Margaretha (Marusch) von Zelking: Unterschied zwischen den Versionen

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Margaretha von Zelking wird erstmals um 1594 genannt, als innerhalb der Familie ihre Heirat zur Diskussion stand und Sebastian Grabner von Rosenberg um sie geworben hatte. Es scheint, dass vor allem ihre ältere Schwester Katharina und deren Ehemann [[Helmhard VIII. Jörger von Tollet|Helmhard Jörger]] die Ehe mit Sebastian Grabner befürworteten, obwohl sie selbst einen anderen Bewerber bevorzugt hätte. Die Heirat fand, mit Margarethas ausdrücklicher Zustimmung, am 19. Juni 1594 im Landhaus in [[Wien]] statt.<ref>vgl. Anton Harrer: ''Die Herren und Frauen von Zelking'', 2016, S. 456f.</ref> Nachdem ihr Ehemann 1604 seine Herrschaft Rosenburg an Hans Jörger verkauft hatte, übersiedelte sie mit ihm nach [[Pottenbrunn]], dass er als landesfürstliches [[w:Lehen|Lehen]] besaß. Nach seinem Tod hatte sie hier ihren Witwensitz, den sie auch nicht aufgab, als ihr Stiefsohn Friedrich Christoph Grabner Pottenbrunn 1618 ebenfalls an die Familie Jörger verkaufte. Als diese Familie wenig später [[Ferdinand II. (HRR)|Kaiser Ferdinand II.]] ihre Huldigung verweigerte, wurde Schloss Pottenbrunn vorübergehend konfisziert. Erst 1622 erhielt es die Familie zurück. Auch in dieser Lage weigerte sich Margaretha von Zelking das Schloss zu verlassen.<ref name ="harrer459">vgl. Anton Harrer: Anton Harrer: ''Die Herren und Frauen von Zelking'', 2016, S. 459</ref> Nach dem Aussterben der Zelkinger in "männlicher Linie", machte sie Erbansprüche geltend. Ihre Forderung, mit der Herrschaft [[Dürnstein]] belehnt zu werden, hatte jahrelange Prozesse mit ihrer Nichte [[Anna Apollonia von Zinzendorf]] zur Folge. 1642 erhielt sie auf ihr Ersuchen hin vom Gericht des Landesmarschalls einen Betrag aus der Verlassenschaft der Zelkinger ausbezahlt.<ref name ="harrer460">vgl. Anton Harrer: Anton Harrer: ''Die Herren und Frauen von Zelking'', 2016, S. 460</ref>
Margaretha von Zelking wird erstmals um 1594 genannt, als innerhalb der Familie ihre Heirat zur Diskussion stand und Sebastian Grabner von Rosenberg um sie geworben hatte. Es scheint, dass vor allem ihre ältere Schwester Katharina und deren Ehemann [[Helmhard VIII. Jörger von Tollet|Helmhard Jörger]] die Ehe mit Sebastian Grabner befürworteten, obwohl sie selbst einen anderen Bewerber bevorzugt hätte. Die Heirat fand, mit Margarethas ausdrücklicher Zustimmung, am 19. Juni 1594 im Landhaus in [[Wien]] statt.<ref>vgl. Anton Harrer: ''Die Herren und Frauen von Zelking'', 2016, S. 456f.</ref> Nachdem ihr Ehemann 1604 seine Herrschaft Rosenburg an Hans Jörger verkauft hatte, übersiedelte sie mit ihm nach [[Pottenbrunn]], dass er als landesfürstliches [[w:Lehen|Lehen]] besaß. Nach seinem Tod hatte sie hier ihren Witwensitz, den sie auch nicht aufgab, als ihr Stiefsohn Friedrich Christoph Grabner Pottenbrunn 1618 ebenfalls an die Familie Jörger verkaufte. Als diese Familie wenig später [[Ferdinand II. (HRR)|Kaiser Ferdinand II.]] ihre Huldigung verweigerte, wurde Schloss Pottenbrunn vorübergehend konfisziert. Erst 1622 erhielt es die Familie zurück. Auch in dieser Lage weigerte sich Margaretha von Zelking das Schloss zu verlassen.<ref name ="harrer459">vgl. Anton Harrer: Anton Harrer: ''Die Herren und Frauen von Zelking'', 2016, S. 459</ref> Nach dem Aussterben der Zelkinger in "männlicher Linie", machte sie Erbansprüche geltend. Ihre Forderung, mit der Herrschaft [[Dürnstein]] belehnt zu werden, hatte jahrelange Prozesse mit ihrer Nichte [[Anna Apollonia von Zinzendorf]] zur Folge. 1642 erhielt sie auf ihr Ersuchen hin vom Gericht des Landesmarschalls einen Betrag aus der Verlassenschaft der Zelkinger ausbezahlt.<ref name ="harrer460">vgl. Anton Harrer: Anton Harrer: ''Die Herren und Frauen von Zelking'', 2016, S. 460</ref>


Margeretha von Zelking dürfte nach den vorhandenen Akten eine ziemlich streitbare Dame gewesen sein. Unklar ist allerdings, ob dies mit ihrem persönlichen Charakter oder einer, vielleicht auch politisch bedingten, soziale Notlage zusammenhing.
Margeretha von Zelking dürfte nach den vorhandenen Akten eine ziemlich streitbare Dame gewesen sein. Unklar ist allerdings, ob dies mit ihrem persönlichen Charakter oder einer, vielleicht auch politisch bedingten, sozialen Notlage zusammenhing.


== Literatur ==
== Literatur ==
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