Sportklub Hertha

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Die Eishockeysektion des Sportklub Hertha (Hertha) war Teil des Sportvereins aus dem XX. Wiener Bezirk Favoriten.

Geschichte

  • Die Eishockeysektion wurde 1925 ins Leben gerufen. Initiator der Gründung war das Vereinsmitglied Hans Fehns, der im Mai 1928 verstarb. Im November 1925 wurde die Eishockeysektion provisorisch als Mitglied in den österreichischen Eishockeyverband (OeEHV) aufgenommen.[1] Die endgültige Aufnahme erfolgte in der Verbandsversammlung am 8. April 1926. Als Anschrift wurde Wien, 10. Bezirk, Quellenstr. 24a, angegeben.
  • 11. Jänner 1929:Eklat beim Spiel WAC gegen Hertha

Beim Meisterschaftsspiel WAC gegen Hertha kommt es zu einer Körperverletzung eines WAC-Spielers durch einen Herthaspieler. Dieses ist der Anfang vom Ende von Hertha. Hertha tritt nicht mehr zu Eishockeyspielen an. Die von der Struma ausgesprochene Strafe gegen den Spieler wird abgelehnt (siehe auch Berichte unter Saison 1928/29).

  • 06. Februar 1929: Der Verein teilt dem Verband mit, dass die Eishockeysektion bestehen bleibt und man auch Mitglieder des OeEHV bleiben wird. Meisterschaftsspiele brauchen nicht mehr durchgeführt werden.
  • Februar 1929: Hertha teilt dem Verband mit, dass der Sportbetrieb einstellt eingestellt wird.[2]
  • Dezember 1929: Hertha teilt der Verband mit, dass man rückwirkend mit dem 31. März 1929 aus dem Verband ausscheidet.[3]
  • 12. April 1930: In der Verbandsversammlung wird im Jahresbericht das Ausscheiden von Hertha bekannt gegeben.


  • Vereinsdress:
  • Eisplatz:


  • Eishockeyspiele: Bisher wurden 39 nationale Spiele erfasst.

Eishockey

Saison 1925/26

Datum Spielort Vereine Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
11. Dezember 1925 Wien, Hertha - ÖLehrer 1:4
13. Dezember 1925 Wien, Rag-Platz Hertha - FAC M 4:4(2-1,2-3) s.u.
20. Dezember 1925 Wien, Hertha-Platz Hertha komb. - Währing F 0:11(0-6,0-5) s.u.
20. Dezember 1925 Wien, Rag-Platz Hertha - FAC M 4:0(4-0,0-0) s.u.
20. Dezember 1925 Wien, Rag-Platz Hertha - FAC F 1:2(0-2,1-0) s.u.
17. Jänner 1926 Wien, Hertha II - WAC II F 1:8
17. Jänner 1926 Wien, Hertha-Platz Hertha - VfB M 0:7(3-0,4-0) s.u.
20. Jänner 1926 Stockerau Hertha - Stockerau M 0:4( ) s.u.
24. Jänner 1926 Wien, Hertha-Platz Hertha - WAC F 0:4(0-2,0-2) s.u

Spiel 13. Dezember 1925 FAC - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter: Weinberger
  • Das Spiel zwischen dem FAC und Hertha endete mit 4:4(2-1,2-3) Toren unentschieden. Das Eis war von keiner besonderen Qualität. Ing. Ball erzielte alle 4 Tore des FAC. Auf Seiten von Herha trafen Lehner und Urban jeder zweimal. Nach Abschluß der normalen Spielzeit stand es unentschieden. Da die Meisterschaft nach den Cup-Regeln ausgetragen wird, hätte eine Verlängerung erfolgen müssen. Der Platz war aber zwischenzeitlich so aufgeweicht, dass Schiedsrichter Weinberger das Spiel abbrach. Die Fortsetzung wird neu angesetzt.



