Bianca Maria Sforza: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:BiancaSforza.jpg|thumb||Bianca Sforza, Porträt des flämischen Malers Antoni Boys (um 1530/1550 – nach 1593)]]
[[File:BiancaSforza.jpg|thumb|Bianca Sforza, Porträt des flämischen Malers Antoni Boys (um 1530/1550 – nach 1593)]]
'''Bianca Maria Sforza''' (* [[5. April]] [[1472]], in [[w:Mailand|Mailand]]; † [[31. Dezember]] [[1510]], in [[Innsbruck]]), auch '''Bianca von Mailand''', '''Maria Blanca Sforza''' oder '''Blanca Maria Sforza''', war durch ihre Ehe eine [[Habsburger|Erzherzogin von Österreich]].
'''Bianca Maria Sforza''' (* [[5. April]] [[1472]], in [[w:Mailand|Mailand]]; † [[31. Dezember]] [[1510]], in [[Innsbruck]]), auch '''Bianca von Mailand''', '''Maria Blanca Sforza''' oder '''Blanca Maria Sforza''', war durch ihre Ehe eine [[Habsburger|Erzherzogin von Österreich]].
 
== Herkunft und Familie ==
== Herkunft und Familie ==
Bianca Maria Sforza stammte aus einer in Italien ansässigen Familie, die es nach dem Tod von [[w:Filippo Maria Visconti|Filippo Maria Visconti]] geschafft hatte, die Herrschaft über das Herzogtum Mailand zu übernehmen und zu behaupten, ohne dass diese Herrschaftsübernahme von den rechtlichen offiziellen Instanzen anerkannt worden war.<ref group="A">Das Herzogtum Mailand galt als [[w:Lehen|Lehen]] des [[w:Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]], weswegen die Herrschaft der Sforzas, zumindest "de jure", der offiziellen Anerkennung und Belehnung durch den römischen König beziehungsweise Kaiser bedurft hätte, die [[Friedrich III. (HRR)|Kaiser Friedrich III.]] jedoch Francesco Sforza und seinem Sohn Galeazzo Maria verwehrt hatte. Die tatsächliche Ursache ist bisher ungeklärt.</ref> Erst Bianca Marias Urgroßvater [[w:Muzio Attendolo Sforza|Muzio Attendolo Sforza]], der noch aus einfachen Verhältnissen stammte, war als erfolgreicher [[w:Condottiere|Condottiere]] der Aufstieg in den Adel gelungen.  
Bianca Maria Sforza stammte aus einer in Italien ansässigen Familie, die es nach dem Tod von [[w:Filippo Maria Visconti|Filippo Maria Visconti]] geschafft hatte, die Herrschaft über das Herzogtum Mailand zu übernehmen und zu behaupten, ohne dass diese Herrschaftsübernahme von den rechtlichen offiziellen Instanzen anerkannt worden war.<ref group="A">Das Herzogtum Mailand galt als [[w:Lehen|Lehen]] des [[w:Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]], weswegen die Herrschaft der Sforzas, zumindest "de jure", der offiziellen Anerkennung und Belehnung durch den römischen König beziehungsweise Kaiser bedurft hätte, die [[Friedrich III. (HRR)|Kaiser Friedrich III.]] jedoch Francesco Sforza und seinem Sohn Galeazzo Maria verwehrt hatte. Die tatsächliche Ursache ist bisher ungeklärt.</ref> Erst Bianca Marias Urgroßvater [[w:Muzio Attendolo Sforza|Muzio Attendolo Sforza]], der noch aus einfachen Verhältnissen stammte, war als erfolgreicher [[w:Condottiere|Condottiere]] der Aufstieg in den Adel gelungen.  
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Bianca Maria Sforza war eine Tochter von [[w:Galeazzo Maria Sforza|Herzog Galeazzo Maria von Mailand]] aus dessen Ehe mit Bona von Savoyen, deren Schwester mit dem [[w:Königreich Frankreich|französischen König]] [[w:Ludwig XI. (Frankreich)|Ludwig XI.]] verheiratet war. Sie war eine Halbschwester der legendenumwobenen [[w:Caterina Sforza|Caterina Sforza]].  
