Helmut Migutsch (* 16. Februar 1951; † 9. Juli 2015) war Heimatforscher und im Brotberuf Bäcker und Chemiearbeiter.

Leben

Hemut Migutsch, der Sohn von Ulrich Migutsch (1911-?), wuchs in Freundorf im Mühlviertel auf. Sowohl durch die Volksschule als auch durch seinen Vater am Brauchtum der Gegend interessiert, erlernte nach den acht Klassen Volksschule das Bäckerhandwerk in Aigen. Auch durch diesen Beruf kam er mit dem alten Brauchtum und den Handwerkstechniken in Berührung. Angeregt durch dieses begann er auch zu sammeln, wie alte Totenbilder aber auch historische Werkzeuge.

Eine Pause seiner heimatkundlichkeiten Tätigkeiten bedeutete sein Wechsel nach Deutschland. Nach seiner Rückkehr konnte er allerdings durch seine dort erlangten finanziellen Mitteln seine Sammlungen weiter ausbauen. Beruflich wechselte er aus dem Bäckerhandwerk nach Linz als Chemiearbeiter in der Agrolinz. Er fotografierte und beschrieb altes Brauchtum. So erstellte er von allen Häuser in Klaffer am Hochficht Fotodokumente. Er unterstützte auch das Oberösterreichische Volksliedwerk bei deren Feldforschung im Mühlviertel, indem er selbst auch Volkslieder und Musikstücke sammelte.

Als seine Sammlung für das eigene Haus zu groß wurde, erhielt er von der Gemeinde Räumlichkeiten im Gemeindeamt zur Verfügung gestellt, wo er auch eine große heimatkundliche Bibliothek anlegen konnte. Auch in zahlreiche Publikationen erschienen von ihm Beiträge, wie besipielsweise in den Dorfliterneien. Auch ein Wirtshausliederbuch verlegte er im Eigenverlag. Für Klaffer erstellte er mit Josef Löffler 1996 ein Heimatbuch. Für die Mühlviertler Rundschau war er auch immer eine Ansprechstelle der Journalisten.

Migutsch, seit 1985 verheiratet und Vater von drei Kindern, erlitt 2009 einen Schlaganfall und wurde von seiner Frau bis zu seinem Tod 2015 gepflegt.[1]

Einzelnachweise

  1. "Lieber Heli: Danke und Pfüate Gott" in meinbezirk vom 14. Juli 2015 abgerufen am 1. Juni 2022

Weblinks