Krainerhütte: Unterschied zwischen den Versionen

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In den folgenden Jahren wechseln die Pächter der "Neuen Krainerhütte", so übernimmt im Jänner 1890 Herr Karl Rauchberger (ehemaliger Pächter der "''Cholerakapelle"'' im Helenental) mit seiner Gattin den Gasthof<ref>{{ANNO|bbb|30|01|1890|3|Die Krainerhütte|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>.   
In den folgenden Jahren wechseln die Pächter der "Neuen Krainerhütte", so übernimmt im Jänner 1890 Herr Karl Rauchberger (ehemaliger Pächter der "''Cholerakapelle"'' im Helenental) mit seiner Gattin den Gasthof<ref>{{ANNO|bbb|30|01|1890|3|Die Krainerhütte|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>.   


Im Juni 1894 scheint der Gastwirt Karl Wunsch als Pächter der „''Neuen Krainerhütte''“ auf und am 1. Oktober desselben Jahres soll Johann Weinzinger sen., ein wohlhabender Holzhändler aus Wien, diese vom Schwechatbacher Wirtschaftsbesitzer Josef Hirschhofer um 15.000 Gulden<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18941001&query=%22Neue+Krainerh%c3%bctte%22&ref=anno-search&seite=8 Verkauf der neuen Krainerhütte] in Dillinger's illustrierter Reise-Zeitung, 1. Oktober 1894 S.8</ref> gekauft haben - beide Parteien wurden jedoch nie grundbücherlich eingetragen. Weinzinger plante für den Fall, dass eine Bahnverbindung durch das Helenental zustande käme, an dieser Stelle einen größeren Hotelbetrieb und eine Kaltwasserheilanstalt sowie in der Nähe des Hotels ein Villenviertel zu errichten. Daraus wurde jedoch nichts und es dauerte nicht lange, bis die „''Neue Krainerhütte''“ im Jänner 1897 mit den Herren Josef Angerer und Julius Hueber, ehemaligen Wirten des "''Vöslauer Kursalons''", wieder neue Pächter fand, die ihr Glück versuchten<ref>{{ANNO|bzt|02|01|1897|5|Gechäftsübernahme|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>. Drei Jahre später erscheint wieder ein neuer Pächter, diesmal ist es der Restaurateur Alois Bammer, der in der "''Neuen Krainerhütte''" die P.T.-Gäste zu Tisch bittet<ref>{{ANNO|bzt|28|07|1900|13|Werbeanzeige|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>.
Im Juni 1894 scheint der Gastwirt Karl Wunsch als Pächter der „''Neuen Krainerhütte''“ auf und am 1. Oktober desselben Jahres soll Johann Weinzinger sen., ein wohlhabender Holzhändler aus Wien, diese vom Schwechatbacher Wirtschaftsbesitzer Josef Hirschhofer um 15.000 Gulden<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18941001&query=%22Neue+Krainerh%c3%bctte%22&ref=anno-search&seite=8 Verkauf der neuen Krainerhütte] in Dillinger's illustrierter Reise-Zeitung, 1. Oktober 1894 S.8</ref> gekauft haben - beide Parteien wurden jedoch nie grundbücherlich eingetragen. Weinzinger plante für den Fall, dass eine Bahnverbindung durch das Helenental zustande käme, an dieser Stelle einen größeren Hotelbetrieb und eine Kaltwasserheilanstalt sowie in der Nähe des Hotels ein Villenviertel zu errichten. Daraus wurde jedoch nichts und es dauerte nicht lange, bis die „''Neue Krainerhütte''“ im Jänner 1897 mit den Herren Josef Angerer und Julius Hueber, ehemaligen Wirten des "''Vöslauer Kursalons''", wieder neue Pächter fand, die ihr Glück versuchten<ref>{{ANNO|bzt|02|01|1897|5|Gechäftsübernahme|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>. Drei Jahre später erscheint wieder ein neuer Pächter, diesmal ist es der Restaurateur Alois Bammer, der in der "''Neuen Krainerhütte''" die P.T.-Gäste zu Tisch bittet<ref>{{ANNO|bzt|28|07|1900|13|Werbeanzeige|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>.[[Datei:Hotel Krainerhütte, Helenental bei Baden.jpg|mini|hochkant=1.4|Hotel Krainerhütte im Helenental 1958]]