Bianca Maria Sforza war eine Tochter von [[w:Galeazzo Maria Sforza|Herzog Galeazzo Maria von Mailand]] aus dessen Ehe mit Bona von Savoyen, deren Schwester mit dem [[w:Königreich Frankreich|französischen König]] [[w:Ludwig XI. (Frankreich)|Ludwig XI.]] verheiratet war. Sie war eine Halbschwester der legendenumwobenen [[w:Caterina Sforza|Caterina Sforza]].  


Verheiratet war Bianca Maria Sforza mit dem späteren Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] Ihre Ehe wurde am 30. November 1493 im Dom von Mailand "[[w:Stellvertreterhochzeit|per procurationem]]" geschlossen, wobei Markgraf Christoph von Baden, ein Cousin Maximilians, diesen vertrat.<ref>vgl. Sabine Weiss: ''Maximilian I.'', 2018, S. 90</ref> Die erste Begegnung des Ehepaares fand am 9. März 1494 in [[Hall in Tirol|Hall]] statt, wo auch der Vollzug der Ehe erfolgte. Die (endgültigen) Hochzeitsfeiern fanden erst am 16. März 1494 in Innsbruck statt.<ref>vgl. Sabine Weiss: ''Maximilian I.'', 2018, S. 92f.</ref> Die Ehe blieb kinderlos.
Verheiratet war Bianca Maria Sforza mit dem späteren Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] Ihre Ehe wurde am 30. November 1493 im Dom von Mailand "[[w:Stellvertreterhochzeit|per procurationem]]" geschlossen, wobei Markgraf Christoph von Baden, ein Cousin Maximilians, diesen vertrat.<ref>vgl. [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Maximilian I.'', 2018, S. 90</ref> Die erste Begegnung des Ehepaares fand am 9. März 1494 in [[Hall in Tirol|Hall]] statt, wo auch der Vollzug der Ehe erfolgte. Die (endgültigen) Hochzeitsfeiern fanden erst am 16. März 1494 in Innsbruck statt.<ref>vgl. [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Maximilian I.'', 2018, S. 92f.</ref> Die Ehe blieb kinderlos.


== Leben ==
== Leben ==
Nach der Ermordung ihres Vaters, erlebte Bianca Maria Sforza das Scheitern ihrer Mutter als Regentin.<ref name ="Antenhofer">vgl. dazu Christina Antenhofer, [https://www.tt.com/lebensart/freizeit/15440666/tagung-in-innsbruck-kaiser-maximilian-i-und-die-frauen Maximilian und die Frauen], TT.COM, abgerufen am 13. Juli 2019</ref> Die Herrschaft über das [[w:Mailand|Herzogtum Mailand]] übernahm schließlich [[w:Ludovico Sforza|Ludovico Sforza ("''Ludovico il Moro''")]] (1452-1508), ein Bruder ihres Vaters. Aus politischen und wirtschaftlichen Überlegungen wurde sie mit [[Maximilian I. (HRR)|Kaiser Maximilian I.]] verheiratet, wobei diese Ehe ihrem Onkel die offizielle Anerkennung als Herzog von Mailand einbrachte. Für ihren Ehemann war außer der enormen Mitgift auch die politische Rolle und Bedeutung ihrer Familie auf der italienischen Halbinsel ausschlaggebend, die er für seine eigene Italienpolitik zu nutzen gedachte.  
