Friedrich IV. (Tirol)

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Damit, dass er die Hand auf seine "Tasche" gelegt hat, stellt Herzog Friedrich sicher, dass er unter den "schwarzen Manda" identifiziert werden kann. Seine Statue aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts bestätigt indirekt, dass sein populärer Beiname "mit der leeren Tasche" damals bereits bekannt war und schon zu dieser Zeit keineswegs als ehrenrührig verstanden wurde.

Herzog Friedrich (IV.) von Österreich (* um 1382 / vor 1386; † 24. Juni 1439, in Innsbruck, Tirol), auch Herzog Friedrich von Österreich, Graf von Tirol, in zeitgenössischen Quellen und Urkunden auch Friedrich der Ältere, seit Anfang des 16. Jahrhunderts bekannt als Friedl mit der leeren Tasche, herrschte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts über Teile der heutigen Republik Österreich. Unter seiner Herrschaft wurde die Stadt Innsbruck das Zentrum der Grafschaft Tirol[A 1] und zusammen mit dieser das neben dem Herzogtum Österreich wichtigste Herrschaftszentrum des "Habsburgerreiches" im ausgehenden Spätmittelalter und in der Neuzeit.

Herkunft und Familie

Herzog Friedrich (IV.) stammte aus dem Leopoldinischen Famlienzweig der Herzöge von Österreich (Habsburger). Er war der jüngste Sohn von Herzog Leopold III. von Österreich († 1386) aus dessen Ehe mit Viridis Visconti, einer der Cousinen und Schwägerinnen von Gian Galeazzo Visconti, dem ersten Herzog von Mailand. Seine älteren Brüder waren die Herzöge Wilhelm, Leopold (IV.) der Stolze und Ernst (I.) der Eiserne von Österreich.

Herzog Friedrich (IV.) (Mitte) und Herzogin Anna (links von ihm), Statuenreihe in der Nordseite der Fürstengruft im Stift Stams

Friedrich war zweimal verheiratet,
∞ in 1.Ehe seit 1406 mit Pfalzgräfin Elisabeth bei Rhein († 1408), einer Tochter des römisch-deutschen (Gegen-)Königs Ruprecht.[1]

  • Herzogin Elisabeth von Österreich (*/† 1408)

∞ in 2. Ehe seit dem Frühjahr 1410 mit Herzogin Anna von Braunschweig(-Göttingen) († 1432).[2] Ihr Vater, Herzog Friedrich I. von Braunschweig († 1400), galt (zumindest späteren Generationen) als Bewerber um die römisch-deutsche Königswürde nach der Absetzung von König Wenzel durch die "rheinischen" Kurfürsten[A 2], die schließlich Ruprecht für sich gewinnen konnte.

Gemeinsam mit seinem Sohn und Nachfolger Siegmund bildete Friedrich (IV.) eine der beiden "Tiroler Linien" der Herzöge von Österreich (Habsburger).[A 3]

Herrschaften - Überblick

Friedrich (IV.) herrschte bis 1439 über die Grafschaft Tirol und die Vorderen Lande (Oberösterreich). Von 1424 bis 1435/36 herrschte er außerdem über die Herzogtümer Steier, Kärnten und Krain (Innerösterreich).

Wichtige Daten (Schwerpunkt: Geschichte der späteren Republik Österreich)

  • 1405-1408 kommt es zum ersten der Appenzellerkriege und im Bodensee-Raum zu schweren Verwüstungen durch den Bund ob dem See. Nach der Niederlage von Herzog Friedrich in der Schlacht am Stoss sind davon besonders die späteren österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol betroffen.[4] Als eine Folge dieser Geschehnisse gründete Vogt Ulrich von Matsch (der Ältere) am 23. August 1406 (zu einem Zeitpunkt, als Friedrich nicht in Tirol weilte) die "Gesellschaft zum silbernen Elefanten" ("Elefantenbund", "Gesellschaft mit dem Elefanten"), der 21 Tiroler Adelige beitraten. Die Aufgabe dieser Gesellschaft, war die Wahrung der urkundlich verbrieften Freiheiten des Tiroler Adels und des Tiroler Landrechtes.[5] Einige Zeit später gründete Graf Heinrich (VI.) von Rottenburg, der nicht der "Gesellschaft zum Silbernen Elefanten" angehört hatte, einen weiteren Tiroler Adelsbund, der in der älteren Literatur häufig irrtümlich als "Falkenbund" bezeichnet wird. Der erhaltene Bundbrief datiert auf den 28. März 1407 und wurde nachträglich ausgestellt. Dieser Bund, dem 126 Adelige und einzelne Städte, Talschaften und Gemeinden angehörten, hatte offiziell das Ziel, Grafschaft Tirol gegen die "Appenzeller" und andere Gegner (von außen) zu schützen und sollten seinen Mitgliedern gegenseitige Hilfe und Unterstützung gewähren, war aber de facto ein Bund gegen den Landesfürsten. Herzog Friedrich trat ihm wenig später (am 24. März 1408) bei, um mit diesem Schritt das für ihn bestehende Gefahrenpotential zu entschärfen.[5]
  • Um 1410 kommt es zur "Rottenburger Fehde"[6] und im August als Folge dieser Fehde zu einem Einfall der bairischen Herzöge Stephan (III.), Ernst und Wilhelm in die Grafschaft Tirol, um diese oder Teile davon trotz des "Vertrages von Schärding" (1369) "zurückzuerobern", wobei ein Konflikt über Salztransporte im Oberen Inntal als Vorwand dient. Bereits zu Anfang September 1410 wird ein Waffenstillstand geschlossen. Trotz einiger weiterer Angriffe danach scheint sich die Lage um 1413 beruhigt zu haben. Dieser "Österreichische Krieg" sollte der letzte Versuch der bairischen Herzöge im Mittelalter bleiben, die Grafschaft durch eine Eroberung zu gewinnen.[7]
  • 25. Jänner 1411: Bestätigung der Freiheiten der Stadt Innsbruck. In dieser Urkunde verwendete Friedrich die Titulatur: "Wir Fridreich der dritt von gots gnaden erczherczog ze Österreich, ze Steyr, ze Kernden und ze Krain"[8] Diese Titulatur findet sich außerdem in dem Schuldbrief an Herzog Albrecht V. von Österreich aus dem Jahr 1418.[9]
  • 1414-1418: Konzil von Konstanz
  • 4. Oktober 1416: Abschluss des Vertrages von Kropfsberg zwischen Friedrich und seinem Bruder Ernst auf Vermittlung des Erzbischofs Eberhard (III.) von Salzburg und einiger Reichsfürsten, darunter Herzog Ludwig von Baiern-Ingolstadt ("Ludwig der Gebartete").
  • 1. Jänner 1417: Abschluss des Vertrages von Innsbruck zwischen Friedrich und Ernst.
  • 28. Jänner 1417: Bestätigung der Rechte und Freiheiten der Tiroler Landstände"[10]
  • 1419: Herzog Friedrich (IV.) ernennt seinen Kanzler Ulrich Putsch zum Leiter des gesamten Hütten- und Bergbauwesens der Grafschaft Tirol.[11] Im Jänner 1420 wird unter Beteiligung aller Stände in Tirol (im "Achtzehner-Ausschuss") erstmals eine einheitliche Münzordnung für die Grafschaft Tirol geschaffen.[12]
  • um 1420: Verlegung des Regierungssitzes in die Stadt Innsbruck.[13]
  • Ende des Jahres 1422-1425/1427: "Starkenberger Fehde"[14][15]
  • 1423: Tiroler "Adelsrevolte", die durch die Konstituierung eines Bündnisses des oppositionellen Adels am 18. Juli 1423 eröffnet wird. Der Adelsbund wird am 30. November 1423 durch den "Rest-Ausschuss" der Landstände und den Bischof von Brixen einstimmig aufgelöst (Auflösungsurkunde vom 17. Dezember 1423). Der Herzog gewährt den meisten der beteiligten Adeligen eine Amnestie, von der er jedoch die Herren von Starkenberg ausschließt.[16]
  • 1427: Erlass einer Bergordnung für das Bergwerk in Gossensaß, die als Bergordnung für alle Tiroler Bergwerke gesehen wird.[11]

