Konrad Eisenbeutel der Ältere

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Konrad (IV.) Eisenbeutel (* im 13. Jahrhundert; † 14. Jahrhundert, um 1332), auch Konrad Eisenbeutel der Ältere, Konrad von Osterburg oder Konrad Eisenbeutel zu Osterburg, war Adeliger des Herzogtums Österreich[A 1].

Herkunft und Familie

Konrad (IV.) Eisenbeutel entstammte einer Ministerialienfamilie, die dem Satiriker Seifried Helbling einen sehr schlechten Ruf verdankte.[1]

Die Familie Eisenbeutel (auch als Eysenpeutl oder Isenbutel belegt) ist erstmals 1177 und letztmals 1375 urkundlich genannt. Ihre Mitglieder waren zunächst Ministeriale der Grafen von Schalla und Peilstein, dann der Grafen von Plain und der Herren von Lengenbach. Später waren sie Lehensleute der Schaunberger. Als landesfürstliche Ministeriale sind sie dagegen nur in sehr wenigen Quellen belegt. Noch vor 1236 ergab sich für die Familie eine "Doppelministerialität" durch den gleichzeitigen Besitz von Lehen der Grafen von Plain und der Herren von Asparn-Lengenbach. Erst der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts war die Eisenbeutel Ministerialen des Herzogtums Österreich.[2]

Konrad (IV.) Eisenbeutel war einer der Söhne Sohn von Konrad (III.) Eisenbeutel (Konrad von Kogel, Konrad Eisenbeutel von Kogel) (belegt 1261—1292). Sein älterer Bruder war Weigand (II.) Eisenbeutel von Kogel, er benannte sich nach der Osterburg (heute Teil der Gemeinde Haunoldstein. Kunrad (IV.) war zweimal verheiratet, aus seiner ersten Ehe mit Gertrud von Mainberg sind vier Kinder belegt:[3]

∞ mit Agnes von Atzenbrugg, Tochter von Ortolf (III.) von Atzenbrugg[1]
  • Chiria (genannt um 1304)
  • Adelheid Eisenbeutel (zu Osterburg) (genannt 1304-1321)
∞ mit Friedrich (I.) von Atzenbrugg, Sohn von Ortolf (III.) von Atzenbrugg[1]
  • Kunigunde (II.) Eisenbeutel (zu Osterburg) (genannt um 1304)
∞ mit Otto von Eckartsau, Bruder von Kadold von Eckartsau[4]

Leben

wird noch nachgetragen

Literatur

  • Rudolf Büttner: Das Ministerialengeschlecht der Eisenbeutel und das Besitztum der Grafen von Schaunberg im Viertel ober dem Wienerwald. In: Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich 38, 1970, S. 243-282 digital

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9, S. 290
  2. vgl. Rudolf Büttner: Das Ministerialengeschlecht der Eisenbeutel, 1970, S. 243
  3. vgl. Rudolf Büttner: Das Ministerialengeschlecht der Eisenbeutel, 1970, S. 283, Stammtafel
  4. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9, S. 291

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Österreich war aus der Markgrafschaft Österreich, die ursprünglich zum Stammesherzogtum Baiern gehört hatte und 1156 von diesem gelöst worden war, entstanden. Damals erfolgte die Erhebung der Markgrafschaft Österreich zum eigenständigen Herzogtum Österreich. Das Herzogtum umfasste ursprünglich nur das heutige Bundesland Wien und einige Teile des heutigen Bundeslandes Niederösterreich sowie drei Siedlungen im heutigen Bundeslandes Oberösterreich. Im Spätmittelalter vergrößerte sich das Herzogtum Österreich um weitere Teile der späteren Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Erst 1417 kam die Stadt Steyr mit der gleichnamigen Herrschaft, die zuvor zum Herzogtum Steier gehört hatte, endgültig zum Herzogtum Östereich. Im 15. Jahrhundert spaltete sich das damalige Herzogtum Österreich in zwei Teilherzogtümer auf: Österreich ob der Enns (heute im Wesentlichen: Oberösterreich, ohne das Innviertel) und Österreich unter der Enns (heute im Wesentlichen: Niederösterreich, ohne Pitten und Wiener Neustadt]])