Spiel 20. Dezember 1925 Floridsdorfer AC - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter: Weinberger
  • Die Verlängerung des Spieles vom 13. Dezember 1925, welches wegen schlechtem Eis abgebrochen werden mußte, wurde mit 2 x 10 Minuten gespielt. Die Hertha gewann diese Verlängerung mit 0:4(0-4,0-0) Toren. Damit lautet das Gesamtergebnis 4:8(2-1,2-3,0-4,0-0). Hertha spielte sehr stark und konnte bereits in den ersten Minuten der ersten Halbzeit durch Lehner (2) und Liefner (2) die Tore erzielen.


20. Dezember 1925 Floridsdorfer AC - Hertha

  • Schiedsrichter: Weinberger
  • Das Freundschaftsspiel zwischen dem FAC und Hertha fand im Anschluß an das Meisterschaftsspiel statt. Der FAC siegte 2:1(2-0,0-1). Die Tore des FAC schossen Ing. Ball und Hauptmann Tolar. Für Hertha traf Karassy.


20. Dezember 1925 Hertha komb. - Währing

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger, Pötzleinsdorfer Sport Klub
  • Das Freundschaftsspiel zwischen der kombinierten Mannschaft von Hertha gegen Währing endete 0:11(0-6,0-5). An den Toren beteiligte sich die gesamte Mannschaft von Währing.


Spiel 17. Jänner 1926 VfB - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter: Schaffer
  • Das Meisterschaftsspiel von VfB und Hertha endete mit 7:0(3-0,4-0) Toren. Die Treffer des VfB erzielten Sommer (2), Wildam (2), Winter, Lichtneckert und Triy.


Spiel 20. Jänner 1926 Stockerau - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Stockerau und Hertha endete 4:0( ). Die Torschützen für Stockerau waren Sandhofer (2), Doppler und Müller.


Spiel 24. Jänner 1926 Hertha - WAC

  • Schiedsrichter: Zwillinger
  • Das Freundschaftsspiel zwischen Hertha und dem WAC endete 0:4(0-2,0-2). Die Torschützen für den WAC waren Kundergraber (2), Schenner und Rödl. Die Spieler von Hertha gefielen nicht, da sie eine harte Gangart vorlegten. Kundergraber hat sich zum besten Torschützen des WAC entwickelt. Schenner und Rödl gefielen besonders gut.



Saison 1926/27

Datum Spielort Vereine Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
26. Dezember 1926 Wien, Hertha-Platz Hertha - VfB F 1:3(0-2,1-1) s.u.
26. Dezember 1926 Wien, Hertha-Platz Hertha - Währinger Jugendsp.Verein F 3:1(2-0,1-1) s.u.
07. Jänner 1927 Wien, Engelmann-Platz Hertha - PSK II M 1:3
06. Februar 1927 Klagenfurt Hertha - KAC F 1:4(0-2,0-2) s.u.
06. Februar 1927 Klagenfurt Hertha - KAC F 0:1(0-0,0-1) s.u.
25. Februar 1927 Wien, Hertha-Platz Hertha - Stockerau M 0:6 s.u.
03. März 1927 Wien, Hertha - CEV II M 0:1



Spiel 26. Dezember 1926 VfB - Hertha

  • Schiedsrichter: Schaffer
  • Team VfB: Tor: Massarek, Verteidigung: Herzl, Sommer, Sturm: Drdly, Poldi Wildam, Lichtenecker, Ersatz: Ing. Ball, Gustav Wildam,
  • Das Freundschaftsspiel zwischen dem VfB und Hertha endete mit 3:1(2-0,1-1) Toren. Die Torschützen für den VfB waren Poldi Wildam und Sommer. Für Hertha traf Pommasl.