Orte mit Bezug zu Friedrich IV. im heutigen Österreich

Burgenland

  • Auf der Burg Hornstein wurde 1425 auf Vermittlung von Herzog Albrecht (V.) ein Vertrag zwischen Herzog Friedrich und König Sigismund geschlossen, der gewöhnlich als Beginn einer Versöhnung zwischen ihnen interpretiert wird.

Niederösterreich

  • Friedrich unterstützte Ernst zu Beginn in der "Walseer Fehde".
  • Friedrich hielt sich oft in Wiener Neustadt auf, wo er zwischen 1424 und 1435 auch als Landesfürst beziehungsweise Regent und Vormund für die Kinder seines Bruders Ernst wirkte.[17]
Stift Stams

Tirol

  • Hall: Friedrich schenkte 1406 der Stadt Hall das "Königshaus", damals seine Stadtresidenz, welches Hall in der Folge als Rathaus nutzte.
  • Innsbruck wurde um 1420 Regierungs- und Verwaltungssitz und in der Folge auch die Hauptstadt der Grafschaft Tirol.
  • St. Anton am Arlberg: Herzog Friedrich IV. plante die Errichtung eines Karmeliterklosters in St. Christoph am Arlberg, für welches er am 22.September 1404 in Ensisheim einen Lehensbrief ausstellte oder entwarf. Diese Planung konnte jedoch nicht realisiert werden.[18]
  • St. Gertraudi im Inntal (heute Teil von Reith im Alpbachtal): Auf der Burg Kropfsberg wurde am 4. Oktober 1416 der "Vertrag von Kropfsberg" zwischen Friedrich und seinem Bruder Ernst geschlossen, der zusammen mit dem Vertrag von Innsbruck (1. Jänner 1417) die Herrschaftsverhältnisse zwischen den beiden Herzögen in der Grafschaft Tirol regelte.
  • Seefeld: Friedrich begann mit dem Neubau der Kirche St. Oswald.[19]
  • In der späteren Legendenbildung um seine Flucht und seine angeblichen Verfolgungen im Jahr 1416, werden Friedrich Aufenthalte an mehreren Orten in der damaligen Grafschaft Tirol nachgesagt, so zum Beispiel in Landeck, Imst und auf dem "Rofnerhof" in Vent (heute Teil der Gemeinde Sölden)[20].

Steiermark

  • Zwischen 1424 und 1435 hielt sich Friedrich als "innerösterreichischer" Landesfürst beziehungsweise Regent für die Kinder seines Bruders Ernst mehrmals in Graz auf. Besonders bis 1428 sind häufige Aufenthalte in der Steiermark belegt. Die Regierung überließ Friedrich IV. allerdings Räten seines Bruders, die offensichtlich auch sein Vertrauen besaßen und wohl auch als seine Vertreter fungierten, darunter Heinrich Rindscheit, Wilhelm von Pernegg, Konrad Zeidler und Georg Stubier.[17] Für die landesfürstliche Finanzverwaltung ließ Friedrich das landesfürstliche Urbar des Herzogtums Steier abschreiben und befahl nach diesem vorzugehen.[21].

Vorarlberg

  • Bei seiner Rückreise beziehungsweise Flucht aus Konstanz dürfte sich Friedrich von 30. auf 31. März 1416 in der Stadt Bludenz (damals Zentrum der Grafschaft Bludenz) aufgehalten haben. Die Stadt kam 1420 unter seine Herrschaft beziehungsweise die Herrschaft seiner Dynastie.
  • Während des Konzils von Konstanz wurde die Grafschaft Feldkirch, die 1390 unter die Herrschaft der Herzöge von Österreich (Habsburger) gekommen war, nachdem sie diese 1375 durch einen Kauf erworben hatten, von König Sigismund 1415 verpfändet und avancierte in der Folge zu einem Symbol für Sigismunds Sieg über die Habsburger. Nachdem sie 1416 von Herzog Ernst zurückerobert worden war, verpfändete sie Sigismund 1417 an den Grafen Friedrich (VII.) von Toggenburg, der sie im Spätherbst des Jahres zusammen mit der Schattenburg eroberte, auf der er bis zu seinem Tod (1437) seinen Hauptsitz nahm. Die Auseinandersetzung um den Status der Grafschaft wurde nach 1418 mit unkriegerischen Mitteln geführt, wobei Sigismund mit öffentlichen Handlungen (1431 ließ er hier einen Reichstag abhalten), Urkundenausstellung und im offiziellen Schriftverkehr jegliche Besitzrechte der Herzöge von Österreich offiziell bestritt. Nach dem Tod des Toggenburgers (1436) wurde die Grafschaft Feldkirch von Herzog Friedrich ausgelöst und so als landesfürstliche Pfandschaft, die seit 1390 im rechtmäßigen Besitz seiner Familie gewesen war, bestätigt, was Sigismund vergeblich zu verhindern versuchte. Feldkirch blieb in der Folge bis 1918 unter der Habsburger-Herrschaft.

