Ursula Mindler

Aus Regiowiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ursula Mindler (* 1979 in Horn, Niederösterreich) ist eine burgenländische Historikerin und Autorin.

Leben und Wirken

Ursula Mindler verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Oberschützen und studierte nach der Matura Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Universität Uppsala.[1]

Ihre Diplomarbeit hatte den burgenländischen Gauleiter Tobias Portschy zum Thema. Für das Buch über das Leben von Portschy wurde sie 2006 mit dem Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Ihre Dissertation schrieb sie über die jüdische Gemeinde Oberwart, der sie auch mehrere Bücher widmete. Für eines dieser Bücher (Grenz-Setzungen im Zusammenleben) erhält sie 2012 ein zweites Mal der Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis sowie den Victor-Adler-Staatspreis für Geschichte sozialer Bewegungen verliehen.[1]

Ab 2009 arbeitete sie als Assistentin am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz. Seit Anfang 2012 ist sie als wissenschaftliche Assistentin im Bereich jüdische Studien an der Andrássy Universität Budapest (AUB). Diese Tätigkeit unterbrach in der Zeit von Jänner bis Juni 2014 ein Aufenthalt als Visiting Assistant an der Arizona State University. Seit April 2014 lehrt sie parallel zu ihrer Tätigkeit an der AUB als Assistenzprofessor am Institut für Geschichte an der Universität Graz.[1]

Publikationen

  • Tobias Portschy - Biographie eines Nationalsozialisten - Die Jahre bis 1945, Land Burgenland Buch 2006, ISBN 978-3-901517-53-2
  • Grenz-Setzungen im Zusammenleben -Verortungen jüdischer Geschichte in der ungarischen/österreichischen Provinz am Beispiel Oberwart/Felsöör, Schriften des Centrums für Jüdische Studien - Band 20, Studienverlag Bozen-Innsbruck-Wien 2011, ISBN: 978-3-7065-5104-5
  • Die jüdische Gemeinde von Oberwart/Felsöör, edition lex liszt 12, Oberwart 2013, ISBN 978-3-99016-057-2
  • "Ich hätte viel zu erzählen, aber dazu sage ich nichts..." - Oberwart 1938, edition lex liszt 12, Oberwart 2008, ISBN 978-3-901757-79-2

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Mindler Ursula, Webseite www.lexliszt12.at, abgerufen am 4. Februar 2015

Weblinks