Anna von Frey

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Anna von Frey mit ihrem Gatten im Jahr 1888

Anna Maria von Frey (geborene Gugg * 15. Jänner 1829 in Salzburg[1]; † 10. Jänner [2] oder 11. Jänner[3] 1893 ebenda[4]) Private und Ehefrau von Carl von Frey, die durch die angebliche Besteigung des Großglockners als erste Österreicherin und zweite Frau überhaupt Bekanntheit erlangte.

Leben

Häuser der Familie am alten Markt
Freyschlössl am Mönchsberg
Grab am Kommunalfriedhof

Über das Leben von Anna von Frey ist wenig bekannt. Die Tochter des aus Salzburg stammenden Maschinendirektors der Kaiser Ferdinands-Nordbahn Franz Xaver Gugg und von Josepha Gugg, geborene Lürzer von Zehendthal heiratet am 22. August 1830 den „Maler, Kaufmann und Kunstfreund“ Carl von Frey (1826-1896), mit dem sie fünf Kinder hatte. Es waren dies:

  • Julie (* 3. August 1851; † 1873, sie war verheiratet mit dem Geograf und Historiker Eduard Richter
  • Max (* 16. November 1852; † 25. Jänner 1932 Würzburg), Physiologe),
  • Richard (* 15. April 1856; † 27. Mai 1876)
  • Carl (* 6. Juni 1859; † 18. Februar 1880)
  • Rudolf (* 14. April 1864; † 24. Juli 1896 Berlin)

Wohnhaft waren sie in ihrer Stadtwohnung in Salzburg am Alten Markt Nr. 5, sowie im Sommer auch am Mönchsberg im Freyschlössl

Wie ihr Gatte war auch sie begeisterte Bergsteigerin. So sind die Besteigungen mit ihm und ihrem ältesten Sohn Max eine Besteigung des Hochkönig im Jahr 1868 belegt. Mit einer weitere n Besteigung erlangte sie mehr Bekanntheit. Vor ihr war nur kurz zuvor mit der Engländerin Miss M. Whitehead eine Frau am Gipfel.[5]

Im Jahr 1885 gründete sie die Frauen- und Mädchen- Ortsgruppe Salzburg des DeutschenSchulvereins, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut und zum Zeitpunkt, als sie starb im Jahr 1893 etwa 600 Mitglieder zählte.

Nach längerer schwerer Krankheit starb Anna von Frey, nachdem bereits drei ihrer Kinder vor ihr starben. Bestattet wurde sie am Salzburger Kommunalfriedhof.[6]

Frauen am Großglockner

Überlieferungen nach, könnten bereits vorher Frauen am Großglockner bestiegen haben. So wird von einer Frau am 30. Juni 1868 berichtet, die jedoch als Einheimische nicht dokumentationswert erschien. Es könnte sich dabei um Elisabeth Hanser aus Kals handeln. Für September 1857 wird von Sidonia Theres Schmidl aus Heiligenblut überliefert, dass sie von männlichen Bergführern nur bis zum Kleinglockner begleitet worden und so damit ihr als Frau den Triumph der Erst­besteigung des Großglockners zu verwehren.[7]

Würdigung

Anläßlich der vor 150 Jahren erfolgten Glockner-Besteigung wurde ihr und den anderen Frauen am Großglockner auf der Franz-Josefs-Höhe im Jahr 2019 eine Ausstellung gewidmet.[8]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Taufbauch der Dompfarre Salzburg auf Matricula
  2. Sterbebuch der Dompfarre Salzburg auf Matricula
  3. lt. Grabstein siehe Foto
  4. Todesfälle. In: Salzburger Chronik für Stadt und Land / Salzburger Chronik / Salzburger Chronik. Tagblatt mit der illustrierten Beilage „Die Woche im Bild“ / Die Woche im Bild. Illustrierte Unterhaltungs-Beilage der „Salzburger Chronik“ / Salzburger Chronik. Tagblatt mit der illustrierten Beilage „Oesterreichische/Österreichische Woche“ / Österreichische Woche / Salzburger Zeitung. Tagblatt mit der illustrierten Beilage „Österreichische Woche“ / Salzburger Zeitung, 13. Jänner 1893, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/sch
  5. 1. Abteilung. In: Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins / Zeitschrift des Deutschen und (des) Österreichischen Alpenvereins, Jahrgang 1870, S. 534 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/oav
  6. Todesfälle. In: Salzburger Volksblatt, 12. Jänner 1893, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/svb
  7. Ausstellung erinnert an die Bergpionierinnen am Großglockner auf Osttirol heute von 8. Juli 2019 abgerufen am 5. August 2020
  8. Ausstellung widmet sich Frauen am Glockner auf ORF-Salzburg vom 7. Juli 2019 abgerufen am 5. August 2020

Weblinks