Wien

  • Am 22. Mai 1411 kaufte Friedrich das Praghaus, das bis nach 1434 in seinem Besitz war.[22]

Erinnerungsstätten in Tirol

Innsbruck

  • Unter Friedrich wurde hier der "Neuhof" (auch "Neue Hof" oder "Neuenhof") errichtet, der heute der bekannteste Teil der Innsbrucker Hofburg ist.
  • Eine Statue des Tiroler Landesfürsten (gegossen zu Beginn des 16. Jahrhundert) befindet sich als Teil des Maximilian-Kenotaphs in der Innsbrucker Hofkirche.
  • Nach Friedrich wurde später die Herzog-Friedrich-Straße, die Hauptstraße der Innsbrucker Altstadt, benannt.
  • In der Basilika zu Wilten befindet sich das sogenannte Votivbild mit dem Herzog.[23] Es gilt als das erste für Tirol belegte Tafelbild dieser Art[24], dürfte aber erst um / nach 1439 im Zusammenhang mit dem Tod des Herzogs entstanden sein[25].[A 4]

Weitere Orte in Tirol

Die sagenumwobene "Friedrichslinde", ein Tiroler Naturdenkmal, ist nach Herzog Friedrich von Österreich benannt.
  • Inzing: Der Männergesangsverein Friedrichslinde in Toblaten (heute: Teil der Gemeinde Inzing) (gegründet 1957) führt seinen Namen auf eine Linde zurück, die angeblich Friedrich gepflanzt haben soll. Vor einigen Jahren wurde neben der alten Linde eine neue Linde gepflanzt.
  • Stams: Seine letzte Ruhestätte fand Herzog Friedrich in der Herzogsgruft, dem sogenannten "Österreichischem Grab", im Zisterzienserstift Stams, wo er zuvor bereits seine beiden Ehefrauen Elisabeth und Anna hatte beisetzen lassen[26]. Friedrich hatte ursprünglich für sich und seine Familie eine neue Gruft in der Mitte des Betchors errichten lassen, über der sich ein Hochgrab befand, das später abgetragen wurde. Möglicherweise war die Grabstätte von der schweren Plünderung von Stift Stams im Jahr 1552 betroffen. Die Umgestaltung zum heute noch vorhandenen "Österreichischen Grab" erfolgte während der Restaurierung (1610) und der Barockisierung (1680) des Stiftes. Seit damals existieren auch Aufzeichnungen zu den Grabstätten.[27]

Erinnerungsstätten in den anderen Bundesländern

Vorarlberg

  • Bludenz: Eine Malerei aus dem 19. Jahrhundert auf dem "Oberen Stadttor", das im 19. Jahrhundert umgebaut wurde, zeigt den Herzog mit einer Urkunde, in welcher er der Stadt Bludenz die Stadtrechte bestätigt. Im Oberen Stadttor ist heute das Bludenzer Stadtmuseum untergebracht.

Forschungslage bzw. Forschungsprobleme

In zeitgenössischen Chroniken und "Historiae", auf denen auch die Darstellungen späterer Chroniken und Geschichtsdarstellungen aufbauen, kommt Herzog Friedrich sehr schlecht weg. Dies gilt nicht nur für Eberhard Windeck und Ulrich von Richenthal, die Hauptchronisten des "Konzils von Konstanz", sondern auch für Enea Silvio Piccolomini, dessen Werk "De viris illustribus" inzwischen als wichtigste biographische Quelle zu Friedrich IV. eingestuft wird.[28].[A 5] Neben unkriegerischen Verhalten werden Friedrich übermäßiger Geiz und Geldgier vorgeworfen.[13] Bei Eberhard Windeck, der allerdings als Parteigänger von Kaiser Sigismund kein objektiver Zeitzeuge ist, und Enea Silvio Piccolomini, der in einem Naheverhältnis zu Kaiser Friedrich III. steht, mit dem der Herzog ebenfalls Konflikte gehabt haben soll, wird ihm zudem ein lasterhafter Lebenswandel unterstellt.[A 6] Das recht negative "Friedrichbild" dürfte allerdings nicht nur mit Friedrichs tatsächlicher Persönlichkeit zusammenhängen, sondern auch darauf zurückzuführen sein, dass er sich selbst keineswegs um seinen Nachruhm gekümmert hat.[29]

In der aktuellen Forschung fällt die Beurteilung der Persönlichkeit und Regierungstätigkeit Friedrichs zwiespältig und seit Beginn des 21. Jahrhunderts besonders negativ aus. Der Hauptgrund dafür ist das Konzil von Konstanz (1414-1418), das es König Sigismund ermöglichte, in dem Machtkampf der Adelshäuser Luxemburg und Habsburg, der bereits in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts begonnen hatte, Friedrich eine katastrophale Niederlage inklusive besonders schwerer Demütigungen zuzufügen[13], die wohl auch sein Ansehen im Reich vollständig und dauerhaft beschädigten. Der Verlust einiger (oder vieler) wichtiger "vorländischer" Besitzungen auf Dauer[A 7] bedeutete langfristig das Ende einer habsburgischen Politik, die auf die Errichtung eines "Herzogtums Schwaben" ausgerichtet gewesen sein dürfte. Während selbst die verbliebenen und wiedergewonnenen Herrschaftsgebiete in den "Vorderen Landen" politisch und wirtschaftlich im 15. und 16. Jahrhundert ihre ursprüngliche Bedeutung für die Habsburgerherrschaft nicht mehr zurückgewinnen konnten, hatten die Geschehnisse, langfristig betrachtet, den Aufstieg der Eidgenossenschaften und (für einige Jahrhunderte) der Grafschaft Tirol zur Folge.

Für die Grafschaft Tirol war Friedrichs Herrschaft, langfristig betrachtet, von Vorteil. Hier gelang ihm die Festigung der landesfürstlichen Herrschaft durch den für ihn siegreichen Kampf gegen die mächtigsten Adelsfamilien der Grafschaft, die Wiedergewinnung des verpfändeten landesfürstlichen Besitzes (besonders der Gerichte) und eine institutionelle Verdichtung. Indem er um 1420 seinen Herrschaftssitz und die wichtigsten Zentralbehörden (Kammer und Kanzlei) endgültig in die verkehrsmäßig günstig gelegene Stadt Innsbruck verlegte, machte er diese nicht nur konsequent zum Mittelpunkt des Landes Tirol, sondern konnte die Effizienz der landesfürstlichen Verwaltung wesentlich steigern.[13]

Die Beurteilung dürfte seit Jahrhunderten im Wesentlichen davon abhängen, aus der Sicht welches seiner Herrschaftsgebiete sein Handeln untersucht und beurteilt wurde, wobei seine Beurteilung bis in die Gegenwart von politischen Tendenzen und Modeerscheinungen beeinflusst und gar verzerrt ist. Im Vergleich zu seinen Brüdern, die er alle überlebte, ist Friedrich von den Söhnen von Herzog Leopold (III.) noch am bekanntesten. Wie bei diesen gilt auch für ihn, dass seine Herrschaft in jenen Zeitraum der "Habsburgergeschichte" zwischen dem Vertrag von Neuberg an der Mürz (1379) und der Abdankung von Herzog Siegmund dem Münzreichen fällt, der bis heute nicht besonders gut erforscht ist, und er zu jenen Habsburgern gehört, die weder König noch Kaiser waren.[A 8] Aufgrund seiner auf den Westen des Reiches und auf das heutige Italien ausgerichteten Politik und seiner für ihn selbst verhängnisvollen Verstrickung in das Konzil von Konstanz sowie der für das Bundesland Tirol guten Forschungslage gibt es zu Friedrich wesentlich mehr neuere wissenschaftliche Arbeiten als zu den vielen anderen Habsburgern des Mittelalters. Die meisten der neueren Arbeiten beschränkten sich aber nur auf das Konzil oder einzelne Aspekte seiner Herrschaft (siehe unter Literatur), wobei größere Zusammenhänge, Kontexte und politische Entwicklungen meistens nicht näher untersucht sind. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Quellen, die als Belege auftauchen, zum Teil widersprüchlich wirken, sodass eine kritische Aufarbeitung und Einstufung der Sachquellen zusätzlich notwendig wäre. Eine seriöse und sachliche, zugleich ideologiefreie Aufarbeitung zu seiner Person, wobei auch versucht werden müsste, die historischen Bedingungen, unter denen er agierte, nicht nur auf seine Herrschaft über Tirol oder das Konzil von Konstanz zu reduzieren, steht bisher noch aus.