Spiel 26. Dezember 1926 Hertha - Währinger Jugendsp.Verein

  • Schiedsrichter:
  • Das Freundschaftsspiel zwischen Hertha und den Währinger Jugendspiel Verein endete mit 3:1(2-0,1-1) Toren. Die Torschützen für Hertha waren Kreisl (2) und Pommasl. Für die Währinger traf Balza.



06. Februar 1927 Hertha - KAC

  • Schiedsrichter: Socher
  • Team KAC: Tor: Mellitzer, Verteidigung: Reinhold Egger, Eggenberger, Sturm: Rittmeister Jovanovic, Botec, Professer Pfeiffer, Ersatz: Pista Hitz(Schweizer)
  • Team Hertha: Tor: Wollner, Verteidiger: Roth, Pomasel, Sturm: Liefner, Lehner, Mojzischek, Ersatz: Kavassy, Reisebegleiter Hans Febus.
  • Das Spiel in Klagenfurt am Vormittag zwischen Hertha und dem KAC endete 1:4(0-2,0-2). In der 8. Minute kann Rittmeister Javonovic die Scheibe an Botez weitergeben, der sie halbhoch ins Tor der Wiener Gäste zum 0:1 bringt. In der 15. Minute erhält Rittmeister Javonovic eine schöne Vorlage vom Rechtsaußen Hitz und kann das 0:2 einschießen. Torwart Wollner muss noch eine ganze Anzahl scharfer Schüsse halten, während Mellitzer im KAC-Tor dagegen weniger zu tun hatte. In der zweiten Hälfte kann Botec zwei weitere Treffer kurz hinter einander im Hertha-Tor versenken. Vorausgegangen waren jeweils schöne Kombinationen des KAC. Kurz vor Ende der Teilzeit konnten dann die Wiener ihren Ehrentreffer zum 1:4 erzielen.



06. Februar 1927 Hertha - KAC

  • Schiedsrichter: Socher
  • Team KAC: Tor: Mellitzer, Verteidigung: Reinhold Egger, Eggenberger, Sturm: Rittmeister Jovanovic, Botec, Professer Pfeiffer, Pista Hitz(Schweizer)
  • Team Hertha: Tor: Wollner, Verteidiger: Roth, Pomasel, Sturm: Liefner, Lehner, Mojzischek, Ersatz: Kavassy, Reisebegleiter Hans Febus.
  • Das zweite Spiel in Klagenfurt am Nachmittag endete zwischen Hertha und KAC 0:1(0-0,0-1) Toren. In diesem Spiel verlegten sich die Wiener überwiegend auf die Verteidigung ihres Tores. Der beste Spieler der Hertha war der Tormann Wollner. Der KAC griff immer wieder an, konnte die Verteidigung der Wiener jedoch nicht überwinden. Als die Wiener dann doch angriffen, konnten Egger und Eggenberger dieses unterbinden. Keine von beiden Mannschaften konnte ein Tor erzielen. In der zweiten Hälfte ist es fast ein Spiel auf das Wiener Tor. Die Hintermannschaft der Wiener ist aber so gut, dass es so aussieht, als wenn kein Tor mehr fallen würde. In der 15. Minute erhält dann Botec die Scheibe und kann den Siegestreffer bei Hertha einschießen. Eggenberger war auf Seiten des KAC der beste Spieler. Botec und Reinhold Egger zeigten gute Leistungen.
Um 15.30 tritt Hertha seine Rückreise nach Wien an.



Spiel 25. Februar 1927 Stockerau - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Stockerau und Hertha fand nicht statt. So blieb die Vorbeglaubigung für das nicht ausgeführte Spiel vom 21. Februar 1927 mit 6:0 und 2 Punkten für Stockerau bestehen.[4]

Saison 1927/28

Datum Spielort Vereine Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
18. Dezember 1927 Wien, Hertha - PSK II F 2:0
25. Dezember 1927 Mariazell Hertha - EV St. Pölten 1:2(1-0,0-1,0-1) 200 s.u.
26. Dezember 1927 Mariazell Hertha - EV St. Pölten 1:1(0-0,0-0,1-1) 200 s.u.
01. Jänner 1928 Wien, Hertha - Währing kom 1:9(0-6,1-2,0-1) s.u.
01. Jänner 1928 Wien, Hertha-Platz Hertha - WBC M 5:1(2-1,1-0,2-0) s.u.
30. Jänner 1928 Wien, Hertha - PSK kom 1:5(0-1,1-3,0-1) s.u.
24. Februar 1928 Wien, WEV-Platz Hertha - Währing M 2:3(1-2,0-1,1-0) s.u.
27. Februar 1928 Wien, WEV-Platz Hertha - FAC M 3:1
29. Februar 1928 Wien, WEV-Platz Hertha - WHV M 6:1( ) s.u.


Spiel 25. Dezember 1927 EV St. Pölten - Hertha

  • Schiedsrichter: Ing. Edgar Dietrichstein
  • Das Freundschaftsspiel in Mariazell zwischen dem EV St. Pölten und Hertha endete 2:1(0-1,1-0,1-0). 200 Zuschauer sehen das Propagandaspiel, welches durch den Provinzbeauftragten Hans Weinberger vermittelt worden war, um das Eishockeyspiel in Mariazell zu stärken. Mariazell hatte seit einigen Wochen eine eigene Eishockeymannschaft aufgebaut. Die Eisverhältnisse waren nicht besonders gut und der Platz zu schmal.

Spiel 26. Dezember 1927 EV St. Pölten - Hertha

  • Schiedsrichter: Ing. Edgar Dietrichstein
  • Das Freundschaftspiel am zweiten Weihnachtstag in Mariazell endete 1:1 (0-0,0-0,1-1) vor 200 Zuschauern. Die ersten beiden Drittel blieben torlos. Im letzten Drittel konnten die St. Pöltener durch Balak dann mit einem flachen, aber auch haltbaren Schuss des linken Flügels, das 1:0 einschießen. Lehner von der Hertha machte danach den Ausgleichstreffer für Hertha. Da es herrlichen Sonnenschein gab, waren die Eisverhältnisse noch schlechter geworden.


Spiel 01. Jänner 1928 Hertha - WBC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Hertha und WBC endete mit 5:1(2-1,1-0,2-0). Die Torschützen für Hertha waren Liefner (2), Roth, Lehner und Moizischek. Das Tor für den WBC war ein Eigentor von Hertha.


Spiel 01. Jänner 1928 Währinger Jugendspiel-Verein kom.- Hertha

  • Schiedsrichter: Oerdögh, PSK
  • Das Freundschaftsspiel zwischen Währing komb. und Hertha endete 9:1(6-0,2-1,1-0). Die Tore für Währing schossen Geita (6), Brandl (3) und Weißmann. Für die Hertha war Olechofsky erfolgreich.

Spiel 30. Jänner 1928 PSK komb. - Hertha

  • Schiedsrichter: Willy Moser,
  • Das Spiel zwischen dem PSK kombiniert und Hertha gewann der PSK mit 5:1(1-0,3-1,1-0) Toren. Die Treffer für den PSK schossen Ernst Schmucker (2), Louis Goldschmied, Kurt Stuchly und F. Chlada.


Spiel 24. Februar 1928 Währinger Jugendspiel-Verein - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter: Architekt Gröbsch
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Währing und Hertha endete mit 3:2(2-1,1-0,0-1) Toren. Die Schützen für Währing waren Karl Kirchberger (2) und Witzmann. Für Hertha waren Lehner und Roth erfolgreich.


Spiel 29. Februar 1928 Hertha - WHV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Architekt Gröbsch
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Hertha und WHV endete mit 6:1( ). Die Torschützen für Hertha waren Molzisch (4) und Lüfftner (2). Den Treffer des WHV erzielte Käsbauer. Durch diesen Sieg wird Hertha in der nächsten Saison in der 1. Klasse der Meisterschaft spielen.


Saison 1928/29

  • 24. Jänner 1929: Walter Rauschert wechselt
Der Spieler Walter Rauschert hat seinen Austritt bei Hertha erklärt und wechselt zu Allround. Er darf in dieser Saison aber nur mehr an Freundschaftsspielen teilnehmen, da er bei Hertha in der Meisterschaft mitgespielt hat.
  • 30. Jänner 1929: Warum Hertha nicht antrat!
Da Hertha mit einer Entscheidung des Österreichischen Eishockeyverbandes (OeEHV) nicht einverstanden ist, trat die Mannschaft am gestrigen Tag nicht zum Spiel gegen den VfB in der Meisterschaft an. Der Spieler Liefner hatte in dem Spiel am 11. Jänner 1929 zwischen Hertha und dem WAC nach einem Foul von Oppenheimer Selbstjustiz auf dem Eisplatz geübt (siehe auch Bericht zum Spiel). Liefner war über den Platz gelaufen und hatte Oppenheimer mit dem Schläger in den Rücken geschlagen. Hierfür wurde er vom Schiedsrichter vom Spiel ausgeschlossen. Die Mannschaft von Hertha verließ aber komplett die Eisbahn. Die Struma des Verbandes hatte Liefner nun für 14 Tage vom Spielbetrieb disqualifiziert. Hiermit ist der Sportklub Hertha nicht einverstanden. Um dieses auch zu demonstrieren trat man zum gestrigen Meisterschaftsspiel nicht an. Man droht sogar, den Verband zu verlassen und zum AskÖ überzutreten, wenn der Schuldspruch der Struma nicht zurück genommen wird. Es gibt Gerüchte, nach denen der Austritt aus dem Verband und der Eintritt in die neue Organisation bereits stattgefunden habe.[5]
  • 02. Februar 1929: Der Verband Askö erklärt, das der :Sportklub Hertha dem Verband nicht beigetreten ist. Hertha hat zwischenzeitlich erklärt, dass ein Beitritt zum Askö nicht vorgesehen ist.
  • 06. Februar 1929: Hertha-Spieler beim Askö
Hertha hatte dementiert, dem Askö beigetreten zu sein. Bereits am vergangenen Sonntag waren jedoch die Spieler von Hertha beim Eishockeyspiel der Straßenbahner aktiv. Somit müssen zumindest diese beim Askö eingetreten sein. Hertha erklärte auf Nachfrage, dass man die Eishockeysektion behalten werde und Mitglied im Österreichischen Eishockeyverband (OeEHV) bleibe.
  • 14. Februar 1929: Lebenslange Sperren für Hertha-Spieler von Hertha?
Der Verband hat in seiner heutigen Vorstandssitzung einen wichtigen Beschluss gefasst. In letzter Zeit hat es durch Hertha einige Spielerübertritte zum Askö gegeben. Dem jetzt gefaßten Beschluss war eine längere Debatte vorausgegangen.
1. Spieler, die sich bei einer dem Österreichischen Eishockeyverband oder einer ihm nicht unterstehenden Korporation betätigen, ohne sich vorher bei ihrem Verein abzumelden, werden auf unbestimmte Zeit disqualifiziert.
2. Spielt ein Spielere bei einer solchen Korporation während eine über ihn vom Österreichischen Eishockeyverband verhängte Strafe läuft, ist er auf Lebenszeit disqualifiziert.
Auf Lebenszeit ist eine harte Strafe. Es ist aber verständlich, dass der OeEHV sich von Spielern, die sich der verhängten Strafe entziehen wollen, endgültig trennt.


  • 26. Februar 1929: Wo ist Herthas Eishockey-Ausstattung?

