Wilhelm Kainrath

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Wilhelm Kainrath (* 6. Mai 1940 in Pinkafeld) ist ein Fußballspieler und Trainer[1] aus dem Burgenland, der seine Karriere beim SC Pinkafeld begann und mit dem Wiener Sport-Club von 1960 bis 1968 in der höchsten österreichischen Spielklasse, der Staatsliga, spielte. 1962 bestritt er mit der Österreichischen Fußballnationalmannschaft zwei freundschaftliche Länderspiele gegen Ungarn und Italien. [2]

Wilhelm Kainrath lebt heute in Klosterneuburg.

Leben und Karriere

Karriere als Spieler

Stationen als Spieler

SC Eisenstadt (logo).gif
Wiener SC.svg

Wilhelm Kainrath wurde am 6. Mai 1940 in Pinkafeld geboren. Er begann seine Karriere als Fußballspieler 1955 bei seinem Heimatverein, dem SC Pinkafeld. Bereits als 15-jähriger kam er zu seinen ersten Einsätzen in der Kampfmannschaft des SCP. Aufgrund seines Talentes war er universell einsetzbar und spielte im Laufe seiner Karriere beinahe auf jeder Position mit Ausnahme jener des Tormanns.[2]

1958 wechselte Kainrath zum SC Eisenstadt mit dem er in der Saison 1958/59 Burgenländischer Landesmeister wurde.[2]

Nach einer Spielsaison in der Regionalliga Ost wurde er 1960 vom Wiener Sport-Club engagiert, einem Verein der damals höchsten österreichischen Spielklasse. Als Wilhelm Kainrath 1968 seine aktive Fußballerkarriere beendete, konnte er auf acht Staatsliga-Saisonen zurückblicken.[2]

Internationale Vereinsspiele

Mit dem Wiener Sport-Club bestritt Wilhelm Kainrath in den 1960er-Jahren insgesamt 12 internationale Begegnungen gegen Mannschaften wie Atlético Madrid oder FC Chelsea (Ergebnisse immer aus Sicht des Wiener Sport-Clubs):

Internationale Bewerbsspiele
Datum Gegner Spielort Ergebnis Zuschauer
02.09.1964[3] SC Leipzig Praterstadion
2:1
11500
09.09.1964[4] SC Leipzig Bruno-Plache-Stadion
1:0
15000
28.10.1964[5] Ferencváros Budapest Praterstadion
1:0
12000
04.11.1964[6] Ferencváros Budapest Nepstadion
1:2
20000
18.11.1964[7] Ferencváros Budapest Nepstadion
0:2
40000
15.09.1965[8] PAOK Thessaloniki Toumba Stadion
1:2
21051
29.09.1965[9] PAOK Thessaloniki Praterstadion
6:0
5750
17.11.1965[10] FC Chelsea Praterstadion
1:0
4000
01.12.1965[11] FC Chelsea Stamford Bridge
0:2
28254
01.12.1965[12] SSC Neapel Stadio San Paolo
1:3
21000
13.09.1967[13] Atlético Madrid Praterstadion
2:5
15000
25.10.1967[14] Atlético Madrid Estadio Vicente Calderón
1:2
25000

Während die Spiele in Wien nicht unbedingt einen Besucheransturm auslösten, spielte der Wiener Sport-Club auswärts meist vor ansehnlichen Zuschauerkulissen. Den Wiener Fans entging somit manches interessante Fußballspiel wie die 6:0 Sternstunde gegen PAOK Saloniki, bei der Erich Hof vier Tore erzielte. 1964 hätte der Wiener Sport-Club nach heutigem Regelwerk sogar die dritte Runde erreicht, da es aber damals noch keine Auswärtstorregel gab, wurde der Aufstieg gegen Ferencváros Budapest in einem dritten Spiel ermittelt, dass die Wiener von 40000 Zusehern in Budapest mit 2:0 verloren.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass 1967 bei den Spielen gegen Atlético Madrid neben Wilhelm Kainrath mit Tormann Wilhelm Kaipel ein zweiter ehemaliger Spieler des SC Pinkafeld eingesetzt war.

Einberufungen in Auswahlmannschaften

An Teamchef Karl Decker erinnert heute eine Büste vor dem Hohe-Warte-Stadion

Wilhelm Kainrath kam in vielen verschiedenen Auswahlmannschaften zum Einsatz. Bereits als Spieler des SC Pinkafeld wurde er in die Burgenländische Jugendauswahl und später, während seiner Zeit beim SC Eisenstadt, in die Landesauswahl einberufen. Als Spieler des Wiener Sport-Clubs folgten weitere Einberufungen in die zweite Mannschaft des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB B-Team, ÖFB U-23).

Absolute Höhepunkte seiner Karriere waren aber die beiden Freundschaftsspiele mit der Österreichischen Fußballnationalmannschaft unter ÖFB-Teamchef Karl Decker:

Wilhelm Kainrath ist bis heute der einzige gebürtige Pinkafelder, der den Sprung in die Österreichische Fußballnationalmannschaft schaffte.

Karriere als Trainer

Nach dem Ende seiner Karriere als aktiver Spieler blieb Wilhelm Kainrath der Fußballbranche treu und war als Trainer in verschiedenen Vereinen tätig. Seine Trainerlizenz erwarb er 1971 unter dem legendären Leopold Šťastný, die A-Lizenz[17] 1979 unter Teamchef Karl Stotz.

Seine Trainertätigkeit führte in zu folgenden Stationen:

Besonders erfolgreich war seine Tätigkeit als Co-Trainer unter Erich Hof mit dem er zusammen folgende Erfolge feierte:

  • 1976/77 Meister der 2. Division mit dem Wiener Sport-Club
  • 1980/81 Meister der 1. Division mit dem FK Austria Wien
  • 1981/82 ÖFB-Cupsieger mit dem FK Austria Wien

Einzelnachweise

  1. Weltfussball.at - Wilhelm Kainrath, Webseite www.weltfussball.at, abgerufen am 15. März 2015
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Rudolf Köberl: Festschrift des SC Pinkafeld zum Anlass des 100-jährigen Bestandsjubiläum 1912 - 2012, Seite 192, Verleger und Herausgeber SC Pinkafeld 2012
  3. WSC gegen SC Leipzig 02.09.1964, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  4. SC Leipzig gegen WSC 09.09.1964, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  5. WSC gegen Ferencváros Budapest 28.10.1964, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  6. Ferencváros Budapest gegen WSC 04.11.1964, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  7. Ferencváros Budapest gegen WSC 04.11.1964, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  8. PAOK Saloniki gegen WSC 15.09.1965, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  9. WSC gegen PAOK Saloniki 29.09.1965, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  10. WSC gegen FC Chelsea 17.11.1965, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  11. FC Chelsea gegen WSC 01.12.1965, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  12. FC Chelsea gegen WSC 01.12.1965, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 20. März 2015
  13. WSC gegen Atlético 13.09.1967, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 18. März 2015
  14. Atlético gegen WSC 25.10.1967, Webseite www.weltfussball.at, aufgerufen am 18. März 2015
  15. Länderspiel 28. Oktober 1962, Webseite www.austriasoccer.at, abgerufen am 15. März 2015
  16. Länderspiel 11. November 1962, Webseite www.austriasoccer.at, abgerufen am 15. März 2015
  17. ÖFB - Trainerausbildung, Webseite www.oefb.at, abgerufen am 15. März 2015