Aussehen und physische Verfassung

Erste wissenschaftlich fundierte Informationen zu Aussehen und körperlicher Konstitution ergaben sich durch eine Untersuchung der Gebeine, mit der im März 2018 begonnen wurde.[30] Nach dieser hatte Friedrich eine für seine Zeit beachtliche Körpergröße und eine relativ robuste Konstitution. Im Alter dürfte er unter schwerer Arthrose gelitten haben.[31]

Ausstellungen

Friedrich (IV.) in Sage und Legende

Devise und Beiname

  • Friedrich wurde später die Devise: Quiescit in sublimi zugeschrieben, der erstmals bei Jakob Fugger mit der Übersetzung: "Sie steigt ohne Ruh' / Dem Himmel zu", zusammen mit einem einprägsamen Bild überliefert ist, das einen Altar zeigt, über dem das Feuer lodert.[34]
  • Wie bei vielen historischen Herrscherinnen und Herrschern des Spätmittelalters ist auch bei Friedrich nicht wirklich nachgewiesen, wie sein populärer Beiname "mit der leeren Tasche" tatsächlich entstanden ist und worauf er sich bezieht.[35] Mit den tatsächlichen Vermögensverhältnissen des Herzogs, der in Wirklichkeit trotz einiger Finanzkrisen während seiner Herrschaft, nie wirklich mittellos war, hat der Beiname jedenfalls nichts zu tun.[36] In zeitgenössischen Quellen wurde Friedrich, nach dem er die Vormundschaft für die Kinder seines Bruders übernommen hatte, gewöhnlich mit dem Beinamen "Senior" oder "der Ältere" betitelt, den er auch selbst verwendete, um Verwechslungen mit seinem gleichnamigen Neffen, dem späteren Kaiser Friedrich III., zu vermeiden. Der populäre Beiname "mit der leeren Tasche" findet sich erstmals in einem Werk von Johannes Cuspinian aus dem Jahr 1529 und fand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts Verwendung in der amtlichen und wissenschaftlichen Literatur.[37] Obwohl der Beiname bereits vor 1529 mündlich in Tirol bekannt gewesen sein dürfte, ist nicht auszuschließen, dass er erst eine Erfindung des 16. Jahrhunderts ist.[38][A 9]

Sagen- und Legendenbildung

In den Sagen und Legenden, die sich später um Friedrich gebildet haben, sind seine angebliche Ächtung[39] während des Konzils von Konstanz und die Tiroler Adelsrevolte, die er mit Hilfe der Tiroler Landstände ausschalten konnte, miteinander verschmolzen. Hinzu kommen noch seine Auseinandersetzungen mit bedeutenden Adelsfamilien der Grafschaft Tirol (Heinrich von Rottenberg, die Herren von Starkenberg etc.), wobei seine Rolle gewöhnlich eine positive oder zumindest sympathische und den Gegnern der "Bösewicht-Part" zugeteilt ist[A 10].[40] In der Legende und Sage entspricht Friedrich einerseits dem Typus des Phönix und andererseits dem Typus des Herrschers, der sich stets auf die Treue des einfachen Volks (in diesem Fall seiner "Tiroler") verlassen kann, für dessen Rechte er gegenüber anderen Mächtigen, gewöhnlich den Adel, kompromisslos eintritt.

Das Obere Stadttor in Bludenz heute: Hier soll Friedrich der Sage nach mit einem ihm treuergebenen Torwächter Probleme gehabt haben, ehe er in die Stadt eingelassen wurde. Die Historienmalerei auf der Fassade ist aus dem 19. Jahrhunderts und zeigt den Herzog mit der Urkunde, in der er seiner "getreuen Stadt" Bludenz ihre Stadtrechte bestätigt.
  • Ende des 15. Jahrhunderts ließ der spätere Kaiser Maximilian I., Friedrichs Großneffe, den "Neuen Hof" umbauen, wobei das "Goldene Dachl", heute das Wahrzeichen der Stadt Innsbruck, geschaffen wurde.[41] In der Sage wurde die Errichtung des Goldenen Dachls später Friedrich zugeschrieben und mit der Legendenbildung um seinen Beinamen verknüpft.[42]
  • Friedrich gehört zu jenen Herrschern, denen später nachgesagt wurde, dass sie sich unerkannt unter ihr Volk gemischt hätten, wobei bei ihm alle Variationen dieses Motivs zu finden sind: um herauszufinden, was das Volk über ihn und seine Herrschaft denkt, um die Arbeit seiner Verwaltungsleute zu kontrollieren und Missstände zu beseitigen, außerdem als Verfolgter in den sogenannten "Fluchtsagen".[43] Einige dieser "Fluchtsagen" sind außerdem Sagen, in denen es um die Gründung eines Hofes, um die Verleihung von Sonderrechten oder die Anfänge einer Adelsfamilie beziehungsweise einer in den Adelsstand aufgestiegenen Familie geht.[44]

Friedrich in Bludenz (Friedl mit der leeren Tasche)

Die Sage berichtet von einem Besuch des Herzogs in der Stadt Bludenz. Dabei kommt es zu einem Wortwechsel, als sich der für das "Obere Stadttor" zuständige Tor- und Nachtwächter zunächst weigert, ihn einzulassen. Nachdem der Herzog so erfährt, dass die Stadt loyal zu ihm steht, gibt er seine Identität preis, doch der Wächter weigert sich trotzdem das Tor zu öffnen, denn: "Ja, das könnte mir ein jeder sagen; ich kenne den Herrn nicht."[45] Er ist aber bereit, einen Einwohner der Stadt zu holen, den der Herzog persönlich kennt, und nachdem dieser die Identität des Herzogs bestätigt, ist dem Wächter die Sache sehr unangenehm. Der Herzog aber lobt ihn für sein Pflichtbewusstsein und seine Vorsicht, wobei er sagt, dass er ihn belohnen wird, wenn er dermalen nicht leere Taschen hätte. [46] Im Unterschied zu den meisten Sagen um Herzog Friedrich IV. hat diese einen wahren Kern. Der Herzog dürfte bei seiner Flucht aus Konstanz bzw. Rückreise von dort im Jahr 1416 tatsächlich von Bludenz aus die Weiterreise nach Tirol angetreten haben.[A 11]

Herzog Friedrich in Landeck

In dieser Sage kommt Landesfürst Friedel in der Verkleidung eines Lautenspielers auf den zwischen Tobadill und Perfuchsberg gelegenen Zappenhof, wo er freundliche Aufnahme findet und sich schließlich mit einer Erzählung, die auf sein eigenes Schicksal bezogen ist, dem Bauern und seiner Familie zu erkennen gibt. Bei seinem öffentlichen Auftritt am Folgetag auf dem Marktplatz von Landeck sind die Anwesenden voller Freude über seine Rückkehr.[47]