Am 12. Juli 1908 brach im Hotel "''Alte Krainerhütte''" ein verheerender Brand aus, der auch die "''Neue Krainerhütte''" am gegenüberliegenden Ufer des Schwechatbaches bedrohte. Durch Funkenflug brannte nur der unversicherte Heustadel der "''Neuen Krainerhütte''" nieder und es war den Kameraden der Feuerwehren Siegenfeld, Weikersdorf und Baden zu verdanken, dass das Hauptgebäude der letztgenannten Restauration, das bereits an mehreren Stellen zu brennen begonnen hatte, gerettet werden konnte<ref>{{ANNO|nwj|14|07|1908|8|Der Brand in der alten Krainerhütte|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>.[[Datei:Hotel Krainerhütte, Helenental bei Baden.jpg|mini|hochkant=1.4|Hotel Krainerhütte im Helenental 1958]]1910 pachtete [[Josef Dietmann|Josef Dietmann,]] der Eigentümer des Hotels ''"Alte Krainerhütte"'' die gegenüberliegende ''"Neue Krainerhütte"'' von der Stadtgemeinde Baden, um dort auch kleine Wohnungen preiswert zu vermieten und erwarb sie 1931 ebenfalls im Eigentum<ref name=":2">Grundbuch Heiligenkreuz 1871-1959  EZ 81 (Lagerort Bezirksgericht Baden)</ref> - der ständige Pächterwechsel hatte damit ein Ende.
Am 12. Juli 1908 brach im Hotel "''Alte Krainerhütte''" ein verheerender Brand aus, der auch die "''Neue Krainerhütte''" am gegenüberliegenden Ufer des Schwechatbaches bedrohte. Durch Funkenflug brannte nur der unversicherte Heustadel der "''Neuen Krainerhütte''" nieder und es war den Kameraden der Feuerwehren Siegenfeld, Weikersdorf und Baden zu verdanken, dass das Hauptgebäude der letztgenannten Restauration, das bereits an mehreren Stellen zu brennen begonnen hatte, gerettet werden konnte<ref>{{ANNO|nwj|14|07|1908|8|Der Brand in der alten Krainerhütte|HERVORHEBUNG=Krainerhütte}}</ref>.
 
1910 pachtete [[Josef Dietmann|Josef Dietmann,]] der Eigentümer des Hotels ''"Alte Krainerhütte"'' die gegenüberliegende ''"Neue Krainerhütte"'' von der Stadtgemeinde Baden, um dort auch kleine Wohnungen preiswert zu vermieten und erwarb sie 1931 ebenfalls im Eigentum<ref name=":2">Grundbuch Heiligenkreuz 1871-1959  EZ 81 (Lagerort Bezirksgericht Baden)</ref> - der ständige Pächterwechsel hatte damit ein Ende.


Nach dem Tod von Kommerzialrat Josef Dietmann im Jänner 1945 und der Beschlagnahme des Hotels "''Alte Krainerhütte''" durch die russische Besatzungsmacht, die nach Kriegsende ihr Hauptquartier in der Kurstadt Baden aufgeschlagen hatte, bezog die Familie Dietmann die "''Neue Krainerhütte''", zu der eine Landwirtschaft gehörte. Als Josef Leopold Dietmann (1903-1953), Sohn und Erbe des Kommerzienrates, 1946 aus englischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte, übernahm er beide "''Krainerhütten''". Nur sieben Jahre später, 1952, kam er bei einem Verkehrsunfall in der Badener Helenenstraße ums Leben.  
Nach dem Tod von Kommerzialrat Josef Dietmann im Jänner 1945 und der Beschlagnahme des Hotels "''Alte Krainerhütte''" durch die russische Besatzungsmacht, die nach Kriegsende ihr Hauptquartier in der Kurstadt Baden aufgeschlagen hatte, bezog die Familie Dietmann die "''Neue Krainerhütte''", zu der eine Landwirtschaft gehörte. Als Josef Leopold Dietmann (1903-1953), Sohn und Erbe des Kommerzienrates, 1946 aus englischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte, übernahm er beide "''Krainerhütten''". Nur sieben Jahre später, 1952, kam er bei einem Verkehrsunfall in der Badener Helenenstraße ums Leben.  
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