Man geht davon aus, dass der Übertritt verschiedener Hertha-Spieler zum Askö noch einige Folgen nach sich ziehen wird. Erst jetzt wurde festgestellt, dass die gewechselten Spieler ihre persönlichen Ausrüstungsgegenstände, die Eigentum von Hertha sind, beim Wechsel mitgenommen haben. Auch ein höherer Geldbetrag, den die Spieler für Hertha bekamen, ist nicht beim Verein angekommen. Hertha wird mit allen Mitteln versuchen, sein Eigentum zurück zu erhalten.[6]

Nationale Spiele

Datum Spielort Vereine Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
24. November 1928 Wien, Engelmann-Platz Hertha - PSK 0:21(0-5,0-7,0-9) s.u.
28. November 1928 Wien, WEV-Platz Hertha - WEV II 3:2
02. Dezember 1928 Mödling Hertha - Mödling 4:0(1-0,1-0,2-0) 300 s.u.
11. Dezember 1928 Wien, WEV-Platz Hertha - CEV M 1:8(0-8,1-0,0-0) s.u.
19. Dezember 1928 Wien, WEV-Platz Hertha II - Fair M 1:1 lt. Verband ohnePunkte
13. Dezember 1928 Wien, WEV-Platz Hertha II - Währing II 1:4(1-1,0-1,0-2) ) s.u.
23. Dezember 1928 Semmering Hertha - ÖWSC F 1:11(0-2,2,1-2,0-7) s.u.
06. Jänner 1929 Wien, Hertha-Platz Hertha - WBC F 1:2(1-1,0-1,0-0) s.u.
06. Jänner 1929 Wien, Hertha-Platz Hertha - EHC Währing 2:2(0-0,0-1,1-2) s.u.
11. Jänner 1929 Wien, WEV-Platz Hertha - WAC M 0:5 Abbr. s.u.
13. Jänner 1929 Wien, Hertha-Platz Hertha - WEV II 2:4(1-1,0-1,0-2) s.u.
29. Jänner 1929 Wien, WEV-Platz Hertha - VfB M 0:6(0-0,0-0,0-0) s.u.
ohne Wien, Hertha - WEV M 0:6(0-0,0-0,0-0) s.u.
ohne Wien, Hertha - PSK M 0:6(0-0,0-0,0-0) s.u.
ohne Wien, Hertha - WAC M 0:6(0-0,0-0,0-0) s.u.

Spiel 21. November 1928 PSK - Hertha

  • Schiedsrichter: Ing. Födrich
  • Team PSK: Tor: Kurt Wollinger, Verteidiger: Hans Stärker, Reginald Spevak, Sturm: Hans Ertl, Hans Tatzer, Ferdinand Bidla, Ersatz: Hans Wichta, Konrad Glatz, Ernst Schmucker,
  • Team Hertha: Tor: Hierath, Verteidiger: Roth, Rauscher, Sturm: Pomasel, Kartberger, Josef Moyzischeck, Ersatz: Klein, Liefner,
  • Das Freundschaftsspiel zwischen PSK und Hertha endete 21:0(5-0,7-0,9-0). Die Torschützen des PSK waren Hans Tatzer (8), Hans Ertl (7), Konrad Glatz (2), Ernst Schmucker (2), Hans Wichta und Reginald Spevak.

Spiel 02. Dezember 1928 MEC - Hertha

  • Schiedsrichter: Schubart, CEV
  • Team Hertha: Tor: Hierath, Verteidiger: Klein, Rauscher, Sturm: Pomasel, Josef Moyzischeck, Peter, Ersatz: Dedovich, Quester,
  • Team MEC: Tor: Winkler, Verteidiger: Stöger, Hutschreiter, Sturm: Preißler, Gröger, Müller, Ersatz: Losert, Fritz,
  • Das Freundschaftsspiel auf der Kunsteisbahn in Mödling zwischen MEC und Hertha endete 0:4(0-1,0-1,0-2) vor 300 Zuschauern. Die Spieler der Mödlinger sind noch untrainiert und haben wenig Erfahrung. Sie gehen auch noch nicht auf den Mann. Im ersten Drittel konnte Josef Moyzischeck das 1:0 erzielen. Im zweiten Drittel war Klein der Schütze. In der letzten Spielzeit wurde das 3:0 von Peter eingeschossen und Josef Moyzischeck stellte den Endstand von 0:4 her.