Darstellungen in Literatur und Belletristik

Romane (Auswahl)

Bühnenstücke (Auswahl)

  • Johann Friedrich Primisser: Friedrich mit der leeren Tasche, Drama (Uraufführung 1792)[A 12]
  • Joseph von Hormayr: Herzog Friedrich von Österreich, ein historisches Gemälde in fünf Aufzügen, Drama (Uraufführung 1809, publ. 1905)
  • Carl Meisl: Das Reimspiel von Landeck. Gemälde österreichischer Unterthanenliebe(!) aus der Vorzeit, Theaterstück (Uraufführung 1828)
  • Josef Streiter: Oswald von Wolkenstein, Drama (unvollendet, publ. 1828)
  • Eduard von Badenfels: Der Kampf um Tirol, Drama (2 Teile, publ. 1842)
  • Franz Löhle: Herzog von Friedrich von Tirol, Drama (vor 1857)
  • Martin Meyer: Ulrich von Starkenberg, Drama (1858)
  • Theodor Rabenalt: Herzog Friedrich von Österreich, genannt mit der leeren Tasche oder das Schloss Greifenstein, Manuskript
  • Christian Schneller: Friedrich mit der leeren Tasche, Drama (unvollendet, 1851-1853)[A 13]
  • Artur von Rodank: Sabina Jäger, Drama (1885)
  • Rudolf Christoph Jenny: Der Bauernaufstand in Tirol im Jahre 1416 und die Wiedererhebung Friedls mit der leeren Tasche, Einakter (o. J.)
  • Karl Wolf: Tiroler Treue (Aufführung 1894)
  • Luise Stolz-Speckbacher: Friedl mit der leeren Tasche, Lustspiel (Aufführung 1905)
  • Victor Léon: Friedel mit der leeren Tasche, Opernlibretto digital

Friedrich ist außerdem gemeinsam mit Herzog Albrecht (V.) von Österreich das historische Vorbild für die Figur des fiktiven Reichsfürsten Leopold von Österreich in der Oper "La Juive ("Die Jüdin") von Jacques Fromental Halévy und Eugène Scribe.

Lyrik (Auswahl)

  • Friedrich von Hentl: Greifenstein, Ballade (publ. 1821)
  • Franz Josef Vonbun: Herzog Friedrich mit der leeren Tasche in Bludenz, Gedicht (publ. 1858), Übersetzung ins Englische von Charlotte Cursen (um 1900)
  • Angelika von Hörmann: Das goldene Dachl in Innsbruck, Gedicht (publ. 1870)
  • Ludwig Seeger: "Herzog Friedrich mit der leeren Tasche zu Bludenz. 1416 (publ. 1891) / "Herzog Friedl mit d'r leera Tasch z' Bludez, Mundartgedicht (publ. 1929)
  • Anastasius Grün: Auf dem Turm zu Cremona (anderer Titel: Die beiden Schwerter), Im Herzogsschlosse, Zum Konzil, Teile eines Gedichtzyklus, unbeendet (publ. 1909)

Diverses

Literatur

Biographische Monographien

  • Clemens Brandis: Tirol unter Friedrich von Österreich. Wien, 1823 (Eine für ihre Entstehungszeit sehr gelungene wissenschaftliche Arbeit, in der neben chronikalischen Quellen bereits eine beachtliche Anzahl von Urkunden ausgewertet wurden. Ein Teil dieser Urkunden ist im Anhang abgedruckt.[49])[A 18]

Lexika-Artikel

  • Franz von KronesFriedrich IV. (Herzog von Österreich-Tirol, Steiermark, Kärnten und Krain). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Duncker & Humblot, Leipzig, 1877, Band 7, S. 588–593[A 19] digital
  • Alphons LhotskyFriedrich IV. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Duncker & Humblot, Berlin, 1961, ISBN 3-428-00186-9, Band 5, S. 524f.[A 20] digital
  • Constantin von Wurzbach: Habsburg, Friedrich IV. mit der leeren Tasche. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien, 1860, 6. Theil, Nr. 103, S. 262–265[A 21] digital

Literatur zu Teilaspekten

  • Wilhelm Baum: Die Habsburger in den Vorlanden 1386–1486. Krise und Höhepunkt der habsburgischen Machtstellung in Schwaben am Ausgang des Mittelalters. Böhlau, Wien / Köln / Weimar, 1993[A 22]
  • Klaus Brandstätter: Das Privilegium maius und Herzog Friedrich IV.. In: Johannes Gießauf - Rainer Murauer - Martin P. Schennach (Hrsg.): Päpste, Privilegien und Provinzen. Beiträge zur Kirchen-, Rechts- und Landesgeschichte. Festschrift für Werner Maleczek zum 65. Geburtstag (= Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Ergänzungsband 55). Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2010. ISBN 978-3-205-78577-4, S. 47-60
  • Klaus Brandstätter: Der Hof unterwegs. Zum Aufenthalt Herzog Friedrichs IV. von Österreich in Wiener Neustadt 1412/1413. In: Klaus Brandstätter, Julia Hörmann (Hrsg.): Tirol - Österreich - Italien. Festschrift für Josef Riedmann zum 65. Geburtstag (= Schlern-Schriften 330). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2005, S. 125–139 (Einblicke in die Finanzen des Herzogs)
  • Klaus Brandstätter: Zur Entwicklung der Finanzen unter Herzog Friedrich IV. In: Georg Mühlberger, Mercedes Blaas [Hrsg.]: Grafschaft Tirol. „Terra Venusta“. Studien zur Geschichte Tirols, insbesondere des Vinschgaus (= Schlern-Schriften 337). Innsbruck, 2007, S. 219–235 (Zur Finanz- und Wirtschaftspolitik)
  • Eva Bruckner: Formen der Herrschaftsrepräsentation und Selbstdarstellung habsburgischer Fürsten im Spätmittelalter. (Ungedruckte) Dissertation, Wien, 2009, S. 279–300. digital (Beschäftigt sich mit den künstlerischen Hinterlassenschaften (Architektur, Bildwerke, Siegel etc.) der Habsburger zwischen 1379 und 1490, enthält außerdem knappe biographische Zusammenfassungen und Überblicke.)[A 23]
  • Karin Kranich-Hofbauer: Der Starkenbergische Rotulus: Handschrift, Edition, Interpretation. (=Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft. Germanistische Reihe 51) Institut für Germanistik, Innsbruck, 1994. ISBN 3-901064-12-5 [A 24]
  • Heinrich Koller: Kaiser Siegmunds Kampf gegen Herzog Friedrich IV. von Österreich. In: Friedrich Bernward Fahlbusch, Peter Johanek (Hrsg.): Studia Luxemburgensia. Festschrift Heinz Stoob zum 70. Geburtstag, 1989, S. 313–352[A 25]
  • Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage. Zur Mythisierung Friedrichs IV. von Österreich vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. (=Beiträge zur europäischen Ethnologie und Folklore. Reihe A, Texte und Untersuchungen 4). Lang, Frankfurt am Main u.a., 1995 (Darstellung des Herzogs in Chroniken, in der Belletristik und in wissenschaftlichen Arbeiten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.)
  • Peter Niederhäuser: Fürst und Fluchthelfer. Herzog Friedrich IV. von Österreich und das Konzil von Konstanz. In: Karl-Heinz Braun et al. (Hrsg.): Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Weltereignis des Mittelalters. Essays. WBG, Darmstadt, 2013, S. 145–150[A 26]
  • Peter Niederhäuser: Herzog Friedrich IV. von Österreich – eine tragische Figur? In: Silvia Volkart (Hrsg.): Rom am Bodensee. Die Zeit des Konstanzer Konzils. (= Der Thurgau im späten Mittelalter. Herausgegeben vom Kanton Thurgau, Band 1), Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich, 2014, S. 151–157[A 27]
  • Christian Sieber: "On the Move". Das Itinerar der Herzöge Leopold IV. und Friedrich IV. von Österreich von der Schlacht bei Sempach (1386) bis zur Aussöhnung mit König Sigmund (1418). In: Peter Niederhäuser (Hrsg.): Die Habsburger zwischen Aare und Bodensee. (= Mitteilungen der antiquarischen Gesellschaft in Zürich, 77 / Neujahrsblatt der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, 174). Zürich, 2010, S. 77–94 (Beschreibung der Jahre der "Reiseherrschaft" Friedrichs IV., als es dessen "feste" Residenz in Innsbruck noch nicht gegeben hat.)