Nach der Ermordung ihres Vaters, erlebte Bianca Maria Sforza das Scheitern ihrer Mutter als Regentin.<ref name ="Antenhofer">vgl. dazu Christina Antenhofer, [https://www.tt.com/lebensart/freizeit/15440666/tagung-in-innsbruck-kaiser-maximilian-i-und-die-frauen Maximilian und die Frauen], TT.COM, abgerufen am 13. Juli 2019</ref> Die Herrschaft über das [[w:Mailand|Herzogtum Mailand]] übernahm schließlich [[w:Ludovico Sforza|Ludovico Sforza ("''Ludovico il Moro''")]] (1452-1508), ein Bruder ihres Vaters. Aus politischen und wirtschaftlichen Überlegungen wurde sie mit [[Maximilian I. (HRR)|Kaiser Maximilian I.]] verheiratet, wobei diese Ehe ihrem Onkel die offizielle Anerkennung als Herzog von Mailand einbrachte. Für ihren Ehemann war außer der enormen Mitgift auch die politische Rolle und Bedeutung ihrer Familie auf der italienischen Halbinsel ausschlaggebend, die er für seine eigene Italienpolitik zu nutzen gedachte.  


Bianca Maria Sforza versuchte nach der Heirat ihre neue Position auszufüllen, es gelang ihr aber nicht, sich in das neue Umfeld zu integrieren, um dort eine bestehende Rolle und Position zu übernehmen und auszufüllen oder sich ihre eigene Position zu schaffen.<ref>vgl. Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza'', 2015, S. 198f.</ref> Mit dem Sturz ihres Onkels als Herzog von Mailand (1499/1500) verlor sie wenige Jahre später zudem den Rückhalt ihres eigenen Hauses. Aufgrund ihres politischen Scheiterns und der Verklärung von Maximilians erster Ehefrau, der legendären [[w:Maria von Burgund|Maria von Burgund]], die allerdings bei Einschränkung auf belegte Fakten, eine recht "blasse" Persönlichkeit ist, wurde sie in der Forschung bis Ende des 20. Jahrhunderts eher negativ gesehen und ziemlich abfällig, zum Teil auch sehr herablassend beurteilt.<ref name ="Antenhofer"/> Daraus entwickelten sich in der "populärwissenschaflichen" Geschichtsvermittlung eine ganze Reihe von eher fragwürdigen Legenden.<ref>Beispiele dazu, vgl. Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza'', 2015, S. 1f.</ref> In neueren Forschungsarbeiten der Historikerinnen Sabine Weiß und Christina Antenhofer wird mit diesen Zerrbildern aufgeräumt. Durch wurde das Bild der "vergessenen Kaiserin"<ref group="A">Diese Bezeichnung wurde von Sabine Weiss geprägt, vgl. Sabine Weiss: ''Die vergessene Kaiserin'', 2010</ref> in wesentlichen Punkten relativiert.
Bianca Maria Sforza versuchte nach der Heirat ihre neue Position auszufüllen, es gelang ihr aber nicht, sich in das neue Umfeld zu integrieren, um dort eine bestehende Rolle und Position zu übernehmen und auszufüllen oder sich ihre eigene Position zu schaffen.<ref>vgl. Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza'', 2015, S. 198f.</ref> Mit dem Sturz ihres Onkels als Herzog von Mailand (1499/1500) verlor sie wenige Jahre später zudem den Rückhalt ihres eigenen Hauses. Aufgrund ihres politischen Scheiterns und der Verklärung von Maximilians erster Ehefrau, der legendären [[w:Maria von Burgund|Maria von Burgund]], die allerdings bei Einschränkung auf belegte Fakten, eine recht "blasse" Persönlichkeit ist, wurde sie in der Forschung bis Ende des 20. Jahrhunderts eher negativ gesehen und ziemlich abfällig, zum Teil auch sehr herablassend beurteilt.<ref name ="Antenhofer"/> Daraus entwickelten sich in der "populärwissenschaflichen" Geschichtsvermittlung eine ganze Reihe von eher fragwürdigen Legenden.<ref>Beispiele dazu, vgl. Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza'', 2015, S. 1f.</ref> In neueren Forschungsarbeiten der Historikerinnen [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]] und Christina Antenhofer wird mit diesen Zerrbildern aufgeräumt. Durch wurde das Bild der "vergessenen Kaiserin"<ref group="A">Diese Bezeichnung wurde von Sabine Weiss geprägt, vgl. [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Die vergessene Kaiserin'', 2010</ref> in wesentlichen Punkten relativiert.


== Aufenthaltsorte von Bianca Maria Sforza im heutigen Österreich ==
== Aufenthaltsorte von Bianca Maria Sforza im heutigen Österreich ==
Bianca Maria Sforza, für die keine eigene Residenz belegt ist, hielt sich die meiste Zeit in Gebieten außerhalb des heutigen "EU-Landes" Österreichs auf. Von Dezember 1493 bis März 1494 ist ein Aufenthalt in Innsbruck belegt.<ref>vgl. Sabine Weiss: ''Maximilian I.'', 2018, S. 90 und S. 93</ref> Während ihrer Ehe hielt sie sich danach noch zwei Mal (1497/98 und 1510) in der [[Grafschaft Tirol]] auf. Ihr Aufenthalt in Innsbruck zwischen August 1497 und April 1498 wurde im Herbst 1497 durch eine "Pestepidemie" unterbrochen. Gemeinsam mit Maximilian reiste sie daraufhin nach [[Steinach am Brenner|Steinach]] und [[Matrei am Brenner|Matrei]]. 1510 verstarb sie in Innsbruck.<ref>vgl. Sabine Weiss: ''Maximilian I.'', 2018, S. 98f. und s. 105</ref>
Bianca Maria Sforza, für die keine eigene Residenz belegt ist, hielt sich die meiste Zeit in Gebieten außerhalb des heutigen "EU-Landes" Österreichs auf. Von Dezember 1493 bis März 1494 ist ein Aufenthalt in Innsbruck belegt.<ref>vgl. [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Maximilian I.'', 2018, S. 90 und S. 93</ref> Während ihrer Ehe hielt sie sich danach noch zwei Mal (1497/98 und 1510) in der [[Grafschaft Tirol]] auf. Ihr Aufenthalt in Innsbruck zwischen August 1497 und April 1498 wurde im Herbst 1497 durch eine "Pestepidemie" unterbrochen. Gemeinsam mit Maximilian reiste sie daraufhin nach [[Steinach am Brenner|Steinach]] und [[Matrei am Brenner|Matrei]]. 1510 verstarb sie in Innsbruck.<ref>vgl. [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Maximilian I.'', 2018, S. 98f. und s. 105</ref>


== Erinnerungen an Bianca Maria Sforza in den österreichischen Bundesländern heute ==
== Erinnerungen an Bianca Maria Sforza in den österreichischen Bundesländern heute ==
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::# In der Sonderausstellung "Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit" in der Innsbrucker Hofburg im Jahr 2019 wurde eine Nachbildung jener Schmuckstücke gezeigt, die Bianca Maria Sforza auf dem Porträtbild von [[w:Ambrogio de Predis|Ambrogio de Predis]] († nach 1508), das die bekanntesten Darstellung ihrer Person in der bildenden Kunst sein dürfte, trägt. Geplant war, dass diese Schmuckstücke nach dem Ende dieser Sonderausstellung als Leihgabe in die Dauerausstellung der Hofburg überführt werden. Hergestellt wurde sie von der Firma Swarovski aus [[Wattens]], die in ihrer Innsbrucker Geschäft neben Kristallbüsten von Maximilian I. auch mit einer Kristallbüste der "vergessenen" Kaiserin Werbung macht.<ref>vgl.  [https://kristallwelten.swarovski.com/Content.Node/blog/05_Bianca_Maria_Sforza.de.html Bianca Maria Sforza], Kristallwelten.Swarovski.COM, abgerufen am 13. Juli 2019</ref>
::# In der Sonderausstellung "Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit" in der Innsbrucker Hofburg im Jahr 2019 wurde eine Nachbildung jener Schmuckstücke gezeigt, die Bianca Maria Sforza auf dem Porträtbild von [[w:Ambrogio de Predis|Ambrogio de Predis]] († nach 1508), das die bekanntesten Darstellung ihrer Person in der bildenden Kunst sein dürfte, trägt. Geplant war, dass diese Schmuckstücke nach dem Ende dieser Sonderausstellung als Leihgabe in die Dauerausstellung der Hofburg überführt werden. Hergestellt wurde sie von der Firma Swarovski aus [[Wattens]], die in ihrer Innsbrucker Geschäft neben Kristallbüsten von Maximilian I. auch mit einer Kristallbüste der "vergessenen" Kaiserin Werbung macht.<ref>vgl.  [https://kristallwelten.swarovski.com/Content.Node/blog/05_Bianca_Maria_Sforza.de.html Bianca Maria Sforza], Kristallwelten.Swarovski.COM, abgerufen am 13. Juli 2019</ref>


* [[Stams]]: Bianca Maria Sforza wurde im "[[w:Österreichisches Grab (Stift Stams)|Österreichischem Grab]]" im [[Stift Stams|Zisterzienserstift Stams]] beigesetzt.<ref>vgl. Sabine Weiss: ''Maximilian I.'', 2018, S. 9105f.</ref>
* [[Stams]]: Bianca Maria Sforza wurde im "[[w:Österreichisches Grab (Stift Stams)|Österreichischem Grab]]" im [[Stift Stams|Zisterzienserstift Stams]] beigesetzt.<ref>vgl. [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Maximilian I.'', 2018, S. 9105f.</ref>


=== Wien ===
=== Wien ===
* In den Beständen der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]] befinden sich einige sehr qualitätsvolle Werke der oberitalienischen Buchkunst, die einmal im Besitz von Bianca Maria Sforza waren.<ref>vgl. Maria Theisen: ''Geschenke und Widmungen an Bianca Maria Sforza und Maximilian''. In: Andreas Fingernagel (Hrsg.): ''Goldene Zeiten''. Meisterwerke der Buchkunst von der Gotik bis zur Renaissance. Katalogband zur Ausstellung in der Österreichischen Nationalbibliothek vom 20. November 2015 bis 21. Februar 2016. Quaternio Verlag, Luzern, 2015. ISBN 978-3-905924-32-9 / ISBN 978-3-905924-46-6, S. 87-91</ref> Ihr Buchbesitz und ihre Korrespondenzen belegen, dass Bianca Maria Sforza weder ungebildet noch geistig beschränkt war<ref name ="Antenhofer"/>, wenn gleich sie wohl nicht zu den hochgebildeten Fürstinnen ihrer Zeit gehörte.<ref>vgl. Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza'', 2015, S. 198</ref>
* In den Beständen der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]] befinden sich einige sehr qualitätsvolle Werke der oberitalienischen Buchkunst, die einmal im Besitz von Bianca Maria Sforza waren.<ref>vgl. Maria Theisen: ''Geschenke und Widmungen an Bianca Maria Sforza und Maximilian''. In: Andreas Fingernagel (Hrsg.): ''Goldene Zeiten''. Meisterwerke der Buchkunst von der Gotik bis zur Renaissance. Katalogband zur Ausstellung in der Österreichischen Nationalbibliothek vom 20. November 2015 bis 21. Februar 2016. Quaternio Verlag, Luzern, 2015. ISBN 978-3-905924-32-9 / ISBN 978-3-905924-46-6, S. 87-91</ref><ref>vgl. [[Julia Hörmann-Thurn und Taxis]]: ''Influencer oder Mitspielerinnen?'', 2019, S. 173</ref> Ihr Buchbesitz und ihre Korrespondenzen belegen, dass Bianca Maria Sforza weder ungebildet noch geistig beschränkt war<ref name ="Antenhofer"/>, wenn gleich sie wohl nicht zu den hochgebildeten Fürstinnen ihrer Zeit gehörte.<ref>vgl. Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza'', 2015, S. 198</ref>


=== Wien / Tirol ===
=== Wien / Tirol ===
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== Ausstellungen mit Bezug zu Bianca Maria Sforza ==
== Ausstellungen mit Bezug zu Bianca Maria Sforza ==
* ''Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit'', Sonderausstellung in der Innsbrucker Hofburg, 25. Mai 2019 - 12. Oktober 2019<ref>vgl. [https://www.tirol.at/reisefuehrer/veranstaltungen/events/e-sonderausstellung-maximilian-aufbruch-in-die-neuzeit Aufbruch in die Neuzeit], Tirol.AT, abgerufen am 13. Juli 2019</ref>
* ''Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit'', Sonderausstellung in der Innsbrucker Hofburg, 25. Mai 2019 - 12. Oktober 2019<ref>vgl. [https://www.tirol.at/reisefuehrer/veranstaltungen/events/e-sonderausstellung-maximilian-aufbruch-in-die-neuzeit Aufbruch in die Neuzeit], Tirol.AT, abgerufen am 13. Juli 2019</ref>
== Bianca Maria Sforza auf der Bühne ==
* ''Die Schatten­kaiserin''. Musical von Jürgen Tauber und Oliver Ostermann, Libretto von [[w:Susanne Wolf|Susanne Felicitas Wolf]] unter Verwendung von Motiven von [[w:Bernhard Aichner|Bernhard Aichner]] (Uraufführung 2019)<ref>vgl. [https://www.landestheater.at/produktion/die-schattenkaiserin/ Die Schattenkaiserin], Landestheater.AT, abgerufen am 13. Juli 2019</ref>


== Literatur ==
== Literatur ==
* Thea Leitner: ''Habsburgs goldene Bräute''. Durch Mitgift zur Macht. Verlag Piper, München, 4. Auflage 2007. ISBN 978-3492235259 (Kurzbiographie)<ref group="A">In wesentlichen Details von der neueren Forschung ergänzt beziehungsweise relativiert, handelt es sich um eine für ihre Entstehungszeit jedoch erstaunlich kritische und sachliche Darstellung der Kaiserin.</ref>
* [[w:Thea Leitner|Thea Leitner]]: ''Habsburgs goldene Bräute''. Durch Mitgift zur Macht. Verlag Piper, München, 4. Auflage 2007. ISBN 978-3492235259 (Kurzbiographie)<ref group="A">In wesentlichen Details von der neueren Forschung ergänzt beziehungsweise relativiert, handelt es sich um eine für ihre Entstehungszeit jedoch erstaunlich kritische und sachliche Darstellung der Kaiserin.</ref>
* Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza''. Herrschaftliche Handlungsspielräume einer Königin vor dem Hintergrund von Hof, Familie und Dynastie. (ungedruckte) Dissertation, Innsbruck, 2015 [http://diglib.uibk.ac.at/ulbtirolhs/content/structure/761506 digital]
* Daniela Unterholzner: ''Bianca Maria Sforza''. Herrschaftliche Handlungsspielräume einer Königin vor dem Hintergrund von Hof, Familie und Dynastie. (ungedruckte) Dissertation, Innsbruck, 2015 [http://diglib.uibk.ac.at/ulbtirolhs/content/structure/761506 digital]
* Sabine Weiss: ''Die vergessene Kaiserin. Bianca Maria Sforza''. Verlag Tyrolia, Innsbruck, 2010. ISBN 978-3-7022-3088-3<ref group="A">Rezension dazu von Julia Hörmann-Thurn und Taxis, in: Elena Taddei - Michael Müller - [[w:Robert Rebitsch|Robert Rebitsch]] (Hrsg.): ''Migration und Reisen''. Mobilität in der frühen Neuzeit (= Innsbrucker Historische Studien 28). Studien Verlag, Innsbruck / Wien / Bozen, 2012, S. 377f.</ref>