Spiel 11. Dezember 1928 CEV - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Spiel zwischen CEV und Hertha endete 8:1(8-0,0-1,0-0). Die Torschützen des CEV waren Bobby Maak (5) und Caucig2 (2). Für Hertha traf Liefner.


Spiel 13. Dezember 1928 EHC Währing II - Hertha II

  • Schiedsrichter:
  • Das Spiel zwischen dem EHCW II und Hertha II endete 4:1( ). Die Torschützen von Währing waren Kengey, Brandl, Hoffmann und Konoschitz. Für Hertha war Liefner erfolgreich.


Spiel 23. Dezember 1928 ÖWSC - Hertha

  • Schiedsrichter:
  • Das Freundschaftsspiel auf dem Semmering zwischen ÖWSC und Hertha endete 11:1(2-0,2-1,7-0). Die Tore für den ÖWSC schossen Bidla (7), Mayering (2) und Rauch (2). Für Hertha war Mojzischek erfolgreich.


Spiel 06. Jänner 1929 WBC - Hertha

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Freundschaftsspiel zwischen WBC und Hertha endete 2:1(1-1,1-0,0-0). Beim WBC spielte ein Schwede mit dem Namen Carlson mit, der auch die beiden Tore für den WBC schoss. Für Hertha war Müller erfolgreich. Der WBC hatte für diese Spiel auch den Aktiven Ing. Egon Födrich aufgestellt. Er kam nicht zum Spiel. Erst am gleichen Abend erfuhren die Vereinsmitglieder, dass er verstorben war.


Spiel 06. Jänner 1929 Hertha - EHC Währing

  • Schiedsrichter: Ipsmiller
  • Das Freundschaftsspiel zwischen Hertha und Währing endete 2:2(0-0,0-1,1-2) unentschieden. Die Torschützen für Währing waren Voith und Neumayer. Für Hertha trafen Liefner und Mojzischek. Für die Währinger war das Unentschieden gegen Hertha ein gutes Ergebnis.


Spiel 11. Jänner 1929 WAC - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ulrich Lederer
    Das Meisterschaftsspiel zwischen WAC und Hertha endete 5:0(1-0,3-0,1-0). Das Spiel wurde vom Schiedsrichter nach einem Foul in der 9. Minute des letzten Drittels und den folgenden Ausschreitung abgebrochen. Die Tore für den WAC schossen Oppenheim (2), Lenhart und Dr. Schenner. Das fünfte Tor war ein Eigentor der Herthaner. Die besten Spieler beim WAC waren Oppenheim Otto und Dr. Schenner. Bei Hertha war der Tormann die beste Kraft.
  • Bericht zum Spiel vom 11. Jänner 1929 WAC - Hertha
Das Spiel war für 21.30 Uhr angesetzt. Wegen eines Verbandstrainings auf dem WEV-Platz konnte jedoch erst nach 22.00 Uhr mit dem Spiel begonnen werden. Die wenigen Zuschauer waren im wesentlichen Vereinsanhänger und Funktionäre. Der Schiedsrichter Ulli Lederer war routiniert. Der WAC spielte besser als sein Gegner. Verschiedene Spieler beider Mannschaften bekämpften sich hart. Die meißten dieser "Bodychecks" waren jedoch erlaubt und regelkonform, so dass Ulli Lederer nicht einzugreifen brauchte.
In der 9. Minute des letzten Drittels beging der WAC-Spieler Oppenheim einen schweren Regelverstoß. Bevor noch der Schiedsrichter eingreifen konnte, übte der Hertha-Spieler Liefner Selbstjustiz. Er lief über den halben Platz und schlug Oppenheim mit dem Schläger in den Rücken. Es kam zu einem Handgemenge und Zuschauer und Funktionäre stürmten die Spielfläche. Der Schiedsrichter schloss Liefner für drei Minuten vom Spiel aus, trotzdem nach den Vorschriften für Schiedsrichter eine strengere Strafe notwendig gewesen wäre. Liefner, der selbst Kapitän der Herthaner war, weigerte sich, die Eisfläche zu verlassen. Stattdessen nahm er die gesamte Mannschaft aus dem Spiel, so dass der Schiedsrichter das Spiel zwischen WAC und Hertha abbrechen musste.
Das SportTagblatt kommentiert diesen Vorfall in seiner Ausgabe vom 14. Jänner 1929. Es stellt fest, dass auch andere Spieler von Hertha sich nicht immer korrekt benommen hätten. Eishockey sei schließlich ein harter Kampfsport, wo es Mann gegen Mann geht. Das Foul von Oppenheim sei zu verurteilen, das Verhalten von Liefner aber könne nicht akzeptiert werden. Er habe dem Eishockeysport und dem Verein Hertha einen schweren Schaden zugefügt. Der Wiener Eishockeysport sei von solchen Tätlichkeiten bisher verschont geblieben. Der Verband möge ganz energisch eingreifen und die Schuldigen bestrafen.