Einzelnachweise

  1. Kompakte, wissenschaftliche Informationen zu ihr, siehe Klaus Brandstätter: Die Tiroler Landesfürstinnen im 15. Jahrhundert. In: Margarete Maultasch. Zur Lebenswelt einer Landesfürstin und anderer Tiroler Frauen des Mittelalters. Hrsg. von Julia Hörmann-Thurn und Taxis. (= Schlern-Schriften 339). 2007, S. 175–217. Ergänzungen dazu, siehe Julia Hörmann-Thurn und Taxis: Familie und Hof Herzog Friedrichs IV. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 188-191
  2. Kompakte, wissenschaftliche Informationen zu ihr, siehe Klaus Brandstätter: Die Tiroler Landesfürstinnen im 15. Jahrhundert. In: Julia Hörmann-Thurn und Taxis (Hrsg.): Margarete Maultasch. Zur Lebenswelt einer Landesfürstin und anderer Tiroler Frauen des Mittelalters. Vorträge der wissenschaftlichen Tagung im Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, 3. bis 4. November 2006 (= Schlern-Schriften. Bd. 339). Wagner, Innsbruck 2007, ISBN 3-7030-0438-X, S. 175–217. Ergänzungen dazu, siehe Julia Hörmann-Thurn und Taxis: Familie und Hof Herzog Friedrichs IV. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 191-195 und S. 205.
  3. vgl. Klaus Brandstätter: Die Tiroler Landesfürstinnen im 15. Jahrhundert. In: Julia Hörmann-Thurn und Taxis (Hrsg.): Margarete Maultasch. Zur Lebenswelt einer Landesfürstin und anderer Tiroler Frauen des Mittelalters (= Schlern-Schriften 339). 2007, S. 178, Fußnote 25.
  4. vgl. Alois Niederstätter: Habsburg und Appenzell zur Zeit Friedrichs IV. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 45-60
  5. 5,0 5,1 vgl. Claudia Feller: "Wider Hainrichen von Rotenburg furbringung hertzog Friderichs". Die Anklageschrift Herzog Friedrichs IV. von Österreich im Verfahren gegen den Tiroler Adeligen Heinrich von Rottenburg. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 118
  6. vgl. Claudia Feller: "Wider Hainrichen von Rotenburg furbringung hertzog Friderichs". Die Anklageschrift Herzog Friedrichs IV. von Österreich im Verfahren gegen den Tiroler Adeligen Heinrich von Rottenburg. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 119-123
  7. vgl. Klaus Brandstätter: Österreichischer Krieg, 1410-1413. In: Historisches Lexikon Bayerns Krieg, 1410-1413 online, eingesehen am 30. Mai 2018
  8. vgl. Klaus Brandstätter: Das Privilegium maius und Herzog Friedrich IV., 2010, S. 50
  9. vgl. Eva Brucker: Formen der Herrschaftsrepräsentation. 2009, S. 287f.
  10. vgl. Klaus Brandstätter: Das Privilegium maius und Herzog Friedrich IV., 2010, S. 51
  11. 11,0 11,1 vgl. Rudolf Tasser – Ekkehard Westermann – Gustav Pfeifer (Hrsg.): Der Tiroler Bergbau und die Depression der europäischen Montanwirtschaft im 14. und 15. Jahrhundert. Akten der internationalen bergbaugeschichtlichen Tagung Steinhaus (= Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs. Bd. 16). Bozen, 2004, Einleitung und die Aufsätze von Rudolf Palme, Helmut Rizzolli und Rudolf Tasser
  12. vgl. Helmut Rizzolli: Die Münz- und Bergwerkspolitik Herzog Friedrichs. In: Leo Andergassen (Hrsg.): Fridericus Dux Austriae, 2018, S. 113 und S. 115
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 vgl. Klaus Brandstätter: Der Hof unterwegs, 2005, S. 126.
  14. vgl. Karin Kranich-Hofbauer: "Daruber antwurt Ich ulrich von Starckenbergk". Gesprächsteile und dialogische Gesprächsprotokolle in Tiroler Akten der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts. In: Michael Gebhardt- Max Siller (Hrsg.): Literatur und Sprache in Tirol. Von den Anfängen bis zum 16. Jahrhundert. Akten des 3. Symposiums der Sterzinger Osterspiele (10.-12. April 1995) (= Schlern-Schriften 301), Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 1996, S. 407f.
  15. vgl. Armin Torggler: Kampf um Greifenstein. Herzog Friedrich und die Starkenberger. In: Leo Andergassen (Hrsg.): Fridericus Dux Austriae, 2018, S. 104-111
  16. vgl. Armin Torggler: Kampf um Greifenstein. Herzog Friedrich und die Starkenberger. In: Leo Andergassen (Hrsg.): Fridericus Dux Austriae, 2018, S. 105f.
  17. 17,0 17,1 vgl. Roland Schäffer: Die Zeit Friedrichs III. (1424-1493). In: Gerhard Pferschy (Hrsg.): Die Steiermark im Spätmittelalter (= Geschichte der Steiermark. Bd. 4). Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2018. ISBN 978-3-205-20645-03, S. 43
  18. vgl. Robert Büchner: Heinrich Findelkind. In: Robert Büchner: St. Christoph am Arlberg. Die Geschichte von Hospiz und Taverne, Kapelle und Bruderschaft, von Brücken, Wegen und Straßen, Säumern, Wirten und anderen Menschen an einem Alpenpass (Ende des 14. bis Mitte des 17. Jahrhunderts). Boehlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2005. ISBN 978-3205772828, S. 116ff.