* [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Die vergessene Kaiserin. Bianca Maria Sforza''. Verlag Tyrolia, Innsbruck, 2010. ISBN 978-3-7022-3088-3<ref group="A">Rezension dazu von Julia Hörmann-Thurn und Taxis, in: Elena Taddei - Michael Müller - [[w:Robert Rebitsch|Robert Rebitsch]] (Hrsg.): ''Migration und Reisen''. Mobilität in der frühen Neuzeit (= Innsbrucker Historische Studien 28). Studien Verlag, Innsbruck / Wien / Bozen, 2012, S. 377f.</ref>
* Sabine Weiss: ''Maximilian I.'' Habsburgs faszinierender Kaiser. Tyrolia-Verlag, Innsbruck / Wien, 2018. ISBN 978-3-7022-3709-7, S. 79-108 und S. 294-296 (Kurzbiographie)
* [[w:Sabine Weiss (Historikerin)|Sabine Weiss]]: ''Maximilian I.'' Habsburgs faszinierender Kaiser. Tyrolia-Verlag, Innsbruck / Wien, 2018. ISBN 978-3-7022-3709-7, S. 79-108 und S. 294-296 (Kurzbiographie)


=== Wissenschaftliche Arbeiten zu Teilaspekten ===
=== Wissenschaftliche Arbeiten zu Teilaspekten ===
* Christina Antenhofer: ''Emotions in the Correspondence of Bianca Maria Sforza'' In: Heinz Noflatscher - Michael A. Chisholm - Bertrand Schnerb (Hrsg.): ''Maximilian I. 1459-1519''. Wahrnehmung – Übersetzungen – Gender'' (= Innsbrucker Historische Studien 27). Innsbruck, 2011. ISBN 978-3-7065-4951-6, S. 267–286
* Christina Antenhofer: ''Emotions in the Correspondence of Bianca Maria Sforza'' In: Heinz Noflatscher - Michael A. Chisholm - Bertrand Schnerb (Hrsg.): ''Maximilian I. 1459-1519''. Wahrnehmung – Übersetzungen – Gender'' (= Innsbrucker Historische Studien 27). Innsbruck, 2011. ISBN 978-3-7065-4951-6, S. 267–286
* Christina Antenhofer: ''Maximilian und die Frauen''. Bilder und Narrative. In: Markus Debertol et al. (Hrsg.): ''"Per tot discrimina rerum"''. Maximilian I. (1459-1519). Böhlau Verlag, Wien / Köln, 2022. ISBN 978-3205-21602-5. S. 83-99
* Julia Hörmann-Thurn und Taxis: ''Influencer oder Mitspielerinnen?'' Die Ehefrauen Maximilians und ihr Anteil an den Kulturimpulsen der Zeit - eine Annäherung. In: Katharina Kaska (Hrsg.): Kaiser Maximilian I. Ein großer Habsburger. Residenz Verlag, Salzburg / Wien, 2019. ISBN 978-3-7017-3471-9, S. 106-177
* Christina Lutter: ''Geschlecht, Beziehung, Politik''. Welche Möglichkeiten und Grenzen "erfolgreichen" Handelns hatte Bianca Maria Sforza?. In: Heinz Noflatscher - Michael A. Chisholm - Bertrand Schnerb (Hrsg.): ''Maximilian I. 1459-1519''. Wahrnehmung – Übersetzungen – Gender'' (= Innsbrucker Historische Studien 27). Innsbruck, 2011. ISBN 978-3-7065-4951-6, S. 251–266
* Christina Lutter: ''Geschlecht, Beziehung, Politik''. Welche Möglichkeiten und Grenzen "erfolgreichen" Handelns hatte Bianca Maria Sforza?. In: Heinz Noflatscher - Michael A. Chisholm - Bertrand Schnerb (Hrsg.): ''Maximilian I. 1459-1519''. Wahrnehmung – Übersetzungen – Gender'' (= Innsbrucker Historische Studien 27). Innsbruck, 2011. ISBN 978-3-7065-4951-6, S. 251–266


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[[Kategorie:Ehefrau eines Landesfürsten]]
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[[Kategorie:Gestorben in Innsbruck]]
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[[Kategorie:Frau]]
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[[Kategorie:Habsburger|Bianca]]
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[[Kategorie:Innsbruck]]
[[Kategorie:Innsbruck]]
[[Kategorie:Stams]]
[[Kategorie:Stams]]