Spiel 13. Jänner 1929 WEV II - Hertha

  • Schiedsrichter: Pokorny,
  • Das Freundschaftsspiel zwischen der Reserve des WEV und Hertha endete 4:2(1-1,1-0,2-0). Die Torschützen des WEV waren Jaques Dietrichstein (2), Wondra und Karl Kirchberger. Für Hertha traf zweimal Mojzischek.


Spiel 29. Jänner 1929 Hertha - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Spiel zwischen Hertha und dem VfB fand nicht statt, da die Mannschaft von Hertha auf dem WEV-Platz nicht antrat. Das Spiel wurde daraufhin nach den gültigen Bestimmungen mit 0:6(0-0,0-0,0-0) für den VfB gewertet.


Spiel Hertha - WEV M-Spiel

  • Das Spiel zwischen Hertha und WEV wurde strafbeglaubigt, da Hertha dem Verband im Jänner 1929 mitgeteilt hatte, seinen Sportbetrieb einzustellen. Das Spiel wurde nach den Richtlinien des Verbandes somit 0:6(0-0,0-0,0-0) bewertet.

Spiel Hertha - PSK M-Spiel

  • Das Spiel zwischen Hertha und PSK wurde strafbeglaubigt, da Hertha dem Verband im Jänner 1929 mitgeteilt hatte, seinen Sportbetrieb einzustellen. Das Spiel wurde nach den Richtlinien des Verbandes somit 0:6(0-0,0-0,0-0) bewertet.


Spiel Hertha - WAC M-Spiel

  • Das Spiel zwischen Hertha und WAC wurde strafbeglaubigt, da Hertha dem Verband im Jänner 1929 mitgeteilt hatte, seinen Sportbetrieb einzustellen. Das Spiel wurde nach den Richtlinien des Verbandes somit 0:6(0-0,0-0,0-0) bewertet.


Einzelnachweise

  1. Der Eishockeysport, Ausgabe vom 25. November 1925
  2. SportTagblatt vom 24. Februar 1929
  3. Der Eishockeysport, 20. Dezember 1929
  4. Der Eishockeysport 02. März 1927
  5. SportTagblatt 30. Jänner 1929
  6. Freitheit, Wien, 26. Februar 1929

Quellenangaben

  • Zeitschrift des österreichischen Eishockeyverbandes "Der Eishockeysport", Jahrgänge 1925 bis 1930
  • SportTagblatt der Jahrgänge 1925 bis 1929