  19. vgl. Eva Bruckner: Formen der Herrschaftsrepräsentation, 2009, S. 309
  20. vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage. 1995, S. 148ff.
  21. vgl. Werner Tscherne: Die frühen Habsburger in der Steiermark. In: Gerhard Pferschy (Hrsg.): Die Steiermark im Spätmittelalter (= Geschichte der Steiermark. Bd. 4). Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2018. ISBN 978-3-205-20645-03, S. 39
  22. vgl. Friedrich IV. (Tirol) im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien eingesehen am 25. November 2017
  23. vgl. Gert Ammann: Heiltum und Wallfahrt. Katalog der Tiroler Landesausstellung im Prämonstratenserstift Wilten und in der Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht vom 11. Juni bis 9. Oktober 1988. Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck, 1988, S. 168 digital
  24. vgl. Lukas Madersbacher:"ex uno cyatho biberant". Eine spätmittelalterliche Männerfreundschaft und ihre künstlerischen Zeugnisse. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439), 2018, S. 288
  25. vgl. Lukas Madersbacher:"ex uno cyatho biberant". Eine spätmittelalterliche Männerfreundschaft und ihre künstlerischen Zeugnisse. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439), 2018, S. 289ff.
  26. vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: Familie und Hof Herzog Friedrichs IV. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 191
  27. vgl. Christoph Brandhuber - Jan Cemper-Kiesslich -Silvia Renhart - Edith Tutsch-Bauer: Der Herzog mit den müden Knochen. Anthropologische, archäometrische und medizinhistorische Spurensuche in der Friedrichsgruft der Zisterzienserabtei Stams. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 295f.
  28. vgl. Martin Wagendorfer: Herzog Friedrich IV. in der Geschichtsschreibung seiner Zeit. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439), 2018, S. 242
  29. vgl. Martin Wagendorfer: Herzog Friedrich IV. in der Geschichtsschreibung seiner Zeit. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439), 2018, S. 241 und S. 261
  30. vgl. Christoph Brandhuber - Jan Cemper-Kiesslich -Silvia Renhart - Edith Tutsch-Bauer: Der Herzog mit den müden Knochen. Anthropologische, archäometrische und medizinhistorische Spurensuche in der Friedrichsgruft der Zisterzienserabtei Stams. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 297
  31. vgl. Christoph Brandhuber - Jan Cemper-Kiesslich -Silvia Renhart - Edith Tutsch-Bauer: Der Herzog mit den müden Knochen. Anthropologische, archäometrische und medizinhistorische Spurensuche in der Friedrichsgruft der Zisterzienserabtei Stams. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439). Akten der internationalen Tagung Landesmuseum Schloss Tirol 19./20. Oktober 2017. Athesia -Tappeiner Verlag, Bozen, 2018. ISBN 978-88-6839-381-6, S. 302f.
  32. vgl. Fridericus-Dux-Austriae, SchlossTirol.IT, eingesehen am 16. Oktober 2018
  33. vgl. Friedrich mit der leeren Tasche. In: Tiroler Tageszeitung online, 6. Juli 2018
  34. vgl. Jakob Fugger: Spiegel der Ehren des Hochlöblich Kaiser- und Königlichen Erzhauses Oesterreich. Nürnberg, 1668, zitiert nach Constantin Wurzbach, Biographisches Lexikon, S. 262
  35. vgl. Eva Brucker: Formen der Herrschaftsrepräsentation, 2009, S. 293f.
  36. vgl. Klaus Brandstätter: Zur Entwicklung der Finanzen, 2007, S. 219–235.
  37. vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage. 1995, S. 108
  38. Klaus Brandstätter: Der Hof unterwegs. 2005, S. 127.
  39. vgl. Heinrich Koller: Kaiser Siegmunds Kampf gegen Herzog Friedrich IV. von Österreich, 1989, S. 351
  40. vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage. 1995, S. 108f.
  41. vgl. Franz-Heinz Hye: Vom Neuenhof zum Goldenen Dachl – die Anfänge der Innsbrucker Residenz. In: Innsbruck informiert, Juni 1996, S. 14 digital
  42. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage, 1995, S. 109f.
  43. vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage, 1995, S. 35ff., S. 115–117 und S. 120–125.
  44. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage, 1995, S. 150
  45. vgl. Leander Petzoldt (Hrsg.): Sagen aus Österreich, 2007: Friedl mit der leeren Tasche, S. 232
  46. vgl. Leander Petzoldt (Hrsg.): Sagen aus Österreich, 2007: Friedl mit der leeren Tasche, S. 232f.
  47. vgl. Leander Petzoldt (Hrsg.): Sagen aus Österreich, 2007: Friedl mit der leeren Tasche, S. 233f.
  48. vgl. Alexandra von Goldegg: Die Friedrich-Oper von Matthäus Nagiller. In: Leo Andergassen (Hrsg.): Fridericus Dux Austriae, 2018, S. 174-177
  49. vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage, 1995, S. 60.

