Quirin de Leeuw

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Pater Quirin de Leeuw, OSsT (* 1939 in Surabaya, Indonesien ; 26. Jänner 2003 in Mödling) war ein niederländischer Geistlicher, der auch in Österreich wirkte.

Leben

Quirin de Leeuw, der Sohn niederländischer Eltern, ist in Indonesien zu Beginn des Zweiten Weltkrieges geboren, verbrachte aber die ersten Lebensjahre in einem japanischen Internierungslager. In den Trinitarierorden trat er 1959 ein und wurde 1965 zum Priester geweiht.

In Österreich wirkte er mehrere Jahre in der Pfarre Donaustadt, bevor er als Vikar des Generaloberen der Trinitarier in Österreich 1976 nach Mödling übersiedelte. Er war bekannt als Verfechter einer offenen und liberalen Kirche.

Neben der Betreuung der umliegenden Pfarren, wie in der Hinterbrühl oder in der Pfarre Biedermannsdorf[1] erlangte er Bekanntheit im Zuge seiner Tätigkeit in der Flüchtlingsbetreuung, als er Asylwerber nach dem Militärputsch in Chile im Jahr 1973 in Mödling unterbrachte.

Im Jahr 1980 gründete er gemeinsam mit Primar Günter Pernhaupt die erste Therapiestation für Drogenabhängige in Niederösterreich, die ihren Standort in der Hinterbrühl hatte.

Im Jahr 2003 starb Pater Quirin nur 64-jährig im Mödlinger Kloster.

Würdigung

  • Seit dem Jahr 2004 vergibt die Stadt Mödling einen Sozialpreis, der nach ihm Pater Quirin-Preis benannt ist.[2]

Einzelnachweise

  1. Chronik der Pfarre Biedermannsdorf abgerufen am 26. Oktober 2018
  2. Stadtgemeinde Mödling vergibt "Pater Quirin-Gedächtnispreis" auf Kathpress (Nur Schlagzeile frei einsehbar) abgerufen am 26. Oktober 2018

Weblinks