Wilhelm Angeli

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wilhelm Angeli (* 7. März 1923 in Mödling; † 18. Jänner 2015) war Antropologe in Wien.

Leben und Wirken

Wilhelm Angeli hat das Gymnasium Keimgasse in Mödling und in Wien 19 besucht. Im Jahr 1940 wurde er zuerst zum Arbeitsdienst und musste anschließend zur Wehrmacht einrücken. Im Einsatz beim Afrikakorps geriet er in britische Kriegsgefangenschaft.

Von der Gefangenschaft kam er erst zu Weihnachten 1946 zurück und begann 1947 sein Studium an der Universität Wien und wählte als Hauptfach Urgeschichte und dazu Ethnologie und Anthropologie. 1950 schloss er das Studium mit der Promotion zum Dr.phil. ab. Sein Dissertationsthema war Der Mammutjägerhalt von Lang Mannersdorf an der Perschling.

Nach einem kurzen Aufenthalt bei der Schweizer Gesellschaft für Urgeschichte im Schweizer Frauenfeld kehrte er nach Wien zurück, wo er zuerst bis 1952 im Rahmen eines Werkvertrags am Naturhistorischen Museum arbeitete. In den Sommermonaten war bei Grabungstätigkeiten ind den Bundesländern beteiligt.

Sein weiterer Weg führte in als wissenschaftliche Hilfskraft an die Universität Bonn und später nach Heidelberg. In Deutschland lernte er auch seine Frau kennen.

Im Jahr 1958 kehrte er nach Wien, wo er wieder in der Prähistorischen Abteilung am Naturhistorischen Museum arbeitete. 1967 übertrug man ihm die Leitung. 1970 wurde er Direktor der Abteilung und 1978 zum Hofrat ernannt.

In den dreißig Jahren seiner Tätigkeit war ihm die Präparation besonders wichtig. Die Bestände wurden neu inventarisiert. Der Bestand erhöhte sich von 77.000 auf 89.000 Positionen. Er begann diese Inventarisierung mittels EDV, die damals noch in den Anfangsstadien steckte. Die musealen Sammlungen konnten auch auf zahlreichen Ausstellungen international gezeigt werden. Im Jahr 1980 begleitete er die Oberösterreichische Landesausstellung Die Hallstattkultur – Frühform europäischer Einheit auf Schloss Lamberg bei Steyr. Daneben brachte er eine große Anzahl von Publikationen heraus.

Zu Beginn 1989 trat Angeli in den Ruhestand. Aber auch in seiner Pension war er regelmäßig bis ins hohe Alter in der Abteilung und konnte jetzt unabhängig von amtlichen Regulativen seine Arbeiten fortsetzen.

Am 18. Jänner 2015 verstarb Angeli. Bestattet wurde er am Friedhof Neustift am Walde.[1]

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise