Reinhard Fischer

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Reinhard „Reini“ Fischer (* 4. Dezember 1932 in Mödling; 23. März 2023) ist einer der Pioniere der Carvingski-Technologie.

Bereits 1977 hat Reini Fischer die Beschleunigungstechnik propagiert und dem Österreichischen Skiverband, Skiexperten und Trainern für Rennläufer empfohlen. Erhört wurde er aber weder von der Industrie im Wunsch nach Technologie (radikal taillierte Skis), die diese Technik unterstützen sollte, noch von Experten in der Umsetzung im Rennlauf.

Als er mangels taillierter Skis 1990 ein Snowboard der Länge nach durchschnitt, war der erste Entwicklungsschritt in Richtung Carvingskis getan. Der Evolutionsprozess gelangte erst nach jahrelangen akribischen Tüfteleien zur Realisierung durch eine kleine deutsche Skimanufaktur. Roland Voigt (VR-Ski) stand zu dieser Idee und produzierte Reinis ersten Snowrider, den er mit den damals außergewöhnlichen Maßen - 125 mm (vorne), 80 mm (Mitte), 114 mm 1993 auch patentieren ließ. Die Unternehmen teilten Fischer mit, dass seine Idee nicht umsetzbar sei. Ein Satz aus der Absage des Skiherstellers Fischer in Ried aus dem Jahr 1989: „Ein Ski, der nur für geschnittene Schwünge ausgelegt ist, erscheint uns für den Großteil der Skifahrer ungeeignet.“

Wenig später brachten alle großen Skiunternehmen ihre eigenen Carver auf den Markt. Fischer bekam nur 20.000,- für sein Patent von den Skierzeugern.[1]

Literatur

  • Arno Klien: Schneiden im Schnee. Reinhard Fischer – ein Visionär ist Achtzig, Verlag Günther Hofer, ISBN 978-3-902111-52-4

Einzelnachweise

  1. Ein Buch zu Ehren des Carving-Erfinders im Kurier vom 4. Februar 2015 abgerufen am 24. Februar 2015

Weblinks