiziell geschah. Wegen des unterdessen ausgebrochenen Ersten Weltkriegs wurde 1915 der Baubeginn des fertig geplanten Bauwerks aufgeschoben. 1916 wurden die Pläne für die Seitentrakte so überarbeitet, dass Platz für mehr Betten vorhanden gewesen wäre.

Als Bauplatz war das Gelände der ehemaligen Niederösterreichischen Landesirrenanstalt am inneren Währinger Gürtel vorgesehen, wo sich heute der Neubau des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien befindet. Damit wäre ein räumliches Naheverhältnis zu den im Allgemeinen Krankenhaus befindlichen Universitätskliniken gegeben gewesen.

Otto Wagner hatte für das Spital für Krebsforschung eine Hauptfassade mit Elementen des Neoklassizismus und sehr flachem Ehrenhof vorgesehen. Wagners Ziel war es, jedem Kranken, der das Spital betrat, das Gefühl zu vermitteln, hier wieder gesund zu werden.

1918 bot der Sohn von Otto Wagner an, den Bau entsprechend der von seinem Vater erstellten Pläne auszuführen. Das Ende der Donaumonarchie im gleichen Jahr bedeutete gleichzeitig aber auch das Ende des privat finanzierten Bauprojekts.

Literatur

  • Das Ungebaute Wien, Projekte für die Metropole 1800–2000 Katalog Historisches Museum der Stadt Wien, Wien 1999