Karl Drexler (Feuerwehrmann)

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Grab am Traiskirchner Friedhof

Karl Drexler (* 19. Juni 1894 in Möllersdorf; † 23. Oktober 1981) war Feuerwehrfunktionär im NÖ Landesfeuerwehrverband und im ÖBFV.

Leben und Wirken

Karl Drexler, der Sohn des Kaufmannes Johann Drexler und Theresia geborene Schwaiger, war der Jüngste unter acht Geschwistern. Die Volksschule besuchte er in Möllersdorf, die Bürgerschule und Handelsschule in Baden, da er vom Vater als Übernehmer des Geschäftes in Möllersdorf vorgesehen war. Nach einer Praxis in einigen anderen Geschäften war er im väterlichen Betrieb tätig.

Im Jahr 1912 trat er auch der Feuerwehr Möllersdorf bei, wo zu der Zeit auch sein Vater Kommandant war. Im Jahr 1914 musste er aber noch zur Infanterie einrücken und kam noch im selben Jahr an die russische Front. Nach einer Verletzung an der italienischen Front wurde er in die Heimat zurückbeordert und diente im Telegraphenbüro des k.u.k. Generalstabes, wo er dem damaligen Oberst Körner, dem späteren Bundespräsidenten, direkt unterstellt war.

Im Jahr 1920 heiratete Drexler die Tochter eines Möllersdorfer Gastwirtehepaares und übernahm das väterliche Geschäft. Im selben Jahr wurde er auch bei seiner Feuerwehr Kommandantstellvertreter und bald danach Kommandant.

Landeskommandant wurde Drexler in den Jahren 1947 bis 1959. Unter ihm wurde die Feuerwehr in Niederösterreich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Auch an der Verlegung der Landesfeuerwehrschule von Wiener Neustadt nach Tulln war er maßgeblich beteiligt. In seine Ära fiel auch der Start der Feuerwehrleistungsbewerbe. Von 1951 war er auch Vizepräsident des ÖBFV.

Es starb am 23. Oktober 1981. Begraben ist er am Friedhof in Traiskirchen.

Auszeichnungen

In Folge ihrer Funktionen im Landesverband und im ÖBFV wurde er auch Ehrenlandeskommandant und Ehrenvizepräsident.

Würdigung

Ihm zu Ehren wurde auch der Karl Drexler-Feuerwehrmarsch von Karl Salamon komponiert.[1]

Einzelnachweise und Quelle

  1. Christian Fastl: Feuerwehrmusikkapelle. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.

Weblinks