Schwarze Madonna von Kaltenleutgeben: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Belegte Fakten ===
=== Belegte Fakten ===
Die "Schwarze Madonna von Kaltenleutgeben" wird 1707 erstmals in einer Kirchenrechnung erwähnt. Nach dieser soll sie in diesem Jahr von einem [[w:Zöllner|Mautner]] in die "alte Kirche" in Kaltleutgeben gebracht worden sein.<ref name ="knoll93/> In der Folge entwickelte sich hier eine Marienwallfahrtsstätte beziehungsweise erhielt so der bereits bestehende Wallfahrtsort des Hl. Jakobs neue Impulse.<ref name ="knoll93"/>
Die "Schwarze Madonna von Kaltenleutgeben" wird 1707 erstmals in einer Kirchenrechnung erwähnt. Nach dieser soll sie in diesem Jahr von einem [[w:Zöllner|Mautner]] in die "alte Kirche" in Kaltleutgeben gebracht worden sein.<ref name ="knoll93/> In der Folge entwickelte sich hier eine Marienwallfahrtsstätte beziehungsweise erhielt so der bereits bestehende Wallfahrtsort des Hl. Jakobs neue Impulse.<ref name ="knoll93"/>
Seit 1712 wurden zahlreiche Wallfahrten hierher unternommen.<ref name ="knoll94"/> Besonders während der Pestepidemien des 18. Jahrhunderts waren Wallfahrten zur "Schwarzen Madonna von Kaltleutgeben" sehr beliebt. Weiter wurden von der Stadt Wien, den Wiener Vorstädten und Vororte jährliche Prozessionen hierher veranstaltet.<ref name ="knoll93"/> Im 18. Jahrhundert wurden der "Schwarzen Madonna von Altötting" zahlreiche kostbare Votivgaben aus Silber verehrt.<ref name ="knoll94"> [[Joseph II.|Kaiser Joseph II.]], der die Wallfahrtskirche zur Pfarrkirche erhob, beschlagnahmte diese Votivgaben und setzte mit seinem Wallfahrtsverbot den Wallfahrten nach Kaltleutgeben ein vorläufiges Ende. Erst zu Ende des 19. Jahrhunderts dürften hier wieder vereinzelt Wallfahrten stattgefunden haben. Seit 2004 findet in Kaltleutgeben einmal pro Jahr eine Ortswallfahrt statt.<ref name ="knoll94"/>
 
Seit 1712 wurden zahlreiche Wallfahrten hierher unternommen.<ref name ="knoll94"/> Besonders während der Pestepidemien des 18. Jahrhunderts waren Wallfahrten zur "Schwarzen Madonna von Kaltleutgeben" sehr beliebt. Weiter wurden von der Stadt Wien, den Wiener Vorstädten und Vororte jährliche Prozessionen hierher veranstaltet.<ref name ="knoll93"/> Im 18. Jahrhundert wurden der "Schwarzen Madonna von Altötting" zahlreiche kostbare Votivgaben aus Silber verehrt.<ref name ="knoll94"> [[Joseph II.|Kaiser Joseph II.]], der die Wallfahrtskirche zur Pfarrkirche erhob, beschlagnahmte diese Votivgaben und setzte mit seinem Wallfahrtsverbot den Wallfahrten nach Kaltleutgeben ein vorläufiges Ende. Erst zu Ende des 19. Jahrhunderts dürften hier wieder vereinzelt Wallfahrten stattgefunden haben. Seit 2004 findet in Kaltleutgeben einmal pro Jahr eine Ortswallfahrt statt.<ref name ="knoll94"/>


== Sonstiges ==
== Sonstiges ==
48.216

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