Anmerkungen

  1. Das Gebiet der Grafschaft Tirol umfasste damals neben dem heutigen Bundesland Tirol (ausgenommen den Städten Rattenberg, Kitzbühel und Kufstein sowie Osttirol) auch Südtirol
  2. Als "rheinische" Kurfürsten werden die Pfalzgrafen bei Rhein und die Kurfürsten von Mainz, Köln und Trier bezeichnet.
  3. Die Fachliteratur kennt noch eine weitere "Tiroler Linie" des Hauses Österreich (Habsburg), die von Erzherzog Leopold V. von Österreich und seinen Nachkommen. Zur Unterscheidung wird Friedrichs Linie als die "ältere" Tiroler Linie und Leopolds Linie als "jüngere" Tiroler Linie bezeichnet.
  4. Bisher wurde für die Entstehungszeit des Bildes der Zeitraum zwischen 1418 und 1427 angenommen, und es wurde davon ausgegangen, dass es sich bei dem Bild um eine Stiftung des Herzogs als Dank für seine "Aussöhnung" mit König Sigismund und dem Konzil von Konstanz handelt, was allerdings von Lukas Madersbacher:"ex uno cyatho biberant". Eine spätmittelalterliche Männerfreundschaft und ihre künstlerischen Zeugnisse. In: Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439), 2018, S. 288-292, überzeugend widerlegt wird.
  5. Bei den meisten Chroniken und Historiae lässt sich allerdings beobachten, dass alle eine Verbindung zu tatsächlichen und vermuteten Gegnern des Herzogs aufweisen, weswegen ihre Zulässigkeit kritisch zu hinterfragen ist. Zur Einstufung von Richenthal und Windeck, vgl. Heinrich Koller: Kaiser Siegmunds Kampf gegen Herzog Friedrich IV. von Österreich, 1989, S. 351 und S. 352
  6. Interessant ist, dass unkriegerisches Verhalten, Geiz und Geldgier auch seinem gleichnamigen Neffen, dem späteren Kaiser Friedrich III. nachgesagt werden.
  7. Was die tatsächlichen Verluste und ihre Einstufung betrifft, habe ich bisher keine eindeutig zulässigen Belege gefunden, die Objektivität für sich beanspruchen können. In der Sekundärliteratur entsteht der Eindruck, dass es jeweils von der Ausrichtung einer wissenschaftlichen Arbeit abhängt, welche Sichtweise gewählt wurde.
  8. Die meisten relevanten Biographien der Habsburgerherrscher zwischen Rudolf I. und Friedrich III. sind aus dem 19. Jahrhundert, neuere Arbeiten befassen sich meistens nur mit Einzelaspekten. Hinzu kommt noch, dass von den Dynastien, die im Spätmittelalter Könige, Kaiser und Gegenkönige gestellt haben, bis heute fast nur diese Kaiser und Könige näher erforscht sind.
  9. Da der Beiname "mit der leeren Tasche" oder ein ähnlicher Beiname weder bei Ulrich vom Riechenthal noch bei Eberhard Windeck überliefert ist, beide dem Herzog feindlich gesonnene zeitgenössische Chronisten, dürfte er ursprünglich nichts mit dem Konzil von Konstanz zu tun gehabt haben.
  10. Eine Ausnahme ist der Adelige Oswald von Wolkenstein, nach den Quellenbelegen ein erbitterter Gegner des Herzogs und aktiver Anhänger und Helfer von König Sigismund. In der Legendenbildung wurde Oswald jedoch zu einem Freund des Herzogs, der entweder dessen treuer Verbündeter ist oder erst durch unglückliche Verstrickungen und nur vorübergehend auf die Seite von dessen Gegnern wechselt.
  11. Anders als in der Sage, wo Friedrich der Landesfürst ist, war die Stadt Bludenz damals noch nicht unter der Herrschaft der Herzöge von Österreich. Ihr Herrscher war noch Graf Albrecht III. von Werdenberg-Heiligenberg-Bludenz, der allerdings auch während des Konzils von Konstanz loyal zu Herzog Friedrich hielt.
  12. Der Text ist verschollen, vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage. 1995, S. 198
  13. Im Nachlass sind mehrere Entwürfe erhalten, der letzte ist aus dem Jahr 1873, vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage. 1995, S. 205f.
  14. Es handelt sich um einen Ausstellungskatalog mit sehr schönem und reichhaltigem Bildmaterial. Hier sind die meisten Aufsätze aus dem Sammelband von Gustav Pfeifer: Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol (1406-1439) (siehe unten), auf deren Grundlage das Programm für die Ausstellung erstellt wurde, ebenfalls abgedruckt. Zusätzlich finden sich im Katalog weitere interessante Aufsätze von Leo Andergassen, Alexandra von Goldegg, Helmut Rizzolli und Armin Torggler.
  15. Eine der seltenen wissenschaftlichen Arbeiten, die sich auch mit Habsburgern des Mittelalters befasst, die weder römisch-deutscher noch Kaiser waren.
  16. Eine gute Überblicksdarstellung, der Schwerpunkt liegt allerdings auf den Habsburgern die römisch-deutsche Könige und Kaiser waren.
  17. Zusätzlich zu den Aufsätzen der auf der Tagung gehaltenen Beiträge finden sich hier noch drei weitere Aufsätze von Claudia Feller, Ellen Widder und Christoph Brandhuber / Jan Cemper-Kiesslich / Silvia Renhart / Edith Tutch-Bauer (vgl. das Vorwort, S. 7). Fast alle dieser Aufsätze, deren Qualität, Seriosität und Objektivität stark variert, sind auch im Katalog von Leo Andergassen zur Ausstellung 2018 abgedruckt, deren Programm auf der Grundlage dieser Beiträge erstellt wurde. (Siehe oben) In diesem Katalog nicht abgedruckt sind die Aufsätze von Ellen Widder und Christoph Brandhuber / Jan Cemper-Kiesslich / Silvia Renhart / Edith Tutch-Bauer.
  18. Trotz ihres Entstehungsdatums zurzeit noch immer das Standardwerk zu Friedrich IV., da es bisher noch keine neuere, von Qualität und Umfang vergleichbare Forschungsarbeit gibt. Eine geplante Biographie von Klaus Brandstätter (1961-2014), von dem viele neuere wissenschaftliche Untersuchungen von Teilaspekten publiziert sind, wurde nicht mehr verwirklicht, vgl. Gustav Pfeifer (Hrsg.): Herzog Friedrich IV. von Österreich, 2018, Vorwort, S.7
  19. Ein Lexika-Artikel des 19. Jahrhunderts aus "preußischer" (also Habsburg feindlicher) Perspektive, als historiographische Quelle interessant.
  20. Ein Lexika-Artikel aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, durch neuere Arbeiten wissenschaftlich längst nicht mehr aktuell, aber als historiographische Quelle interessant. Zudem ist er noch immer eine Grundlage für die meisten der neueren wissenschaftlichen Arbeiten zu Friedrich IV.
  21. Ein Lexika-Artikel des 19. Jahrhunderts, aus der Perspektive der Donaumonarchie, als historiographische Quelle interessant.
  22. Eine materialreiche Arbeit zu einem Anfang der 1990er-Jahre in der Wissenschaft etwas stiefmütterlich erforschten Themenbereich, inklusive einer sehr negativen Wertung Friedrichs IV., die in später publizierten Büchern und Arbeiten des Autors noch Steigerungen erfährt. Auf dieser und weiteren Arbeiten von Wilhelm Baum sind die meisten neueren wissenschaftlichen Arbeiten zu Friedrich IV. aufgebaut.
  23. Eine der wenigen wissenschaftlich fundierten Arbeiten mit Information zu den "Habsburgern der zweiten Reihe".
  24. Publikation einer sehr wichtigen, wenn gleich keineswegs objektiven Sachquelle im Konflikt zwischen dem Herzog und einer einflussreichen Tiroler Adelsfamilie, mit Hintergrundinformationen.
  25. Wissenschaftlich fundierte, ungewöhnlich sachliche Beschreibung mit Schwerpunkt auf den Geschehnissen des Konzils von Konstanz, inklusive einer Charakterisierung des Herzogs und des Königs. Unterscheidet sich, was die Beurteilung von Herzog Friedrich und König Sigismund betrifft, in wesentlichen Aspekten von den meisten anderen älteren und neueren wissenschaftlich fundierten Arbeiten, die sich mit Friedrich IV. und dem Konzil von Konstanz befassen.
  26. Kompakte, übersichtliche biographische Skizze des Herzogs, allerdings auf das Konzil von Konstanz eingegrenzt. Friedrich IV. ist hier wesentlich positiver dargestellt als in anderen wissenschaftlich fundierten, neueren Arbeiten, die sich mit ihm und dem Konzil von Konstanz befassen.
  27. Knappe biographische Skizze zu Herzog Friedrich, die neben dem Konzil von Konstanz auch dessen Anfänge und ansatzweise die Jahre danach einbezieht. Ausführlicher als der Aufsatz in Karl-Heinz Braun et al. (Hrsg.): Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Wie in diesem ist der Herzog hier wesentlich positiver dargestellt als in anderen wissenschaftlich fundierten, neueren Arbeiten, die sich mit ihm und dem Konzil von Konstanz befassen.
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